Seite 1 von 1
fragen zur rotblühenden roßkastanie
Verfasst: 12 Okt 2006, 13:14
von kretschi
ja halle ich hab ein paar sachen zur roßkastanie nicht gefunden zum beispiel
wie alt sie werden kann
oder
die art wie sie ihre samen verbreitet
wie hoch wird sie?
auf welchen böden wächst sie?
verwendung des holzes:möbel etc.
besonderheiten(außer gift)
Ich bedanke mich schonmal für eure hilfe
Verfasst: 12 Okt 2006, 14:23
von Cryptomeria
Ich kann dir dazu folgendes sagen:
10 bis 15 m hoch und 8 bis 12 m breit.Zuwachs/Jahr ca 20x20 cm.
keine besonderen Ansprüche an den Boden: bevorzugt nährstoffreiche, nicht zu trockene, sandig-lehmige Böden, kalkverträglich.
Stadtklimafest, vorübergehende Trockenheit vertragend, rauchhart, also als Allee- und Straßenbaum gut geeignet.
Viele Grüße
Wolfgang
Verfasst: 12 Okt 2006, 22:57
von stefan
Eine Besonderheit der rotblühenden Roßkastanie ist, daß sie steril ist.
Es fallen im Herbst also keine Kastanien auf parkende Autos etc. Deshalb wird sie gerne als Straßenbaum verwandt.
Gruß, Stefan
Verfasst: 13 Okt 2006, 11:59
von Andreas75
Hallo!
Stimmt nur bedingt, mit der Sterilität ^^...
Sie ist in beschränktem Maße fertil, und die Besonderheit ist, da die rote Rosskastanie eine Hybride ist, das sie aus Samen echt fällt, sprich, wieder rote rauskommen...
Doch auch hier fand ich einen andersgehenden Beweis...
Am Tegeler See in Berlin stehen an einem kleinen Uferabschnitt einige rote Roßkastanien, und das wohl sehr günstige Mikroklima an eben dieser Stelle (luftfeuchtes Waldklima mit Efeubewuchs am Boden) begünstigt das Auflaufen der Samen, und es stehen sowohl mehrere Rot- Sämlinge unter den Bäumen, als auch Sämlinge von Aesculus pavia, der zweiten Elternart der roten, jedoch keine herkömmlichen Roßkastaniensämlinge...
Von anderen Pavien können die Sämlinge nicht stammen, da zwar etwa 800 Meter entfernt welche stehen, die auch blühen, aber keine Samen ansetzen...
So spaltet die Rote Roßkastanie also sowohl in rote, also wieder Hybridsämlinge, als auch in Paviensämlinge auf, die aber ein ganz bestimmtes Mikroklima zur Keimung benötigen, und daher sehr selten erscheinen...
Diese Baumgruppe mit den beiden Sämlingen drunter ist denn auch der einzige mir bislang bekannte Fall dieser Art, sonst sah ich bislang max. einzelne Sämlinge der roten Roßkastanie an sich...
Grüße, Andreas
Verfasst: 13 Okt 2006, 12:28
von kretschi
ich danke euch für die hilfe
ich muss nämlich eine blättersammlung machen und habe selber auch noch etwas gefunden:
Rotbl. Roßkastanie ~Kreuzung aus Gemeiner Roßkastanie&Nordamerikanischer Pavie
und ein verbesserungsvorschlag oder so:Ich habe bei ein paar Bäumen nirgendwo gefunden wie alt sie werden vllt könntet ihr das ja mal auf die einzelnen Baum-Steckbriefe machen wie z.B.: Ginkgo...ansonsten ist die seite total genial
Bei Wikipedia steht ein Ginkgo Baum erreicht ab einem alter eine höhe von 40m und hier steht er wird ca. 30m hoch was stimmt denn jetzt?^^
Verfasst: 13 Okt 2006, 18:34
von deutsche aishe
Hallo Kretschi !
Alles über den Gingko Baum findest Du hier :
http://www.xs4all.nl/~kwanten/germthetree.htm
Er kann 30 bis 40 m hoch werden !
Grüsse aus Berlin,
Sabine
Verfasst: 13 Okt 2006, 18:37
von deutsche aishe
Kleiner Buchstabensalat :
Natürlich Ginkgo Baum.
Verfasst: 13 Okt 2006, 21:09
von kretschi
ok vielen Dank

Verfasst: 14 Okt 2006, 22:20
von Andreas75
Wie hoch ein Baum wird hängt auch immer mit vom Standort ab...
So kann ein normalerweise recht immens werdender Baum in nicht angestammtem Klimat oder auf unpassendem Boden weit kleiner als gewöhnlich bleiben, während für gewöhnlich eher mittelgroße oder kleine Bäume auf guten Standorten oder unter anderen Klimaten wahre Riesen werden können...
So stehen unweit von meiner Wohnung in Regenauffangbecken einige Schwarzerlen, die keinen Grundwasseranschluß haben, ansonsten aber immer recht feucht und auf zusagendem Boden stehen...
Allein der mangelnde Anschluß ans Grundwasser jedoch läßt diese Erlen nur ca. 8 Meter hoch sein, mit einem relativ untypischen Habitus, während etwas weiter in einem Park Erlen mit Grundwasseranschluß stehen, welche locker 20 Meter hoch sind und einen einwandfreien Habitus haben...
Grüße, Andreas
Verfasst: 15 Okt 2006, 10:17
von kretschi
joa hat unser biolehrer auch gelabert^^
am nordpol gibts ne tanne oder so die nur 20cm hoch ist wegen dem schlechten bedingungen...
Verfasst: 15 Okt 2006, 17:38
von biloba
Am Nordpol gibet keine Tanne, weil ihr dort die Bodenverhältnisse nicht zusagen.
Dafür gibt es in Lappland Quercus-Arten, die werden nicht gröβer als ein Heidelbeerstrauch. Mehr geht nicht, wegen der Schneelast dort.
Und in Grönland wuchs die kleinste Weiden-Art. Nur echte Kenner erkennen diese Pflanze als ein Gehölz.