Welcher Baum ist das? ---> Acer pseudoplatanus

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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grünerdaumen
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Welcher Baum ist das? ---> Acer pseudoplatanus

Beitrag von grünerdaumen »

hallo,
ich würde gern wissen, welcher Baum das sein könnte? Ich habe hier Fotos von Blatt und Blüte, die grad aktuell ist. Die Blätter sind im Juni unterhalb rötlich.
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RückseiteBlatt1.jpg
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captainplanet
Beiträge: 299
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Beitrag von captainplanet »

Hallo!

Das ist ein Bergahorn, Acer pseudoplatanus.

Gruß Georg

tormi
Moderator
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Beitrag von tormi »

Hallo,
Stimmt, Acer pseudoplatanus. Wenn die Unterseite rot/rötlich ist kann es A.pseudoplatanus 'Atropurpureum' sein.
Schau mal hier: http://www.esveld.nl/htmldiadu/a/acpatp.htm
LG Nalis

grünerdaumen
Beiträge: 4
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Beitrag von grünerdaumen »

tormi hat geschrieben:Hallo,
Stimmt, Acer pseudoplatanus. Wenn die Unterseite rot/rötlich ist kann es A.pseudoplatanus 'Atropurpureum' sein.
Schau mal hier: http://www.esveld.nl/htmldiadu/a/acpatp.htm
LG Nalis
aha, danke - es ist also definitiv keine Esche oder eschenähnliches Gewächs, wie mir irrtümlich jemand einreden wollte? Die roten Stiele an den Blättern sind auch typisch für einen Bergahorn? Die Borke/Rinde, welche ich auf der Baumkunde Seite hier finde ist ziemlich grob und rissig - die auf unseren Fotos oberhalb des Baumes mehr glatt, nur ganz unten so grob? Sagt der Querschnitt des Stammes auch, daß es nur ein Bergahorn sein kann? Die Blüten stimmen ja wirklich eindeutig mit den Bildern hier überein :D
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captainplanet
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Registriert: 12 Apr 2007, 16:36

Beitrag von captainplanet »

Die Rinde älterer Bergahorne ist eher abblätternd als rissig. Ähnlich wie bei Platanen. Drum heißt es ja Acer "pseudoplatanus". Diesem Exemplar hätte man halt noch ein paar Jahrzehnte Zeit geben müssen, dann sähe es auch so aus.
Ich würde nicht unbedingt sagen daß das Rot charakteristisch ist, aber es kann vorkommen. Es ist gibt bei vielen Pflanzen Unterarten die rote Pigmente ausbilden, man sieht ja auch öfters in Parks ganz dunkelrote Rotbuchen, Haselnußsträucher oder Spitzahorne.

Der umgeknickte Baum auf dem vorletzten Bild ist übrigens eine Kirsche.

Gruß Georg

edit: Ich habe heute mal genauer hingeschaut und konnte an allen drei heimischen Ahornen diese rötlichen Stiele feststellen. Manchmal zwar kaum ausgeprägt (vor allem bei sehr schattig stehenden Blättern) aber doch. Mir ist das bis jetzt noch nie so aufgefallen.

grünerdaumen
Beiträge: 4
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Beitrag von grünerdaumen »

[quote="captainplanet"]

Der umgeknickte Baum auf dem vorletzten Bild ist übrigens eine Kirsche.

der Stamm auf dem Bild, da beide Bäume unmittelbar nebeneinander standen. Aber die Äste dahinter mit den grün roten Blättern sollten wieder dem Bergahorn gehören ;) Das Foto ist irreführend, jetzt sehe ich es auch

Und der Querschnitt mit dem Ring in der Mitte, sagt der was über das Alter des Baumes aus? Kennt sich da jemand aus? Das mit dem Ring ist auch typisch für so einen Bergahorn?

Es ist ja auch kein richtiger Baum (mit einem Mittelstamm), sondern ein baumähnliches Gewächs mit mehreren Stämmen. Ist so ein Wuchs typisch für wild wuchernde Bäume oder kommt das doch öfters vor bei solchen Riesenbäumen?

captainplanet
Beiträge: 299
Registriert: 12 Apr 2007, 16:36

Beitrag von captainplanet »

Der Ring in der Mitte bedeutet nur daß der Stamm in der Mitte von einem Pilz befallen wurde. Aber wohl erst nachdem er schon gefällt wurde. Ahorne sind sehr anfällig für sowas da das Holz ziemlich viel Zucker enthält (-> Zuckerahorn, ist aber eine andere Art).
Wenn dich das Alter interessiert mußt Du nur die Jahresringe zählen. Im Herbst, am Ende der Vegetationsperiode, wird das gebildete Holz dichter und dunkler bevor das Wachstum im Winter ganz eingestellt wird, so entsteht die ringförmige Struktur. In den Tropen, wo es keine Jahreszeiten in unserem Sinne gibt, bilden die Bäume auch keine Ringe aus.

Und natürlich war das ein "richtiger" Baum. Es ist ganz normal daß Laubbäume die nicht im Hochwald großwerden manchmal keinen geraden Hauptstamm ausbilden. In Parks werden meist die unteren Äste weggenommen (find ich übrigens blöd), vielleicht damit keine Kinder raufklettern oder es irgendeinem Schönheitsideal entspricht das ich nicht nachvollziehen kann. Und in den Baumschulen werden die jungen Bäumchen durch Schnitt in eine besenähnliche Form gezwungen. Scheibar ist es schon soweit gekommen daß Leute einen natürlich gewachsenen Baum gar nicht mehr als solchen erkennen wenn sie davorstehen.... :cry:

Mfg Georg

grünerdaumen
Beiträge: 4
Registriert: 02 Mai 2007, 01:16

Beitrag von grünerdaumen »

[quote="captainplanet"]Die Rinde älterer Bergahorne ist eher abblätternd als rissig. Diesem Exemplar hätte man halt noch ein paar Jahrzehnte Zeit geben müssen, dann sähe es auch so aus.

der Baum selber steht ja noch, es wurde lediglich ein großer Ast entfernt, der untere Teil des Hauptstammes sollte also langsam etwas rissiger werden ;)


drei heimischen Ahornen diese rötlichen Stiele feststellen.

aha, die da waren: Spitzahorn, Bergahorn und?

captainplanet
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Beitrag von captainplanet »

grünerdaumen hat geschrieben: ...."drei heimischen Ahornen diese rötlichen Stiele feststellen..."

aha, die da waren: Spitzahorn, Bergahorn und?
Feldahorn. Acer campestre.

Gruß Georg

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