5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Student695
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 » 25 Jun 2019, 23:27

LCV hat geschrieben:
25 Jun 2019, 13:51
Ahorn hat immer eine gegenständige Blattstellung, Platanen sind dagegen wechselständig.
Auch Amberbäume (Liquidambar styraciflua) sind wechselständig, werden aber von Laien
oft für Ahorn gehalten.
Ah, klasse, das merke ich mir! Sind Amberbäume nicht auch wechselständig? Müsste man sie demnach (mit Laienblick) nicht eher für Platanen halten? :-D
LCV hat geschrieben:
25 Jun 2019, 13:51
Übrigens: Das harte Holz der Rinde ... ???
Ups, Schreibfehler, ist aber niemandem aufgefallen.
AndreasG. hat geschrieben:
25 Jun 2019, 13:58
Student695 hat geschrieben:
25 Jun 2019, 12:47
Unsere Professorin meinte übrigens, bei der Eiche handele es sich vermutlich um eine Stieleiche.
Welches Fach unterrichtet sie denn?
»Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Behindertenpädagogik und Psychologie in Erziehung und Unterricht«
AndreasG. hat geschrieben:
25 Jun 2019, 13:58
Es gibt tatsächlich eine Form der Stieleiche, Quercus robur pectinata, die von der Normalform abweichende Blätter hat. Die sehen aber anders aus. Ansonsten ist die Stieleiche die deutsche Eiche aus "Eichenlaub und Schwerter" ect., und sie ist auf den Centmünzen zu finden. Die Roteiche wurde in den letzten Jahren häufig als Parkbaum angepflanzt, weshalb auch immer. Mitunter wird die Art sogar forstwirtschaftlich genutzt, ist also relativ häufig.
Ah ja, das Stieleichenblatt sieht auch so aus, wie ich mir, mit absoluter Laienkenntnis "im Ideal" ein Eichenblatt vorstelle. Offenbar ist das etwas anderes. Die Professorin war sich nicht sicher, ob »Stieleiche« oder »Spitzeiche«. Offenbar trifft letzteres zu, wie ich eben nochmal nachgeschaut habe, da synonym zu »Roteiche« und »Amerikanische Eiche«.
AndreasG. hat geschrieben:
25 Jun 2019, 13:58
Der Unterschied zwischen den Ahorn-Arten und der Platane ist eigentlich recht deutlich.
Platanen haben diese abblätternde Rinde. Sie werden häufig wegen ihrer Abgasverträglichkeit als Straßenbäume verwendet und bilden im Herbst kugelförmige Früchte. Die Blätter sind fest und ledrig.
Ahorne dagegen haben recht weiche Blätter, bleiben meistens kleiner und haben die typische Ahornfrüchte, die man aufklappen und sich auf die Nase kleben kann.
Aaaah, diiiieee Frucht meinte die Professorin. Erzählte sie uns auch nebenbei…
Babs hat geschrieben:
25 Jun 2019, 14:06
Was hast du denn noch für deine Veranstaltung geplant?
Wir schreiben privat weiter, da nicht Thema. Die Veranstaltung war heute morgen übrigens.

AndreasG.
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. » 26 Jun 2019, 09:28

Noch mal zum Thema "Amerikanische Eiche". Bei uns in Mitteleuropa gibt es zwei Eichenarten, Trauben- und Stieleiche, die sich zu allem Unglück auch noch sehr, sehr ähneln. Dazu kommen ein paar Eichenarten in Südeuropa. In Amerika gibt es viel mehr Arten. Ich habe die Zahl jetzt nicht im Kopf, aber sowas um die Fünfzig. Das hängt mit den Eiszeiten zusammen. Bei uns bildeten die Alpen während der Eiszeit eine Barriere, die viele Pflanzen nicht überwinden konnten und deshalb verschwanden. Ein paar, unsere heutigen einheimischen Bäume, haben es links und rechts der Gebirge irgendwie geschafft, sich erst nach Süden zurückzuziehen und danach wieder nach Norden vorzudringen. In Amerika gibt es keine von Ost nach West verlaufenden Gebirge, die einen Rückzug von Baumarten Richtung Süden hätten behindern können, weshalb es dort in der Regel von vielen Gattungen mehr Arten gibt als bei uns. Ähnliches gilt für Ostasien, also China.
Deshalb wäre es sinnvoller, von der Roteiche zu sprechen, oder gleich von Quercus rubra, denn das ist dann eindeutig.

