Vom Nutzen des Holunder

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quellfelder
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Vom Nutzen des Holunder

Beitrag von quellfelder »

Hallo,

da ich mich in letzter Zeit nicht sehr wohl gefühlt habe, habe ich mich der vielen angeblichen Heilwirkungen des Holunder erinnert. Es mußte etwas sein, welches noch leicht zu beschaffen ist. Das war das Laub des Holunder.
In der Literatur wird beschrieben, es helfe auch bei Fuß-und Beinbeschwerden. Also nahm ich von einen Holunder ein paar Blätter und steckte sie in meine Socken (das war so empfohlen) und trug sie somit den ganzen gestrigen Tag.
Die Wirkung verblüffte mich dann doch. Die Beschwerden haben tatsächlich nachgelassen. Unter anderem konnte ich wieder viel besser gehen. Auch allgemein fühlte ich mich besser, so daß ich heute sogar eine kleine Fotopirsch unternahm .

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

das geht auch mit getrockneten Blättern. Sie sollten nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein, sondern langsam im Schatten trocknen.

Für alle Fälle sollte man sich einen Wintervorrat anlegen. Am geeignetsten ist der Holundersaft. Der ist leicht herzustellen und schmeckt auch besser als der industriell hergestellte. Wobei mir schleierhaft ist, wo die Mengen an Holunderbeeren herkommen. Sicher gibt es auch Holunderplantagen, aber ich bezweifle ob das für solche Mengen ausreicht.
Holundersaft sollte man also immer im Haus haben um ihn schon bei den kleinsten Anzeichen einer Erkältung anzuwenden.
Im Internet gibt es genug Seiten, auf denen die Herstellung gut beschrieben wird. Da brauche ich das Rad nicht neu zu erfinden.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Hochgerühmt wird auch das Holundermus. Hier ein Ausschnitt aus einem Buch vom Anfang des 19. Jahrhunderts:


„Es beweiset solches die bekannte Erzählung, daß vor undenklichen Jahren ein gewisser Fürst in Deutschland auf der Jagd, da er sich im Wald verirrt hatte, vor ein Bauerhäuschengekommen, vor welchem ein ehr alter Mann gesessen, und geweint.
Der Fürst war begierig zu vernehmen, was dem Alten fehle; tritt deswegen zu ihm , und fragt, warum er weine? Der Alte antwortet: sein Vater habe ihn geschlagen: Der Fürst geräth in Verwunderung, daß so ein alter Mann noch einen Vater am Leben habe, und fragt weiter, warum er ihn denn geschlagen?
Der Bauer erwidert: er habe seinen Großvater, der vor hohem Alter nicht mehr gehen könne, von einem Orte zum andern tragen sollen, und unversehens
unversehens fallen lassen, worüber er Schläge bekommen. Dieses erweckt noch größere Verwunderung bei dem Fürsten: er geht daher in das Haus, um die steinalten Leute zu sehen: und als er sich nach ihrem eigentlichen Alter erkundigt, vernimmt er , daß der erstgemeldete 80 , der Vater 103, der Großvater 128 Jahre erlebt hatten. Dieses bewegt den Fürsten nach ihrer Lebensart zu fragen, der sie ein solches Alter zu danken hätten: worauf sie ihm berichten, sie hätten von Kindheit auf nichts andres als Milchspeisen und Holundermus gegessen, auch nur gemeines Wasser getrunken.“

Eingesetzt wird das Holundermus bei leichten Erkrankungen der Schleimhäute. Es verschafft Beruhigung, angstfreien Schlaf (Alpträume). Gut zur Abkühlung hitziger Gemüter!!! Eignet sich gut für das allgemeine Wohlbefinden und für vieles mehr. Gut gegen Alles was uns der Alltag „beschert“.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

die bei der Herstellung des Holundermuses anfallenden Samenkörner sollen sich hervorragend zur Aussaat eignen. Das der Samen durch den Verdauungstrakt eines Vogels hindurch muß, um zur Aussaat geeignet zu sein, gehört wohl ins Reich der Legenden. Wichtig scheint nur zu sein, daß der Same noch feucht ist. Wird von mir getestet: nehme dazu den Samen von den späten Holundern.

