Seltsame Frucht

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Antworten
Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Seltsame Frucht

Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

diese seltsame Frucht hing an langen Schnüren vom Baum herunter in Florida.
Was ist denn das?

Viele Grüße

Kiefernspezi
Dateianhänge
Frucht
Frucht
DSC08354.JPG (54.25 KiB) 3345 mal betrachtet

Spinnich
Beiträge: 2865
Registriert: 27 Jul 2010, 01:14
Wohnort: nördl. Unterfranken

Seltsame Frucht

Beitrag von Spinnich »

Hallo Kiefernspezi,

meinst Du mit der Abbildung und den vertiefenden Zusatzinformationen kann man da mehr draus machen als:

Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae; früher: Papilionaceae) :wink:

Bin gespannt :lol:

Hast Du kein Bild von dem Baum/Strauch mit den Früchten und den beschriebenen Schnüren (sind ja hier nicht zu sehen)?
Eventuell Blätter-, Blüten -Bilder, Infos über Größe, Verbreitung, Okologie...
Irgendwelche Infos, ob in Florida indigen oder Zierpflanze bzw. eingeschleppt?

Das sieht ja auf den ersten Blick fast wie 'ne Erdnuss aus. :P
Nebenbei, falls es etwa in diese Richtung geht:
In Deutschland unterliegt die Meskalbohne nicht dem BtMG!
Hast Du die Frucht verkostet ?

Gruß Spinnich :roll:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

menkontre
Beiträge: 607
Registriert: 25 Aug 2008, 17:46
Wohnort: Schwarzwald und Haiti

Seltsame Frucht

Beitrag von menkontre »

Hallo André, Erdnüsse wachsen meist unter der Erde, ist also auszuschließen. Wie groß war denn das Objekt? Zu der Beschreibung " in langen Schnüren von den Bäumen hängend" passt z.B. Kigelia africana, dann müßten die Dinger aber ziemlich groß sein. Gruß, Anke
Zuletzt geändert von menkontre am 05 Mär 2014, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

die Früchte waren zwischen 5-8 cm lang. Anbei noch zwei Fotos. Ich hoffe, die helfen weiter.

Viele Grüße
Dateianhänge
lichte Belaubung
lichte Belaubung
DSC08078.JPG (97.86 KiB) 3276 mal betrachtet
Früchte an den Schnüren
Früchte an den Schnüren
DSC08078-1.jpg (92.91 KiB) 3275 mal betrachtet

menkontre
Beiträge: 607
Registriert: 25 Aug 2008, 17:46
Wohnort: Schwarzwald und Haiti

Beitrag von menkontre »

Hallo André, ich bleibe ganz subjektiv beim Leberwurstbaum, Kigelia africana (syn. pinnata). Monotypische Gattung, man muss sich also nicht über enge Verwandte den Kopf zerbrechen. Beim Reinzoomen in deine Bilder kann man unpaarig gefiederte Blätter erkennen, die dazu passen. Der Habitus stimmt auch. Auf deinen Bildern sieht man den typischen Kragen am Übergang von Schnur zu Frucht. Nur die Leberwürste sind leider noch Babys. In dem Stadium hätte man eigentlich gleichzeitig noch Blütenreste finden müssen. Lag da nichts Dunkelrotes am Boden? Sicher kann ich es allerdings nicht sagen, dazu fehlen deinen Bildern noch ein paar Details und mir die Erfahrung.
Gruß, Anke

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Nein.
Aber ich habe die Frucht zu Hause.
Kann ich sie nun aufschneiden und den Inhalt aufs Butterbrot schmieren?

Viele Grüße

Kiefernspezi
Dateianhänge
Hier zum Überprüfen noch mal die Blätter
Hier zum Überprüfen noch mal die Blätter
DSC08078.JPG (73.84 KiB) 3250 mal betrachtet

Spinnich
Beiträge: 2865
Registriert: 27 Jul 2010, 01:14
Wohnort: nördl. Unterfranken

Beitrag von Spinnich »

Hallo André

Ich würde eher nicht zum Brotbelag raten.
Zitat Wiki: Inhalt der stabilen Fruchtkörper ist für Menschen prinzipiell genießbar, wird jedoch selten genutzt. Er wird als weniger schmackhaft angesehen und seine zahlreichen Nährstoffe sind für die menschlichen Verdauung vergleichsweise schlecht erschließbar. Früchte, Rinde und Wurzeln werden jedoch von Einheimischen zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. Sie werden zur Heilung von Bandwürmern, Geschwüren, der Ruhr, Rheuma und Syphilis eingesetzt.
Ich hofffe Du kommst für die genannten Anwendungen nicht in Betracht! :shock:

Weiterer wichtiger Hinweis bei Wiki, der aber zumindest im 2-ten Aspekt eher nicht zum Tragen kommen sollte: :roll:
Afrikanische Weisheit: Eine Redensart besagt, dass der schlechteste Platz zum Übernachten unter einem Leberwurstbaum ist. Wenn man nicht von den bis zu sieben Kilogramm schweren Früchten erschlagen wird, dann wird man von den Elefanten, die zum Fressen der Früchte kommen, vertrieben.
Na ja, in deinem speziellen Fall sind es auch noch keine 7 Kilo, es gibt dann höchstens ein paar Kopfnüsse gratis dazu. :twisted:

LG Spinnich :wink:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

wolfachim_roland
Beiträge: 5605
Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
Wohnort: Solingen
Kontaktdaten:

Beitrag von wolfachim_roland »

Also auf Kigelia in Florida muss man erstmal kommen!
Wolf Roland

menkontre
Beiträge: 607
Registriert: 25 Aug 2008, 17:46
Wohnort: Schwarzwald und Haiti

Beitrag von menkontre »

Kigelia in Florida fand ich deswegen nicht so abwegig, weil meine einzige persönliche Begegnung mit Kigelia in Cuba stattfand. Das Internet erzählt (Quelle: Tropical Designs), daß Kigelia wegen der attraktiven Blüten ziemlich häufig in Florida angepflanzt wurde, daß dies aber nicht auffällt, weil sie nur selten fruchten. Offensichtlich fehlt eine afrikanische Fledermausart zum Bestäuben. Allerdings lässt sich gelegentlich ein Specht dazu herab, diese Aufgabe zu übernehmen. Gruß, Anke

Antworten