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Systematisches Suchen 05 ---> Pinus attenuata

Verfasst: 17 Jan 2010, 09:30
von Kiefernspezi
Mittelgroßer Baum, selten über 20 m hoch
Nadeln zu 3, steife, bis 18 cm lange Nadeln, die sehr dünn sind und gelblich bis bläulich grün sind, rand undeutlich gesägt, 3-4 Jahre bleibend, scharf zugespitzt
Knospe spindelförmig und kaum harzig
jg. Triebe sind mehrgliedrig
Die Zapfen werden bis 17 cm lang, können auch stammbürtig wachsen und verbleiben viele Jahre am Baum
Die Zapfen können gerade oder mehr oder weniger Stark Bananenförmig gebogen sein, sie sind immer unsymmetrisch, wobei die vom Ast abgewandte Seite verdickte Basisschuppen aufweist.
Beim Anfassen sind die unauffälligen, aber sehr spitzen Dornen zu spüren.

Verfasst: 17 Jan 2010, 11:43
von Kiefernspezi
Tormi von der Schnellen Truppe: Ratz Fatz gelöst! Glückwunsch! :P

Verfasst: 17 Jan 2010, 11:44
von Kiefernspezi
Ebenso fix hat es Cryptomeria erraten. Supi. :D

Verfasst: 20 Jan 2010, 19:55
von Kiefernspezi
Hinweis: Die Zapfen verbleiben oft jahrelang geschlossen am Baum und öffnen sich erst nach Waldbränden.
Der Deutsche Trivialname bezieht sich auf eine spezielle optische Eigenschaft der Zapfen.

Verfasst: 20 Jan 2010, 22:15
von Kiefernspezi
Auch Karola hat es herausgefunden. Da freue ich mich besonders drüber. Glückwunsch. :D :D :D

Verfasst: 21 Jan 2010, 18:47
von Kiefernspezi
Noch ein Hinweis:
Die Zapfen gelten als die härtesten aller Kiefern.

Verfasst: 26 Jan 2010, 00:59
von Kiefernspezi
Tja, dann löse ich mal auf. Es handelt sich um Pinus attenuata, auch bekannt als "Höckerkiefer".
Besonders charakteristisch sind die Zapfen, die auch stammbürtig sein können, manchmal ins Holz eingewachsen sind und auch manchmal nach Jahrzehnten noch geschlossen am Baum verharren.
Pinus attenuata gilt als Baum, der für seine Verjüngung auf Waldbrände angewiesen ist. Die Zapfen öffnen sich erst bei großer Hitzeeinwirkung und geben dann Ihre schöne Mahagonie-Färbung preis.

Verfasst: 26 Jan 2010, 07:36
von tormi
HAllo Spezi,

kannst du uns noch verraten wo diese Kieffer zu finden ist?

Verfasst: 26 Jan 2010, 08:46
von Kiefernspezi
Grundsätzlich einfach im Zapfen-Navigator nachschauen: http://www.realhp.de/members/farragott/ ... tor_D.html

Aber hier speziell noch mal für Pinus attenuata:
Mir sind 4 Orte bekannt:
Botanischer Garten Marburg
Universität Düsseldorf links neben dem Mensaeingang
Arboretum Burgholz Wuppertal im Kiefernquartier
Noch recht kleine Bäumchen auf dem Gelände der FH in Göttingen

Verfasst: 26 Jan 2010, 08:59
von LCV
Hallo,

schade, dieses Rätsel habe ich wieder mal erst gesehen, als es vorbei war. Deshalb ist mein Vorschlag, die nur spärlich benutzte Kategorie Nadelbäume außerhalb Europas einfach mit den europ. Koniferen zusammenzulegen. Damit würde sich der Platz ergeben, um eine spezielle Rubrik für die Rätsel zu schaffen. Wenn man die Zahl der Rätsel mit den Threads über exotische Nadelbäume vergleicht, macht das Sinn. Zudem sehe ich die Rätsel als besonders wichtigen Teil des Forums an. Sie sorgen dafür, dass das Forum lebt und beschäftigen viele mit der Materie. Auch ist der Lerneffekt nicht zu unterschätzen. Was man hier "spielerisch" durch die Rätsel lernt, hätten unsere Biolehrer damals nie in unsere Köpfe hineingekriegt.

Übrigens, in Freiburg-Günterstal findet man auch P. attenuata.

Gruß Frank

Verfasst: 26 Jan 2010, 09:08
von Kiefernspezi
Meine Zustimmung hast Du da sicher. Zumal speziell in einer Rätselrubrik die strikte Trennung von Nadelbäumen und Nicht-Nadelbäumen etwas aufgeweicht wird.

In Freiburg-Güntherstal gibt es sowohl Einzelbäume als auch ganze Quartiere exotischer Bäume (z.b. Pinus armandii).
Wie sieht es da bei Pinus attenuata aus?

Ps.: Ich bin zwar mit dem Herrn Nimsch einmal rundherum gefahren, aber Pinus attenuata hatte ich übersehen - wie sicherlich einiges mehr.Wir waren in seinem Jeep unterwegs. Und die Hänge sind auch sehr steil, so dass eine Begehung ebenfalls schwierig ist.

Verfasst: 26 Jan 2010, 09:46
von LCV
Hallo,

ich bin einige Male die verschiedenen Wege gelaufen und auch einmal ganz gezielt mit Herrn Nimsch im Jeep auf der Suche nach diversen Fagus gewesen. Unglücklicherweise leidet dieses eigentlich vorbildliche Projekt offenbar unter ständigem Geldmangel, denn ein großer Teil der Schilder ist von bescheuerten Vandalen zerstört und nicht erneuert worden. Da das gesamte Gelände unglaublich groß ist, müsste man schon ein ganz beträchtliches Budget haben, um alles zu pflegen und Schäden wieder zu beheben. Wie Du weißt, gibt es mehrere Themen-Rundwege. Aber oftmals sind bestimmte Bäume irgendwo 100 m entfernt vom Weg im Dickicht versteckt.

Es gibt zwar zwei Bestandslisten für Laub- und Nadelbäume, aber es ist ohne die Hilfe des Herrn Nimsch fast ein Lotteriespiel, etwas bestimmtes zu finden. Da würde man in überschaubaren Sammlungen wie Lilienthal, dem BoGa Freiburg oder diversen Kurparks eher fündig. Günterstal ist etwas für Ganz-Tages-Ausflüge mit Wandercharakter. Man kann sehr viel entdecken, aber gezielt suchen ist schwierig.

Wo ich die P. a. gesehen habe, kann ich nicht mehr sagen, weil ich da kreuz und quer durch die Wälder gestreift bin. Ich muss mal in meinem Fundus schauen, ob ich evtl. ein Foto geschossen habe, war aber mehr auf Laubbäume aus.

Gruß Frank

Verfasst: 26 Jan 2010, 09:56
von tormi
LCV hat geschrieben: aber es ist ohne die Hilfe des Herrn Nimsch fast ein Lotteriespiel, etwas bestimmtes zu finden.
Dem kann ich nur zustimmen.

Verfasst: 26 Jan 2010, 16:49
von wolfram
Und hier steht auch eine.

Verfasst: 26 Jan 2010, 16:52
von Kiefernspezi
Also ich bin immer wieder überrascht, was so alles in Greifswald wächst. Scheint einen Besuch zu lohnen. Ist halt nur so weit von hier.

Danke für das super Foto.