Eriobotrya japonica macht Probleme

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LCV
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Eriobotrya japonica macht Probleme

Beitrag von LCV »

Hallo,

meine Eriobotrya ist ein Keimling vom März 2011. Der Standort in meinem Büro, etwa 2 m entfernt von einem großen Fenster (Südseite), bekam ihr offenbar gut. Dann wurde der Platz anderweitig gebraucht und die Pflanze kam direkt an das Fenster. Das mochte sie offenbar nicht, obwohl in Beschreibungen steht, dass sie volle Sonne braucht. Die Blattspitzen verfärbten sich schwarzbraun und die dunkle Fläche wurde immer größer. Also stellte ich die Wollmispel auf den Balkon, aber nicht in die volle Sonne. Da beschleunigte sich die Verfärbung. Also kam der Topf nun auf ein Fensterbrett an der Nordseite. Alle Blätter, die bereits eine dunkle Blattspitze haben, gehen nach und nach kaputt. Aber oben treiben ziemlich schnell neue Blätter, die offenbar kein Problem haben. Gegossen wird mäßig, Staunässe wird vermieden. Das Nordfenster scheint also die Lösung zu sein. Allerdings habe ich noch keine Ahnung, wie ich die Pflanze überwintern könnte. Hat jemand Erfahrung damit?

Ich habe ein derart verfärbtes Blatt ans Fenster geklebt, damit man die Verfärbungen gut erkennt.

Gruß Frank
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bee
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Beitrag von bee »

Hallo Frank,

ich habe selbst keine Erfahrung mit der Pflanze, aber z.B. Flora toskana sagt:
"Kübelpflanzen können schon früh im Jahr ins Freie und müssen oft erst im November eingeräumt werden. Da Wollmispeln eine sehr breite Temperatur-Amplitude haben, ist selbst eine Überwinterung in hellen, großen Wohnräumen möglich. Wichtig: Erde stets feucht halten. "

Zum Südfenster o. sonnigen Fenster (im - gerade nicht - sonnigen Südwestdeutschland) kann ich etwas betragen.

Wenn irgendwo steht "verträgt volle Sonne", dann ist wohl nur die natürliche Sonne, und nicht die Sonne, die durch eine Scheibe scheint, gemeint.
Das kann wie ein Brennglas-Effekt sein (möglicherweise abhängig von der Qualität der Scheibe, allermodernstes 3-Scheiben oder sonstwie isolierendes (gegen Wärme oder Kälte) kann da anders sein).

Bei meinen Fenstern (Südwestrichtung, 80-er Jahre Standard) verträgt es keine Pflanze von April - September (außer Sukkulenten) direkt an der Fensterfläche zu stehen (bleichen aus und Sonnenbrand). Hast du mal gefühlt, wie heiß die Blätter werden?
Ich habe meine Pflanzen auch ca. 2 m vom Fenster entfernt im Raum stehen, bzw. an einem anderen Fenster, wo die vorgelagerte Balkonüberdachung Schutz bietet.

Ich bin der Auffassung, es könnte bei der Pflanze "Sonnenbrand" sein.
Viele Grüße von bee

Gata
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Beitrag von Gata »

bee hat geschrieben: Wichtig: Erde stets feucht halten. "
Da bin ich skeptisch. Hier in Spanien wachsen sie ohne Bewässerung, d.h. sie stehen grosse Teile des Jahres sehr trocken.
Meine werden auch nie gewässert.
Also ich würde sie nicht zu oft giessen.
Die abfallenden Blätter sind ärgerlich - irgendwann hast du einen langen kahlen Stamm mit ein paar Blättern an der Spitze.
Unten wachsen sie nicht nach.

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LCV
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Beitrag von LCV »

@ Bee: Danke für die Einschätzung

@ Gata: Es sieht jetzt schon etwas merkwürdig aus. Meine Pflanze steht nicht im Garten, sondern im Topf auf dem Fensterbrett, z.Zt. Nordseite draußen. Garnicht gießen kann vielleicht im Garten funktionieren. Auf jeden Fall soll man Staunässe vermeiden.

Wie ist das mit Verzweigungen? Muss man dafür womöglich die Spitze kappen wie beim Gummibaum?

Gruß Frank

Gata
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Beitrag von Gata »

Nein, die verzweigen sich irgendwann allein, keine Spitze kappen.

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