"Um den Holunder aus Samen zu ziehen, darf man auch nur von dem ausgedrückten Safte der Beere, wovon das Mus gesotten wird, die übrig gebliebenen Körner nehmen und sie in Furchen säen, so wächst der Baum darauf bald in die Höhe , trägt in wenig Jahren seine Frucht und bedarf weiter keiner sonderen Wartung." (10. Stück des Wittenb. Wochenblatts vom Jahre 1771. S. 80)

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

habe nun gestern und heute Den Aussaat-Test gemacht.
Dabei machte ich folgende Erfahrung:
Gestern habe ich die Saat in den Boden gebracht. Das ging aber denkbar schlecht, da die Samenkörner noch sehr feucht und die Hände vom Quetschen der Beeren auch nass waren. Die Samenkörner klebten förmlich an den Fingern!
Deshalb habe ich heute die Beeren ausgequetscht und die Samenkörner in ein Glas getan und mit Wasser übergossen, etwas umgerührt und siehe da, die Körner setzten sich am Boden ab und der Rest schwamm oben. Dann leicht trocknen lassen und schon kann man ganz bequem die Aussaat vornehmen. Nur nicht ganz austrocknen lassen!

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

eine lebensverlängernde Wirkung wird auch den Lebenselixieren nachgesagt.
Die wurden in älteren Zeiten von Alchimisten für bedeutende Persönlichkeiten hergestellt. Diese enthielten in der Regel Auszüge aus Gold, Silber, Perlen und Extrakte von bestimmten Kräutern, darunter auch oft Holunder. Die genaue Zusammensetzung wurde streng geheim gehalten. Heute behaupten einige Geschäftemacher sie hätten diese Formeln für den Lebenstrank entschlüsselt und fordern für ihr Produkt eine Menge Geld
Nutzt man diese angeführten einfachen Grundrezepte lebt man durchaus gesund und spart viel Geld. Also, Hände weg!

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Wahre Wunder gegen Magenschmerzen , Verstopfung und Unwohlsein bewirkt ein Salat aus den ersten, zarten Trieben des Holunder
Bitte beim Sammeln umsichtig sein. Nicht den Baum zu Tode plündern!
Diese brüht man ein wenig mit warmen Wasser ab und macht dann einen Salat daraus mit Essig und Öl , auch etwas Salz . Man kann ihn auch mit ein wenig Wein abschmecken und andere Salatkräuter dazu tun. Am besten man nimmt ihn zum Mittagessen und zum Abendbrot ein. Dort soll man sich auf 1 Esslöffel voll beschränken. Genau das Gegenteil wird in der Regel bewirkt., wenn man die Mengen nicht einhält oder die ganze Sache zum Scherz macht; d.h. man nicht krank ist. Ich kann davon ein Lied singen.
Aus der Wurzel und Rinde sollen sich auch verschiedene Heilmittel herstellen lassen. Aber die habe ich noch nicht ausprobiert. Wurzel kann leicht beschädigt werden. Daher lieber sein lassen!
Noch ein Hinweis: beim Zubereiten alter Rezepturen bitte beachten, daß die Maßeinheiten regional sehr voneinander abwichen.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Wenn man sich wund gescheuert hat, kann ich wärmstens ein feines Pulver aus Holunderblättern empfehlen. Das läßt sich ganz leicht herstellen. Einfach die Blätter erhitzen und zerstoßen. Die getrockneten Holunderblätter zerfallen fast von alleine. Dann auf die wunde Stelle streuen; auch ein Umschlag oder Pflaster darüber ist möglich. Hat bei mir bisher immer gewirkt. Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

alte Schriften bezeugen, daß die Leute vor rund 250 Jahren zur Erfrischung und Entspannung Holundermilch getrunken haben. Die Blüte wird dazu in ein Tuch gebunden, mit süßer Milch gekocht und nach Geschmack Eigelb hineingequirlt. Dann kalt werden lassen. Auch Zucker kann dazu getan werden.
Achtung! Kann abführend wirken.. Deshalb müssen geröstete Semmelscheiben eingelegt werden. Muß ich nächstes Jahr unbedingt mal ausprobieren.

