5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?) --> Corylus colurna, Quercus rubra, Prunus avium, Tilia sp., Platanus x hispa

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Student695
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 »

nobbi hat geschrieben:
23 Jun 2019, 13:02
Was unsere heimischen Linden angeht, da gibt es zwei Arten, nämlich Sommer-und Winterlinde. Was ich nur weiß, dass die Sommerlinde die größeren Blätter hat. Die Unterscheidungsmerkmale im unbelaubten Zustand kenne ich nicht.
Ich habe gelesen, dass die Sommerlinde auch behaarte Zweige (EDIT: Blattstiele) hat und die Winterlinde auf der Blattrückseite gräulich-bläulich ist:
Die Blätter der Sommerlinde sind etwa 8-12 cm lang, gleichmäßig grün und krautig, beidseitig samtig behaart. Auch Blattstiele weisen eine Behaarung auf. Auf der Blattunterseite befinden sich weißliche Achselbärte, die sich zum Spätsommer bräunlich färben. Die Winterlinde hingegen besitzt kleinere, etwa 4-7 cm lange Blätter, die ledrig sind und eine hellere, blau- bis graugrüne Unterseite aufweisen. Der Blattstiel und das Blatt selbst sind auf der oberen Seite kahl, während die untere Seite mit bräunlichen Achselbärten versehen ist.
– Quelle: Gartenjournal NET
AndreasG. hat geschrieben:
23 Jun 2019, 13:07
Student695 hat geschrieben:
23 Jun 2019, 12:59
Heißt der Baum dann trotzdem Kirschbaum?
Ja.
Oder Prunus avium, aber diesen wissenschaftlichen Quatsch kann man natürlich auch weglassen.
Die erwähnte Sorte ist nicht die einzige gelbe Kirsche. Eine genauere Sortenbestimmung ist per Internet unmöglich.
Falls deine Neugiere geweckt ist und die Uni keine Auskunft geben kann, hilft eventuell ein Blick auf die Seite des [url]. Dort gibt es unter Regionen oder Termine die Möglichkeit, nach regionalen Sortenbestimmungstreffen Ausschau zu halten.

Ich würde aber darauf wetten, dass dieEigentümer des Grundstückes ganz bewusst diese Sorte ausgewählt haben, weil sie eventuell einen regionalen Bezug hat oder man die Sortenvielfalt erhalten wollte. Da findet sich dann garantiert jemand, der den Namen kennt. Ist ja schließlich eine Uni. :mrgreen:
Den lateinischen Namen finde ich eigentlich gar nicht so quatschig: Prunus hat mit Pflaumen zu tun, und avium mit Fliegen/Vögeln.

Was die Pomologen machen klingt interessant und es gibt auch in meiner Nähe Bestimmungstermine zu Kirschen, Äpfeln und Birnen, aber das Wissen ist mir momentan noch zu speziell.

Ich kann ja bei der Uni mal anfragen!

Babs
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs »

Hallo zusammen,
als zertifizierte Waldpädagogin muss ich jetzt einfach auch noch meinen Senf dazu geben :)

Die Aufzählung von nobbi reicht für waldpädagogische Zwecke völlig aus.
Solltet ihr für die waldpädagogische Vermittlung von Baumarten noch weitere Ideen benötigen, empfehle ich euch folgende Seite:
https://hausdeswaldes.forstbw.de/datenbank-waldmeister/

Wenn ihr euch weiterhin mit Waldpädagogik befassen wollt, dann wären Artenkenntnisse (wenigstens) der gängigsten Baumarten/Tierarten usw.
tatsächlich von Vorteil :wink:
LG Babs

AndreasG.
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. »

Student695 hat geschrieben:
23 Jun 2019, 13:39
Den lateinischen Namen finde ich eigentlich gar nicht so quatschig: Prunus hat mit Pflaumen zu tun, und avium mit Fliegen/Vögeln.
Normalerweise benutzen wir immer die wissenschaftlichen Namen.
Prunus ist eine Gattung innerhalb der Rosengewächse, die etliche Nutzpflanzen beinhaltet, u.a. Kirschen, Pflaumen, Pfirsich und Mandeln. Avium kommt in diesem Fall von den Vögeln und weißt darauf hin, wie beliebt Kirschen bei manchen Vogelarten sind. Deshalb sagt man zu Wildkirschen auch "Vogelkirsche". Aus diesen Wildformen wurden durch Zucht und Auslese die heutigen Kulturkirschen gezüchtet.
Gattung bedeutet übrigens, dass diese Baumarten miteinander verwandt sind und deshalb von Botanikern zu einer Gruppe zusammengefasst werden.