Wem glaubst du jetzt, deiner Professorin oder uns? :mrgreen:

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von LCV » 26 Jun 2019, 10:21

Es gibt deutlich über 500 Eichenarten, wenn man diverse Hybriden
einbezieht. Nur ein kleiner Teil davon hat Blattformen, die für Laien
nach Eiche aussehen.

Wenn Du Dich nun etwas intensiver mit Bäumen befassen möchtest,
empfehle ich ein für Mitteleuropa passendes Bestimmungsbuch.
Für den Anfang wäre der R/B* vollauf ausreichend. Es gibt einen
Schlüssel, aufgeteilt nach Blattstellung und Erscheinungsbild sowie
Beschreibungen der bei uns heimischen und eingeführten Gehölze
mit Zeichnungen der Blätter. Das Buch ist auch einigermaßen handlich,
um es z.B. in einen BoGa mitzunehmen.

* Roloff/Bärtels Flora der Gehölze Ulmer Verlag

Über A... werden oft auch gebrauchte Exemplare ganz billig angeboten.

Als Student kann man u.U. eine App bekommen. Frage mal die Kollegen
von der Bio-Fraktion.

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 » 26 Jun 2019, 12:59

AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 09:28
Noch mal zum Thema "Amerikanische Eiche". Bei uns in Mitteleuropa gibt es zwei Eichenarten, Trauben- und Stieleiche, die sich zu allem Unglück auch noch sehr, sehr ähneln.
Ich habe gelesen, dass sich die beiden sehr gut voneinander unterscheiden lassen, besonders an der Herbstfärbung bei der Traubeneiche (kann man sich gut merken: Traubenfarbe), aber auch den tiefen Buchten und der etwas asymmetrischen Form im Falle der Stieleichenblätter:
https://www.waldwissen.net/wissen/lwf_e ... aetter.jpg
(EDIT: Jetzt als Link. Hoffentlich bzgl. Copyright in Ordnung so?)

Ansonsten braucht die Stieleiche mehr Nährstoffe und Wasser. (Das merke ich mir so: Stieleiche = "Quercus robur", s. unten; also festeres Holz braucht mehr Wasser/Nährstoffe.) Daher findet man sie vor allem in Auengebieten. Außerdem braucht sie aufgrund ihres großen Hungers viel Sonne und wird daher gerne von anderen Bäumen (z.B. Rotbuche), die schattentoleranter sind, verdrängt.
AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 09:28
Dazu kommen ein paar Eichenarten in Südeuropa. In Amerika gibt es viel mehr Arten.
Okay, verstehe, die Amerikanische Eiche kommt in Deutschland eher spärlich vor (lt. Wikipedia 0,5% des dt. Waldbestandes).
AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 09:28
Das hängt mit den Eiszeiten zusammen. Bei uns bildeten die Alpen während der Eiszeit eine Barriere, die viele Pflanzen nicht überwinden konnten und deshalb verschwanden. Ein paar, unsere heutigen einheimischen Bäume, haben es links und rechts der Gebirge irgendwie geschafft, sich erst nach Süden zurückzuziehen und danach wieder nach Norden vorzudringen. In Amerika gibt es keine von Ost nach West verlaufenden Gebirge, die einen Rückzug von Baumarten Richtung Süden hätten behindern können, weshalb es dort in der Regel von vielen Gattungen mehr Arten gibt als bei uns. Ähnliches gilt für Ostasien, also China.
Super interessant!
AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 09:28
Deshalb wäre es sinnvoller, von der Roteiche zu sprechen, oder gleich von Quercus rubra, denn das ist dann eindeutig.
Gut erklärt, mache ich ab sofort! Nicht zu verwechseln mit Quercus robur ("robur" = "Stärke" des Holzes) = Stieleiche.
LCV hat geschrieben:
26 Jun 2019, 10:21
Wenn Du Dich nun etwas intensiver mit Bäumen befassen möchtest,
empfehle ich ein für Mitteleuropa passendes Bestimmungsbuch.
Für den Anfang wäre der R/B* vollauf ausreichend. Es gibt einen
Schlüssel, aufgeteilt nach Blattstellung und Erscheinungsbild sowie
Beschreibungen der bei uns heimischen und eingeführten Gehölze
mit Zeichnungen der Blätter. Das Buch ist auch einigermaßen handlich,
um es z.B. in einen BoGa mitzunehmen.

