Gelbe Blattadern bei Moorbirke
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Remstalbewohner
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Gelbe Blattadern bei Moorbirke
Hallo allerseits,
Ich habe dieses Frühjahr einen Wildwuchs zwischen meinen Balkonplatten auf druck des Vermieters in einen Topf verpflanzt. Ca. 7 Jahre alt, die Wurzeln habe ich natürlich zurückschneiden müssen, weshalb ich das Bäumchen auch was verkleinert habe.
Etwas Neutrieb, hat er gemacht, überwiegend leider Wurzelbrut.
Bis vor kurzem sah es so aus, wie wenn es dem Bäumchen ganz gut geht. Seit ein paar Tagen werden die Blätter jedoch gelb, und zwar zuerst die Blattadern, wobei die untern Blätter zuerst betroffen sind. Die Blätter werden dann auch braun und fallen ab.
Ich habe zwar etwas flüssig Dünger gegossen (N,P,K) kann das aber keinem Nährstoffmangel richtig zuordnen.
Spielt der Baum bereits Herbst, weil er nicht genug Wasser hat? Den Balkon hat von 9:00...15:00 volle Sonne. Vor ca. 10 Jahren habe ich mit ebenfalls angesiedelten Sandbirken eine ähnliche Operation gemacht, waren zwar kleiner, kommen bislang in einem relativ kleineren Gefäß aber zurecht.
Krankheiten, Schadstoffe? Ich konnte bislang noch nichts passendes zu diesem Schadbild im Internet finden.
Auf dem Foto die Blätter, die ich gestern unter ihm aufgelesen habe. Heute wieder ähnliches Bild, ich habe ihn jetzt mal hereingeholt, allzuoft kann er solch ein Blätterverlust nicht mehr machen, ist ja nur gut 1m hoch.
Habt ihr eine Idee, woran das liegen könnte? Kann man/muss man etwas machen, ist der Baum gefährdet?
Ich habe dieses Frühjahr einen Wildwuchs zwischen meinen Balkonplatten auf druck des Vermieters in einen Topf verpflanzt. Ca. 7 Jahre alt, die Wurzeln habe ich natürlich zurückschneiden müssen, weshalb ich das Bäumchen auch was verkleinert habe.
Etwas Neutrieb, hat er gemacht, überwiegend leider Wurzelbrut.
Bis vor kurzem sah es so aus, wie wenn es dem Bäumchen ganz gut geht. Seit ein paar Tagen werden die Blätter jedoch gelb, und zwar zuerst die Blattadern, wobei die untern Blätter zuerst betroffen sind. Die Blätter werden dann auch braun und fallen ab.
Ich habe zwar etwas flüssig Dünger gegossen (N,P,K) kann das aber keinem Nährstoffmangel richtig zuordnen.
Spielt der Baum bereits Herbst, weil er nicht genug Wasser hat? Den Balkon hat von 9:00...15:00 volle Sonne. Vor ca. 10 Jahren habe ich mit ebenfalls angesiedelten Sandbirken eine ähnliche Operation gemacht, waren zwar kleiner, kommen bislang in einem relativ kleineren Gefäß aber zurecht.
Krankheiten, Schadstoffe? Ich konnte bislang noch nichts passendes zu diesem Schadbild im Internet finden.
Auf dem Foto die Blätter, die ich gestern unter ihm aufgelesen habe. Heute wieder ähnliches Bild, ich habe ihn jetzt mal hereingeholt, allzuoft kann er solch ein Blätterverlust nicht mehr machen, ist ja nur gut 1m hoch.
Habt ihr eine Idee, woran das liegen könnte? Kann man/muss man etwas machen, ist der Baum gefährdet?