Student695
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 »

Babs hat geschrieben:
23 Jun 2019, 14:06
Hallo zusammen,
als zertifizierte Waldpädagogin muss ich jetzt einfach auch noch meinen Senf dazu geben :)

Die Aufzählung von nobbi reicht für waldpädagogische Zwecke völlig aus.
Solltet ihr für die waldpädagogische Vermittlung von Baumarten noch weitere Ideen benötigen, empfehle ich euch folgende Seite:
https://hausdeswaldes.forstbw.de/datenbank-waldmeister/

Wenn ihr euch weiterhin mit Waldpädagogik befassen wollt, dann wären Artenkenntnisse (wenigstens) der gängigsten Baumarten/Tierarten usw.
tatsächlich von Vorteil :wink:
Trifft sich ja gut! :D Danke für den Link. Macht Ihr auch Baumbestimmung und/oder Pflanzenbestimmung? Falls ja: Geht Ihr nur nach den Blättern oder auch nach anderen Kriterien? Denn ich denke, wir werden nur Beschreibungen der Blätter geben, um die hier gezeigten Bäume zu unterscheiden.

Babs
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs »

Baumbestimmung, Pflanzenbestimmung und und vieles, vieles andere (der Wald ist ein komplexes Ökosystem, da kann man von der Mathematik bis zur Ökonomie, von der Biodiversität bis zum kreativen Gestalten, vom Ringelreihen bis zur nightline alles machen....)

Es kommt immer auf den Schwerpunkt der Veranstaltung an, auf die jeweilige Zielgruppe
und nicht zu vergessen auf die Jahreszeit! Im Winter gibt es keine Blätter :wink:

Mit Kindergartenkindern kann ich keine Pflanzen/Baumbestimmung machen - ich kann den Kinder aber sagen, wie die Pflanzen heißen.
Das Zauberwort ist hier "Spiel"!!!
Manchmal sind gar nicht die Arten wichtig, da können Formen wichtig sein, Walderleben im Vordergrund stehen.....

Erwachsene und höherer Klassen können bestimmen, mit Schlüsseln, über Blätter, Knospen, Früchte...
auch hier erreicht man mit spielen mehr als mit erklären.

Die Datenbank Waldmeister gibt viele Ideen/Spiele her - probiert doch mal selbst was aus, bevor ihr es mit einer Gruppe durchspielt.
LG Babs

Cryptomeria
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Cryptomeria »

Die Frage: Geht ihr nur nach Blättern oder auch anderen Kriterien ? hängt immer von der Auswahl ab. Ganz gängige, leicht zu bestimmende Bäume, wenn bei der Zielgruppe eine ganz grobe Bestimmung ausreicht, dann kann man Eiche, Buche, Kastanie, Spitz-Bergahorn, Birke, Linde , Kirsche, Platane usw. als Blatt liefern. Aber bei einer Artbestimmung sollte man noch mind. ein Detail mehr liefern ( Blüte, Frucht, Knospen, Rinde, Achselbärte usw.). Und zwar möglichst das Detail, das charakteristisch für die jeweilige Art ist. Setzt aber voraus, man kennt sich ein bisschen aus. Sonst lieber ein Detail mehr, bevor es irgendwann peinlich wird.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

nobbi
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von nobbi »

Interessant finde ich das Haus des Waldes, wenn wir zur Behandlung unseres schwerbehinderten Sohnes auf dem Weg nach Bayern sind oder auf dem Rückweg, können wir auch über Stuttgart fahren, ist kilometermäßig fast gleich. Der Walderlebnisweg ist Rolligeeignet, vielleicht sehen wir uns das mal an.
Gruß Norbert

Babs
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs »

Hallo nobbi,
Das Haus des Waldes ist sehr schön angelegt, mit Ausstellung im Haus und dem Walderlebnispfad drum herum.
Auf jeden Fall einen Besuch wert.
LG Babs

nobbi
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von nobbi »

Danke für den Hinweis, Babs. Alles was mit dem Wald zu tun hat, große Wälder, kleine Wälder, waldähnliche Parks, finde ich interessant. Ebenso Fernsehsendungen und sonstige Informationen zum Thema Wald.
Gruß Norbert

Student695
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 »

nobbi hat geschrieben:
23 Jun 2019, 12:46
Unser heimischer Hasel wächst nur als Strauch. Die Haselbäume wurden aus Südosteuropa und Vorderasien bei uns eingebürgert. Man sieht sie immer häufiger als Straßenbaum.
Baumhaseln gibt es doch schon seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland? Haselbüsche gab es dagegen schon lange nicht nur bei uns, sondern auch in anderen europäischen Ländern (Kelten, Griechen,…).
nobbi hat geschrieben:
23 Jun 2019, 12:46
Genauso wurde auch die Roteiche aus Nordamerika bei uns eingebürgert.
Daher der Name "Amerikanische Eiche" also…
------------------------
Ich habe übrigens mal den Landschaftsarchitekten der Uni angeschrieben, aber seine Antwort ist nicht so informativ und ich vermute, er hat auch nur kurz gegooglet und daher direkt Dönissens Knorpelkirschen geschrieben:
»ja, es ist eine Kirsche, vermutlich Prunus avium 'Dönnisens Gelbe Knorpelkirsche'.
Warum sich die Universität damals für diese Kulturkirsche entschieden hat , kann
ich Ihnen leider nicht beantworten. Die Früchte sind natürlich eßbar.«

