Abies grandis im BoGaKA

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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pgs
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Abies grandis im BoGaKA

Beitrag von pgs »

In der Championtrees-Liste der DDG ist ein Abies gandis im Botanischen Garten Karlsruhe verzeichnet für den Detlef Ehlert 1995 den BHU zu 2,86 m bestimmt hat. Ich fand die Telefon-Nummer von Herrn Ehlert (hier auf unserer Website!) und rief ihn an. Er schlug mir vor den Baum doch bei Gelegenheit nun noch mal zu messen, neun Jahre später sollte er wohl schon über 3 m Umfang erreicht haben.

Gestern war ich dort und fand einen Baum (ohne Schild) der etwa da steht, wo die Riesen-Tanne (Abies grandis) nach dem Buch zum BoGaKA sein sollte.

Die Messung lieferte allerdings nur einen Umfang von 173 cm. Daraus und aus der Tatsache dass der Standort zwar in der Nähe des im Buch angegeben aber eben nicht genau dort war konnte ich nur schließen, dass der Baum nicht mehr existiert und der neue (der immerhin schon fast 30 m hoch ist) nicht unbedingt auch ein Abies grandis sein muss.

Ein paar Fotos sollten helfen die Art zu bestimmen...

Ich habe selbst eine Idee (A. alba) was es wohl sein könnte, bin mir aber keineswegs sicher.
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Winterknospe N n
Winterknospe N n
N n-Winterknospe.jpg (61.19 KiB) 5491 mal betrachtet
Nadeln N n
Nadeln N n
N n-Nadeln.jpg (49.22 KiB) 5491 mal betrachtet
Habitus N n
Habitus N n
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Zweig von unten
Zweig von unten
N n-Zweig von unten.jpg (54.78 KiB) 5489 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

das müßte eigentlich Abies grandis sein. Warum zweifelst Du?

Viele Grüße

quellfelder

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Sehe ich auch so. Typischer Habitus, Nadeln, Pollenzapfen...

pgs
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Beitrag von pgs »

Danke für Eure Antworten.

Warum ich zweifle?: Ich fand im Fitschen: Für A. grandis: Nadeln 1,7-2,5 mm breit, auf der Oberseite der Zw. meist 2 cm, auf der Unterseite 2,5-5,5 cm lang, alle sehr deutl. gescheitelt, die Zw. daher einem Kamm mit ungleichen Zähnen ähnl., zerrieben stark riechend; Kn. harzig...

Einen solchen Unterschied der Nadel-Längen von meist 2 cm auf der Oberseite, zu (im Mittel) 4 cm auf der Unterseite der Zweige fand ich hier aber keineswegs. Die Nadeln waren überall höchstens 2,5 cm lang, die Knospen sind harzlos. Beides passt besser zu A. alba als zu A. grandis.
beste Grüße von Holger/PGS

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

hier ein Ratschlag von dem deutschen Dichterfürsten:

"Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben,
das wird die rechte Form dem Geiste geben."

Viele Grüße

quellfelder

pgs
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Beitrag von pgs »

Nun ja, wenn du meine (nur durch Bücher-Texte begründeten) Zweifel durch deine Lebenserfahrung ausräumen kannst, dann lässt sich das ja sicher auch in Worten formulieren, oder?

Was spricht deiner Erfahrung nach eher für A. grandis (oder eher gegen A. alba) lieber Baumkunde-Freund quellfelder?

Ich bin gerne bereit Neues zu lernen, was nicht im Fitschen zu lesen ist.

Da es mir bisher noch an praktischer Erfahrung mangelt, kann ich leider fast nur auf schriftlich gesammelte Erfahrungen anderer -wie Fitschen und seinen vielen jüngeren Kollegen der Neubearbeitungen seines Buches- zurückgreifen.
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Und der selbe Zweig von oben. Sieht das wirklich nach A. grandis aus?
Und der selbe Zweig von oben. Sieht das wirklich nach A. grandis aus?
N n-Zweig von oben.jpg (45.82 KiB) 5431 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy!

Schon die Knospen sind zu groß und zu hell für A. grandis. Wir haben eine definitive vor dem Haus zu stehen: Zwar noch jung und erst ca. 8 m hoch, aber ein solches Nadelbild und solche Knospen hat sie nicht.

Zu der Zeit müssten doch eigentlich noch Zapfenschuppen unter dem Baum zu finden sein, könnte man sich die mal anschauen?

Ich stimme jedenfalls zu, dass das keine A. grandis ist, sondern eher was in Richtung A. alba.