* Roloff/Bärtels Flora der Gehölze Ulmer Verlag

Über A... werden oft auch gebrauchte Exemplare ganz billig angeboten.
Vorher leihe ich mir das Buch mal aus: Habe jetzt die 5. Auflage aus meiner Uni-Bibliothek. Danke für den Tipp. :-)

Botanischer Garten sollte ich vielleicht noch nicht als Übungsfeld nehmen, oder? Da gibt es ja sehr exotische Pflanzen... vielleicht einfach mal in einen Park gehen oder erst einmal die Bäume auf dem Campus bestimmen?

Als ich gestern die üblichen Wege von Uni- zu Uni-Gebäude schritt, da ward mir gewahr, was meine Augen alles die letzten Jahre verpasst haben. Also so etwas Banales wie: Oh, hier stehen ja überall Linden mit ihren gelben Trugdolden um mich herum. So etwas kann schon interessant sein. Vielleicht mache ich es als Übung so, dass ich versuche, alle Bäume auf meinen üblichen Wegen von Ort X zu Ort Y zu bestimmen. Dann kann ich auch wenn ich das Buch nicht dabei habe jedes Mal eine Gedächtnisübung und Naturstudie aus einem banalen Weggang machen. Und wenn mich wer begleitet, dann öffne ich ihm die Augen für das, was uns alltäglich umgibt. ;-)
LCV hat geschrieben:
26 Jun 2019, 10:21
Als Student kann man u.U. eine App bekommen. Frage mal die Kollegen
von der Bio-Fraktion.
Ich habe kein Smartphone. Ich weiß auch nicht, ob die so sicher bestimmen, dass ich sie als Kontrolle nutzen könnte...
Zuletzt geändert von Student695 am 26 Jun 2019, 13:46, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. » 26 Jun 2019, 13:27

Also, die Graphik bitte wieder rausnehmen, weil es da diese Copyright-Bestimmungen gibt! Wenn du anhand der geschilderten Merkmale unsere beiden heimischen Eichenarten unterwegs sicher unterscheiden kannst, Hut ab. :lol: Meistens ist es nur auf Abbildungen so eindeutig.
Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 12:59
Ich habe gelesen, dass sich die beiden sehr gut voneinander unterscheiden lassen, besonders an der Herbstfärbung bei der Traubeneiche (kann man sich gut merken: Traubenfarbe), aber auch den tiefen Buchten und der etwas asymmetrischen Form im Falle der Stieleichenblätter.
Und was machst du im Rest des Jahres?
Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 12:59
Nicht zu verwechseln mit Quercus robur ("robur" = "Stärke" des Holzes) = Stieleiche.
Das empfiehlt sich auf jeden Fall. Aber den Unterschied klären wir ja gerade.

0,5 % des Gesamtwaldes ergibt trotzdem eine ordentliche Fläche. Ich persönlich mag es nicht, wenn fremde Arten im Wald verwendet werden. Aber mich fragt sowieso niemand.