Viele Grüße

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biloba
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Beitrag von biloba »

quellfelder hat geschrieben:Wenn man sich wund gescheuert hat, kann ich wärmstens ein feines Pulver aus Holunderblättern empfehlen.
...
Dann auf die wunde Stelle streuen; auch ein Umschlag oder Pflaster darüber ist möglich.
Das finde ich schon erstaunlich.
Holunder ist ja anders als andere Baumarten, nicht gerade als Mikroben- und pilzresistent bekannt. Gerade das macht ihn, anders als Forsythia oder Platane, zu einem sehr attraktiven Lebensraum für so manche Kreaturen.

Gerade wegen ihrer Giftigkeit würde ich von getrockneten Forsythiablättern eher eine antibakterielle Wirkung erwarten. Deshalb staune ich gerade hier.


Grüße!
quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

ich denke das macht das vorhergehende Erhitzen. Einfach mal ausprobieren. Soll auch bei der Babypflege helfen!

Viele Grüße

quellfelder
biloba
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Beitrag von biloba »

quellfelder hat geschrieben:ich denke das macht das vorhergehende Erhitzen.
Das klingt plausibel.

quellfelder hat geschrieben:Einfach mal ausprobieren.
Geht schlecht. Habe mich gerade nirgends wund gescheuert. .

quellfelder hat geschrieben:Soll auch bei der Babypflege helfen!
Die Nachbarin, die am 6.11. entbunden hat, wird mich wohl verfluchen und steinigen, wenn ich den Kleinen testweise mal mit Holunder pudern will.
Bei aller Neugier - ich trau mich nicht.


Grüße!
quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

finde ich gut, mit mir hier zu diskutieren. Bei der Babypflege braucht man das nicht gerade testen. Wie ich schon schrieb: Es soll... Aber bei kleinen Unannehmlichkeiten kann man schon mal auf die alten Dinge zurückgreifen, ohne gleich das Geld zur Apotheke zu bringen. Früchte, Blüten und Laub sind ja jetzt nicht gerade zur Hand. Deshalb sollte man sich einen kleinen Vorrat für den Winter anlegen. Besser: man hat einige Exemplare vom "späten" Holunder.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Der Holundersaft soll, ich betone soll, auch gegen Warzen helfen. Dazu soll man morgens und abends sich die Hände mit dem Abwaschwasser waschen oder die Stellen, an denen sich die Warzen befinden, und ohne Tuch, nur an der Luft wieder trocknen lassen. Dann bestreicht man die Warzen mit dem Saft.
Da diese Anweisung schon älter ist, empfehle ich, kein chemisches Spülmittel bei der Abwäsche zu verwenden.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Man kann auch schmackhafte und leckere Speisen aus Holunder zubereiten und empfängt dadurch auch die Wirkungen des Holunders zur Gesundheit.

Hier ein mecklenburgisches Rezept für die Bereitung einer Holundersuppe:

500 g abgestreifte, schnell gewaschene Beeren setzt man mit 1 Liter Wasser zum Kochen auf, gibt Zimt und Zitronenschale zu und kocht auch eine Gewürznelke ohne Blüte mit.
Dann streicht man alles durch ein feines Sieb, dickt die Suppe mit etwas Kartoffelstärke an, schmeckt sie mit Zucker, etwas Salz und reichlich frischer Butter ab.
Dazu gibt man kurz vor dem Essen kleine Mürbeplätzchen, in Butter geröstete Semmelwürfel oder süße Eischneeklößchen.

Zu weiteren leckeren Rezepten wird hiermit eingeladen!

Viele Grüße

quellfelder
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