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- Laubfall_Moorbirke.jpeg (137.09 KiB) 3286 mal betrachtet
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Cryptomeria
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Remstalbewohner
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Dann wäre das eine verständliche Stress-Reaktion. Jetzt habe ich herausgefunden, die Distel, die sich im Topf angesiedelt hat, die sich mit den Blüten jetzt als rauhe Gänsedistel zu erkennen gibt (sonchus asper) steht als Zeigerwert für die Feuchtezahl 6, also zwischen frisch und feucht. Wobei sie diese Tage auch erste Schwächezeichen zeigt.
Bislang habe ich sie gegossen, wie die anderen Pflanzen auch, eher etwas mehr, so daß öfter mal, bis das Wasser wieder herausgeflossen ist, was allerdings recht schnell geht, irgendiwie.
Wobei der 28-er Topf, fast dasselbe Volumen hat, wie die anderen Birken (2+2) im Balkonkasten zusammen. Dieser ist jedoch vieleicht was weniger Sonnenexponiert, da flacher. Als Verdunstungsschutz haben beide eine Moosauflage.
Bislang habe ich sie gegossen, wie die anderen Pflanzen auch, eher etwas mehr, so daß öfter mal, bis das Wasser wieder herausgeflossen ist, was allerdings recht schnell geht, irgendiwie.
Wobei der 28-er Topf, fast dasselbe Volumen hat, wie die anderen Birken (2+2) im Balkonkasten zusammen. Dieser ist jedoch vieleicht was weniger Sonnenexponiert, da flacher. Als Verdunstungsschutz haben beide eine Moosauflage.
Hy!
Was Du machen musst, ist den Topf mal mit Tauchbewässerung zu befeuchten. Sprich das ganze ab in einen genügend großen Kübel mit Wasser und drin lassen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Dass nämlich beim herkömmlichen Gießen das Wasser so schnell wieder unten herausläuft ist ein Zeichen dafür, dass der Ballen an sich knochentrocken ist und kein Wasser mehr annimmt. Das ist bei den üblichen, ziemlich torfhaltigen Blumenerden ein verbreitetes Problem. Torf ist prima als Bodenverbesserung, wenn der Boden immer feucht ist. Als Topfballen oder Pflanzerde in Kübeln hingegen wird das Zeug blitzschnell staubtrocken, und muss dann wie gesagt so lange getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, erst dann sind die wieder feucht und haben genug Wasser aufgenommen, um die Pflanze gut versorgen zu können.
Das ist auch das Problem, was mich davor zurückschrecken lässt, mir ein Containerquartier in meinem Baumschülchen anzulegen. Ohne Schattierung und Windschutz oder Bewässerungsanlage kommst Du da mit dem Wässern nämlich nicht mehr hinterher.
Gruß,
Andreas
Was Du machen musst, ist den Topf mal mit Tauchbewässerung zu befeuchten. Sprich das ganze ab in einen genügend großen Kübel mit Wasser und drin lassen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Dass nämlich beim herkömmlichen Gießen das Wasser so schnell wieder unten herausläuft ist ein Zeichen dafür, dass der Ballen an sich knochentrocken ist und kein Wasser mehr annimmt. Das ist bei den üblichen, ziemlich torfhaltigen Blumenerden ein verbreitetes Problem. Torf ist prima als Bodenverbesserung, wenn der Boden immer feucht ist. Als Topfballen oder Pflanzerde in Kübeln hingegen wird das Zeug blitzschnell staubtrocken, und muss dann wie gesagt so lange getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, erst dann sind die wieder feucht und haben genug Wasser aufgenommen, um die Pflanze gut versorgen zu können.
Das ist auch das Problem, was mich davor zurückschrecken lässt, mir ein Containerquartier in meinem Baumschülchen anzulegen. Ohne Schattierung und Windschutz oder Bewässerungsanlage kommst Du da mit dem Wässern nämlich nicht mehr hinterher.
Gruß,
Andreas
In diesem Zusammenhang möchte ich vor allem Andreas NICHT das Bild einer neuen Sorte von Betula pendula (bisher nur in wenigen Stückzahlen vermehrt und noch nicht benannt) aus Finnland vorenthalten.