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 » 26 Jun 2019, 13:50

AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 13:27
Wenn du anhand der geschilderten Merkmale unsere beiden heimischen Eichenarten unterwegs sicher unterscheiden kannst, Hut ab. :lol: Meistens ist es nur auf Abbildungen so eindeutig.
Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 12:59
Ich habe gelesen, dass sich die beiden sehr gut voneinander unterscheiden lassen, besonders an der Herbstfärbung bei der Traubeneiche (kann man sich gut merken: Traubenfarbe), aber auch den tiefen Buchten und der etwas asymmetrischen Form im Falle der Stieleichenblätter.
Und was machst du im Rest des Jahres?
Kann natürlich sein, dass es tatsächlich in Wirklichkeit nicht so einfach ist. Ich interessiere mich ja erst seit diesem Sonntag für Bäume und habe insofern noch keine große Erfahrung in der Unterscheidung von Stiel- und Traubeneiche. :-D
Klar, wenn nicht gerade Herbst ist, dann ist es schwerer, aber ich finde es schon einmal cool, dass es so ein markantes Merkmal mit Eselsbrücke ("Traubenfarbe") überhaupt gibt. :-)

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von AndreasG. » 26 Jun 2019, 14:27

Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 13:50
Ich interessiere mich ja erst seit diesem Sonntag für Bäume
:mrgreen: :lol: :mrgreen: :lol: :mrgreen: :lol: :mrgreen: :lol: :mrgreen:

Die Traubeneiche hat in der Regel einen langen durchgehenden Stamm, den man auch in der Holzwirtschaft nutzen kann, wie es sich für einen anständigen Baum gehört. Die Stieleiche wächst eher sparrig mit vielen Verzweigungen ohne einen langen gerade Stamm. Deshalb treibt sie Förster meistens zur Verzweiflung, denn damit kann man kein Geld verdienen. Also quasi ein antikapitalistischer Baum.

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von stefan » 26 Jun 2019, 14:30

Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 13:50
...keine große Erfahrung in der Unterscheidung von Stiel- und Traubeneiche. :-D...
Hilfe/Eselsbrücke:
die Früchte der Stiel-Eiche haben einen langen Stiel (daher der Name!!!), die der Trauben-Eiche nicht
dafür haben die Blätter der Stiel-Eiche nur einen sehr kurzen Stiel und die der Trauben-Eiche eine deutlich ausgeprägten!

Gruß
Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 » 26 Jun 2019, 14:36

AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 14:27
Die Traubeneiche hat in der Regel einen langen durchgehenden Stamm, den man auch in der Holzwirtschaft nutzen kann, wie es sich für einen anständigen Baum gehört. Die Stieleiche wächst eher sparrig mit vielen Verzweigungen ohne einen langen gerade Stamm. Deshalb treibt sie Förster meistens zur Verzweiflung, denn damit kann man kein Geld verdienen. Also quasi ein antikapitalistischer Baum.
stefan hat geschrieben:
26 Jun 2019, 14:30
Student695 hat geschrieben:
26 Jun 2019, 13:50
...keine große Erfahrung in der Unterscheidung von Stiel- und Traubeneiche. :-D...
Hilfe/Eselsbrücke:
die Früchte der Stiel-Eiche haben einen langen Stiel (daher der Name!!!), die der Trauben-Eiche nicht
dafür haben die Blätter der Stiel-Eiche nur einen sehr kurzen Stiel und die der Trauben-Eiche eine deutlich ausgeprägten!
Ah, von der Frucht kommt der Name "Stieleiche" und nicht vom Blatt, wo es umgekehrt ist. Und diese Info über die verzweifelten Förster ist auch sehr wissenswert!