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Schräg: »avium« (von prunus avium) übersetzt frag-caesar mit »einsame Orte ; unwegsamen Region ; wilde Berge ; Wildnis ; Wüste«
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Ich habe jetzt die Beschreibung für die Kommilitonen so aufgeschrieben, anhand derer sie die Bäume finden sollen. Ist daran etwas fachlich falsch?

1. Baumhasel
Die Blätter der Baumhasel sind dunkelgrün-glänzend, etwa so lang wie ein Zeigefinger und sind ei-/herzförmig, vorne leicht spitz. Die Ränder sind gewellt/gesägt. Der Stamm ist eher dünn und gräulich.
Wissenswert: Die Baumhasel wird in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert angebaut und ihre Früchte sind ebenso essbar wie diejenigen der Haselsträucher („Gemeine Hasel“), jedoch etwas härter und nicht ganz so genüsslich.
2. Roteiche/Amerikanische Eiche
Die Blätter der Roteiche sind etwa zwei Zeigefinger lang, und paarweise dreimal gezackt mit einer Spitze. Der Stamm ist dick und unten einmal verzweigt.
Wissenswert: Das harte Holz der Rinde wird bspw. für Möbel und Schiffe weiterverwendet.
3. Kirsche
Die Blätter der Kirsche sind eiförmig und weich. Bis zu vier Blattstiele sind zusammengewachsen. Der Stamm ist tief unten dreifach verzweigt und trägt eine kugelige Krone.
Wissenswert: Der wissenschaftliche Name für den Baum ist „Prunus avium“ (prunus = Pflaume ; avium = Vogel), was auf die Vorliebe der Vögel für diese Früchte hinweist. Das Fruchtfleisch verlockt die Vögel also zum Verzehr, womit sie nebenbei noch die im Kern enthaltenen Baum-Samen verbreiten. Der Kern enthält aber zusätzlich das Molekül Amygdalin, das mittels Enzyme Blausäre abspalten kann, genauer gesagt: bei der Verdauung. Somit wird sichergestellt, dass die Samen auch wirklich verbreitet werden.
4. Sommerlinde
Die Sommerlinde blüht jetzt schon. Sie bildet im Juni sogenannte Trugdolden aus: Kleine gelbe Kronleuchter sozusagen. Ihre Blätter sind schön herzförmig. Die Früchte sind kleine filzige Nüsse. Der Stamm ist braun und sehr dünn.
Wissenswert: Wenn die Linde frei steht bildet sie eine mächtige Krone aus. Früher vereinbarte man diese sogenannten „Dorflinden“ als Treffpunkt für Geselligkeiten. Die Germanen weihten die Linde der Göttin der Fruchtbarkeit, Freya. Die Freya-Linde wurde im Zuge der Christianisierung zu Marien-Linden umbenannt. Der häufigste Gasthausname in Deutschland, mit über 1000 Benennungen, ist „Zur Linde“.
5. Platane
Das Blatt der Platane ist dreiteilig grob gelappt und ähnelt dem des Ahorns. Die Spreite des Ahornblatts an der Ansatzstelle des Stiels hat jedoch einen sehr spitzen Winkel während die Spreite des Platanenblatts einen stumpfen Winkel bildet. Außerdem zieht sich eine mittlere Blattader von der Ansatzstelle bis zur Spitze des Platanenblattes, während die Spreite des Ahornblatts radial nach außen von einem Punkt knapp unter der Mitte ungefähr verläuft.
Wissenswert: Bei der Platane handelt es sich um eine Kreuzung einer nordamerikanischen und ostmediterranen Art. Jedoch haben sich diese beiden Arten spätestens im frühen Tertiär (vor fast 2 Mio. Jahren) voneinander getrennt. Es ist erstaunlich, dass trotzdem eine Kreuzung in dieser langen Zeit stattfinden konnte. Die Platane hat eine relativ große Resistenz gegen Luftschadstoffe, weswegen sie sich auch in Großstädten zum Anpflanzen eignet.
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Wie nennt man das, woraus hier offenbar (bei der Kirsche) mehrere Blätter herauswachsen? Blattachsel?
Dateianhänge
Baum 3_Blatt Kopie.JPG
Baum 3_Blatt Kopie.JPG (37.46 KiB) 669 mal betrachtet

AndreasG.
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. »

Da war aber jemand fleißig. :mrgreen:
Im Falle der Kirsche nennt man die Blattanordnung wechselständig. Das kann man auf dem Bild nur erahnen. Wenn der Baum weiter wächst, wird das deutlicher.