@Andreas: da gabs doch einmal eine Rubrik....
@Andreas: da gabs doch einmal eine Rubrik....
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- Copy of Betula pendula cv new FIN Punkarhaju METLA 130724.JPG (28.82 KiB) 3252 mal betrachtet
Schöne Grüße,
Buck
Buck
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Remstalbewohner
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*Danke*Kiefer hat geschrieben:Hy!
Was Du machen musst, ist den Topf mal mit Tauchbewässerung zu befeuchten. Sprich das ganze ab in einen genügend großen Kübel mit Wasser und drin lassen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Gruß,
Andreas
Muß man den Kübel vollständig untertauchen? Die Baby-Badewanne hat sich für den Topf doch als zu flach erwiesen. Luftblasen sehe ich keine, hoffe aber, daß das Wasser doch hochgezogen wird. Das wird dann hoffentlich wenigstens für heute Nacht eine Verbeserung bringen... wobei... der Kieferzapfen, den ich als Feuchteindikator auf der Obefläche vorhin in`s Moos eingesenkt habe, fängt an sich zu schliessen ...
Guter Tip, auf alle Fälle *danke*
Hallo!
Sehr gerne =)!
Der Topf/ Ballen muss nicht zwingend untergetaucht sein, dass würde man in dem trockenen Zustand wahrscheinlich nur mit ein paar Backsteinen schaffen
.
Es ist auch ok, den Topf einfach in den Wasserkübel zu setzen. Er wird natürlich erstmal oben schwimmen wie ein Korken, die Hauptsache ist aber, dass das/ die Abzugsloch/löcher zumindest teils im Wasser sind, damit welches hindurch kommt. Der Topfballen wird dann über die Zeit (die ganze Nacht kann es wohl dauern oder länger) sein Wasser aufnehmen und dabei mit dem Schwererwerden runtersinken.
Steht er dann auf dem Grund des Wasserkübels und sieht auch an der Erdoberfläche feucht aus, sollte das Wasser durch und durchgezogen sein
.
Und das dann einfach jedes Mal so, düngen kann man so auch ganz unkompliziert, wenn man die aufgesogene Flüssigkeit ausrechnet, und dem Kübelbirken- Vergnügen sollte nicht mehr viel im Wege stehen =)!
Sehr gerne =)!
Der Topf/ Ballen muss nicht zwingend untergetaucht sein, dass würde man in dem trockenen Zustand wahrscheinlich nur mit ein paar Backsteinen schaffen
Es ist auch ok, den Topf einfach in den Wasserkübel zu setzen. Er wird natürlich erstmal oben schwimmen wie ein Korken, die Hauptsache ist aber, dass das/ die Abzugsloch/löcher zumindest teils im Wasser sind, damit welches hindurch kommt. Der Topfballen wird dann über die Zeit (die ganze Nacht kann es wohl dauern oder länger) sein Wasser aufnehmen und dabei mit dem Schwererwerden runtersinken.
Steht er dann auf dem Grund des Wasserkübels und sieht auch an der Erdoberfläche feucht aus, sollte das Wasser durch und durchgezogen sein
Und das dann einfach jedes Mal so, düngen kann man so auch ganz unkompliziert, wenn man die aufgesogene Flüssigkeit ausrechnet, und dem Kübelbirken- Vergnügen sollte nicht mehr viel im Wege stehen =)!
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Remstalbewohner
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Danke für den Tip, das war wirklich der richtige Punkt.
Die angegilbten Blätter sind zwar alle noch verloren gegangen, aber der Baum treibt inzwischen wieder ordentlich aus
. Auch für die verloren gegangenen Äste scheint er wieder ersetzen zu wollen. Wenngleich er jetzt auch die Tendenz zeigt , buschig zu werden. Aber so scheinen sie nun mal zu sein, diese Spezies.
Die angegilbten Blätter sind zwar alle noch verloren gegangen, aber der Baum treibt inzwischen wieder ordentlich aus