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Student695 » 30 Jun 2019, 13:02

Ich wollte nochmal zu folgender Erklärung fragen:
AndreasG. hat geschrieben:
26 Jun 2019, 09:28
Noch mal zum Thema "Amerikanische Eiche". Bei uns in Mitteleuropa gibt es zwei Eichenarten, Trauben- und Stieleiche, die sich zu allem Unglück auch noch sehr, sehr ähneln. Dazu kommen ein paar Eichenarten in Südeuropa. In Amerika gibt es viel mehr Arten. Ich habe die Zahl jetzt nicht im Kopf, aber sowas um die Fünfzig. Das hängt mit den Eiszeiten zusammen. Bei uns bildeten die Alpen während der Eiszeit eine Barriere, die viele Pflanzen nicht überwinden konnten und deshalb verschwanden. Ein paar, unsere heutigen einheimischen Bäume, haben es links und rechts der Gebirge irgendwie geschafft, sich erst nach Süden zurückzuziehen und danach wieder nach Norden vorzudringen. In Amerika gibt es keine von Ost nach West verlaufenden Gebirge, die einen Rückzug von Baumarten Richtung Süden hätten behindern können, weshalb es dort in der Regel von vielen Gattungen mehr Arten gibt als bei uns. Ähnliches gilt für Ostasien, also China.
Wo finde ich dazu weitere Informationen? Habt Ihr sonst noch Buchempfehlungen, außer Bestimmungsbücher, wo man interessante Informationen über einzelne Baumarten erfährt (wie z.B. das, was Andreas über die Eichen schrieb) ?

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von LCV » 30 Jun 2019, 13:46

Das kommt darauf an, wie tief Du in die Materie eintauchen willst.

Um etwas über Bäume allgemein zu erfahren, sind die Bücher
von Peter Wohlleben nicht schlecht.

Zu einzelnen Baumarten empfiehlt sich, über Wikipedia zu forschen.
Oft sind die englischen Versionen ausführlicher. Ich starte meine Suche
oft englisch, weil ergiebiger. Die wichtigsten Fachbegriffe sind ja
auch kein Problem, zumal es im Internet spezielle Übersetzungsseiten
für Botanik gibt.

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs » 30 Jun 2019, 14:26

Ich fand die Bücher von Hans Leibundgut immer spannend.
Sind nicht mehr ganz so neu, aber immer noch sehr gut.
"Unsere Waldbäume" als Einstieg....,
die gibt's noch antiquarisch.
LG Babs

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von Babs » 30 Jun 2019, 14:52

Student695 hat geschrieben:
30 Jun 2019, 13:02
Wo finde ich dazu weitere Informationen? Habt Ihr sonst noch Buchempfehlungen, außer Bestimmungsbücher, wo man interessante Informationen über einzelne Baumarten erfährt (wie z.B. das, was Andreas über die Eichen schrieb) ?
Fürs Grundverständnis:
"Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa" Hansjörg Küster.
Zuletzt geändert von Babs am 30 Jun 2019, 14:56, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von bee » 30 Jun 2019, 17:59

Hallo,
ich wollte gerade "Enzyklopädie der Laubbäume" empfehlen (gibt es auch für Nadelbäume und Bäume der Tropen), da sind viele Baumarten (nicht alle natürlich) ganz "erschöpfend" ausführlich dargestellt.
Großes ABER, nur noch antiquarisch zu erhalten, und dann überteuert (über 80 Euro) - ich glaube, die habe ich mal ziemlich günstig gekauft, die haben sie fast verramscht.

Welche Laubbäume sind da drin:
https://d-nb.info/979993415/04

z.B. zu Fagus sylvatica 20 Seiten inkl. Detailfotos (und 4 Seiten Literaturhinweise), ausführlicher als jeder Wiki-Artikel (aber ich benutze auch viel Wikipedia)
Viele Grüße von bee

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Re: 5 Bäume auf Uni-Gelände (weit verbreitet?)

Beitrag von stefan » 01 Jul 2019, 13:47

Student695 hat geschrieben:
30 Jun 2019, 13:02
..
Wo finde ich dazu weitere Informationen? Habt Ihr sonst noch Buchempfehlungen, außer Bestimmungsbücher, wo man interessante Informationen über einzelne Baumarten erfährt (wie z.B. das, was Andreas über die Eichen schrieb) ?
ich kann dir z.B. empfehlen: Helmut Pirc: Bäume von A bis Z (Ulmer-Verlag); es werden sehr viele Arten mit Bild und kurzer Beschreibung vorgestellt.

Gruß
Stefan
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