Student695
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 »

Okay, "wechselständig" merke ich mir. Unsere Professorin meinte übrigens, bei der Eiche handele es sich vermutlich um eine Stieleiche.
AndreasG. hat geschrieben:
25 Jun 2019, 11:36
Da war aber jemand fleißig. :mrgreen:
Ja, seit ich hier angemeldet bin interessieren mich Bäume auch echt! Aber ich tue mir noch schwer mit der Bestimmung, z.B. bei der Unterscheidung von der Ahornblättrigen Platane und dem Ahorn. Es gibt Ahornarten, dessen Blätter sehen den Platanenblättern sehr viel ähnlicher als wie ich es beschrieben habe ("Blattadern aus knapp unter der Mitte radial nach außen"). Der stumpfe Winkel scheint trotzdem ein Erkennungsmerkmal des Ahorns zu sein, dafür - so erfuhr ich es von meiner Professorin - dieses "Abschälen" des Stammes sozusagen eins der Platane.

Ich habe gelesen, dass die Blätter der Winterlinde auf der Unterseite bläulich sind, aber konnte bei Google Bilder kein Beispiel dafür finden. Stimmt das? Oder ist damit einfach ein sehr schwaches Blau gemeint?

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von LCV »

Hallo,

Ahorn hat immer eine gegenständige Blattstellung, Platanen sind dagegen wechselständig.
Auch Amberbäume (Liquidambar styraciflua) sind wechselständig, werden aber von Laien
oft für Ahorn gehalten.

Schau Dir am besten mal die Auswahl in der Baumbestimmung an. Da sind die Unterschiede
als Zeichnung dargestellt.
Oft werden auch zusammengesetzte Blätter falsch beurteilt und man zeigt hier nur ein
Fiederblättchen. Auch hier Unterscheidung gegenständig/wechselständig der gesamten Blätter.
Die Stellung der Fiederblättchen ist dann wieder eine andere Geschichte.

Übrigens: Das harte Holz der Rinde ... ???
Schiffe und Möbel werden aus dem Holz eines Baumes gebaut, die Rinde ist da aber schon
längst entfernt worden. Rindenboote gab es bei Eingeborenen, aber nicht bei uns.

Gruß Frank

AndreasG.
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. »

Student695 hat geschrieben:
25 Jun 2019, 12:47
Unsere Professorin meinte übrigens, bei der Eiche handele es sich vermutlich um eine Stieleiche.
Welches Fach unterrichtet sie denn?
Es gibt tatsächlich eine Form der Stieleiche, Quercus robur pectinata, die von der Normalform abweichende Blätter hat. Die sehen aber anders aus. Ansonsten ist die Stieleiche die deutsche Eiche aus "Eichenlaub und Schwerter" ect., und sie ist auf den Centmünzen zu finden. Die Roteiche wurde in den letzten Jahren häufig als Parkbaum angepflanzt, weshalb auch immer. Mitunter wird die Art sogar forstwirtschaftlich genutzt, ist also relativ häufig.
Der Unterschied zwischen den Ahorn-Arten und der Platane ist eigentlich recht deutlich.
Platanen haben diese abblätternde Rinde. Sie werden häufig wegen ihrer Abgasverträglichkeit als Straßenbäume verwendet und bilden im Herbst kugelförmige Früchte. Die Blätter sind fest und ledrig.
Ahorne dagegen haben recht weiche Blätter, bleiben meistens kleiner und haben die typische Ahornfrüchte, die man aufklappen und sich auf die Nase kleben kann.

Babs
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs »

Student695 hat geschrieben:
25 Jun 2019, 12:47

Ja, seit ich hier angemeldet bin interessieren mich Bäume auch echt! Aber ich tue mir noch schwer mit der Bestimmung, z.B. bei der Unterscheidung von der Ahornblättrigen Platane und dem Ahorn. Es gibt Ahornarten, dessen Blätter sehen den Platanenblättern sehr viel ähnlicher als wie ich es beschrieben habe ("Blattadern aus knapp unter der Mitte radial nach außen"). Der stumpfe Winkel scheint trotzdem ein Erkennungsmerkmal des Ahorns zu sein, dafür - so erfuhr ich es von meiner Professorin - dieses "Abschälen" des Stammes sozusagen eins der Platane.
Oft sehen Blätter sich ähnlich. Manchmal ist es daher notwendig, ein weiteres Merkmal, wie zum Beispiel die Rinde oder den Habitus einer Baumart zur Bestimmung hinzuzuziehen.

Was hast du denn noch für deine Veranstaltung geplant?
LG Babs

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