Gruß,
Andreas

pgs
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Beitrag von pgs »

Danke Andreas! Nach Zapfen habe ich bisher vergeblich dort Ausschau gehalten, aber wenn ich wieder vorbeikomme werde ich mal nach den Zapfenschuppen suchen.
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Auf diesem Bild sieht man etwas was zwei dreieckige Samen sein könnten?<br />(Bildmitte in den Zweigen hängend)
Auf diesem Bild sieht man etwas was zwei dreieckige Samen sein könnten?
(Bildmitte in den Zweigen hängend)
N n-Zweige am Baum.jpg (95.46 KiB) 5417 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo pgs,

sollte heißen, die Natur weicht manchmal von der Bücherweisheit gerne ab. Mehr nicht. Solltest Du das anders verstanden haben, so bitte ich dies zu entschuldigen.
Mit der Bestimmung werde ich mich wohl etwas zurückhalten müssen, um nicht schon wieder gemaßregelt zu werden. Das hätte ich mir auch denken können, daß es so kommt.

Viele Grüße

quellfelder

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo quellfelder,

Du bist doch gar nicht gemaßregelt worden, niemand hat Dich angesprochen oder beschuldigt. Es sind nur Fragen und Beobachtungen kommuniziert worden.

@pgs: leider ist es wirklich sehr schwer, manche Eindrücke in Worte zu fassen.

Ich bin mal gespannt. Vielleicht kann noch ein Tannenspezi was dazu sagen?

pgs
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Beitrag von pgs »

Nein, das war bestimmt nicht als Maßregelung gedacht, lieber quellfelder ;-)

Ich wollte dich damit lediglich bitten mir zu sagen was deiner Meinung nach für die Riesen- (oder Küsten-) Tanne und gegen die Weiß-Tanne spräche.

Der Baum ist ja ganz offenbar nicht identisch mit der im Buch vom BoGaKA verzeichneten Riesentanne (deren Umfang war 1995 von Herrn Ehlert zu 286 cm bestimmt worden!).

Der Umfang des jetzigen Baumes (der nicht an der im Buch angegeben Stelle aber in der Nähe steht) beträgt nur 173 cm.

Warum sollte das dann unbedingt auch eine Riesentanne sein?

Ich habe dem Gartenleiter, Thomas Huber, eine Email geschickt und hoffe dass er mir bald antworten wird.
beste Grüße von Holger/PGS

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Bäume , die auf Diät gehen, gibts nur selten (Baobab).
Die Rinde könnte auf A. alba passen. Ich habe mich in der Vergangenheit kaum mit Tannen beschäftigt, aber die alba kenne ich meist mit tendenziell reihig ausgerichteten Nadeln. Wie siehts mit A. nordmanniana aus?

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo pgs,

ich fühle mich nicht von Dir gemaßregelt.
Ich äußerte nur die Befürchtung, daß es schon wieder geschehen könnte. Dich und Kiefernspezi habe ich nicht gemeint und damit wollen wir es auf sich beruhen lassen.

Viele Grüße

quellfelder

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich habe leider kein lebendes Material im Umkreis ( nach dem ich mich immer gerne richte ) und auch kein Herbarmaterial. Hat vielleicht Jan.
Nach Roloff/Bärtels passen Knospen + Nadelstellung viel besser ( ich würde sagen eindeutig ) zu Abies alba. Abies grandis sieht dort völlig anders aus.
Bitte auch vergleichen!

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

pgs
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Beitrag von pgs »

An nordmanniana hatte ich auch schon gedacht, aber die männlichen Blüten sind da fast kugelförmig...

Habe inzwischen einen Samen mit Flügel gefunden (siehe Foto 1).

Den Zweig habe ich unten entnadelt. Die kreisrunden flachen Nadelnarben liegen auf 3/5 Fibonacci Spiralen (Foto2).
Eine Zeichnung der spiraligen Anordnung der Blattnarben wird im Fitschen für A. alba als Beispiel auch gezeigt!

Ich bin mir deshalb jetzt fast sicher, dass es A. alba ist.
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Spiralig angeordnete Nadelnarben des teilentnadelten Zweiges. Passt sehr gut zu Bild 306/1 in Fitschen
Spiralig angeordnete Nadelnarben des teilentnadelten Zweiges. Passt sehr gut zu Bild 306/1 in Fitschen
N n-Nadelnarben.jpg (49.36 KiB) 5377 mal betrachtet
Der geflügelte Samen passt gut zu A. alba (sieht allerdings bei A. nordmanniana sehr ähnlich aus)
Der geflügelte Samen passt gut zu A. alba (sieht allerdings bei A. nordmanniana sehr ähnlich aus)
N n-Samen.jpg (62.26 KiB) 5377 mal betrachtet
Zuletzt geändert von pgs am 13 Jan 2014, 19:33, insgesamt 3-mal geändert.
beste Grüße von Holger/PGS

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