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Sorry

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:03
von Kiefernspezi
Entschuldige, dass ich in meinem Elan Deinen Beitrag weggeschrieben habe.
Die Vorgehensweise ist richtig.

In der Praxis zählt man erstemal die Nadeln. Wenn Zapfen da sind, ist es einfach, ansonsten sind meist die männlichen Pollenzapfen und die Triebe (behaart, kahl, bereift) gute Unterscheidungsmerkmale.
Im Fall von koraiensis ist die Rinde sehr markant (bei alten Bäumen).
Die Samen unterscheiden sich auch sehr stark. Ich habe zwar begonnen, aber so richtig motiviert bin ich nicht, die ganzen Samen abzufotografieren.

Apropro Samen

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:07
von Kiefernspezi
Wenn man die Samen von der Schale befreit hat und mit den Samen der Pinie vergleicht, dann stellt man bei seinem nächsten Einkauf von "Pinienkernen" fest, dass es sich in Wahrheit um die Samen der Koreakiefer oder manchmal auch der Sibirischen "Zeder" handelt.

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:10
von wolfram
Kiefernspezi hat geschrieben:Ich bin wohl noch ein wenig ungeschickt in der Antwortauswertung.
Da muß ich leider zustimmen, denn bis jetzt habe ich noch in keinem der Beiträge von K. eine Auflösung dieses Rätsels gefunden. Ich weiß, was es ist, wir haben diese Kiefer auch hier, aber ob ein Außenstehender es auch weiß?

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:26
von Kiefernspezi
Na, offiziell haben wir das noch nicht verraten, weil ja immer noch nicht die Samen verschenkt wurden. Aber da die jetzt in der Samenbörse eingetragen sind, dürfen wir offiziell verkünden:

Tätärätäääh!!! Die Lösung ist:

Pinus koraiensis :P

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:27
von Kiefernspezi
Wo ist eigentlich hier? Das weiß ich nämlich nicht. Wo steht auch so ne Kiefer?

Verfasst: 17 Feb 2009, 22:43
von LCV
Vorschlag für Kiefernspezi:

Bitte studiere mal Tormis Wochenendrätsel. Diese Regeln haben sich bewährt und es ist auch nicht sinnvoll, jedes Rätsel mit anderen Regeln zu versehen.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass falsche Lösungen ohne Namensnennung bekannt gegeben werden. Ansonsten war das Rätsel schon sehr interessant.

Was das erste Foto mit der Rinde/Borke angeht, war mir sofort klar, dass es sich um eine Pinaceae handelt, mehr aber nicht. Ich habe fast alle Arten durchgesehen, aber die mit den ähnlichsten Rindenbildern waren allesamt falsch. Der Hinweis mit den "falschen Pinienkernen" und das Zapfenbild machten es dann leicht. So ein Baum stand sogar bis vor kurzem bei uns am Haus. Er war idiotischerweise nur 1 m von der Hauswand entfernt gepflanzt worden und musste gefällt werden. Ich hatte mal einen Zapfen aufgehoben und musste 1/2 Stunde kämpfen, um das Harz wieder von den Händen zu bringen.

Habe noch eine Frage an den Kieferprofi, äh -spezi:
Vor ca. 30 Jahren hatte ich an der Riviera bei Viareggio mehrere Pinienzapfen mitgenommen. Die waren fast kugelförmig und hatten einen Durchmesser von ca. 15 cm. Die Pinien standen am Strand, hatten lange, kahle Stämme und das typische "Dach". Kann man aus diesen Angaben die Art bestimmen?
Interessant, dass ein Zapfen jahrelang auf meinem Schreibtisch herumstand. Als er mal runterfiel, kamen einige dicke, fast schwarze Kerne heraus. Ich steckte sie in eine Mischung aus Sand und Kaffeesatz und sie keimten innerhalb kurzer Zeit. Da waren sie schon über 15 Jahre alt. Die kleinen Bäumchen starben aber ab, als sie etwa 10 cm hoch waren. Mich erstaunte aber, wie lange diese Samen keimfähig bleiben.

Gruß Frank

Bestimmung mit wenigen Angaben

Verfasst: 18 Feb 2009, 08:54
von Kiefernspezi
Bestimmungen anhand von Beschreibungen ist immer schwierig, da die Wahrnehmungen unterschiedlich sind. Man muss wissen, worauf zu achten ist.
Problem: Viele Urlauber können grundsätzlich nicht P. pinea und P. halepensis unterscheiden. Auch P. halepensis bildet unter Umständen hübsche Kronen heraus, die sehr ähnlich P. pinea sein können.
Deshalb sind die in Urlaubsprospekten beschriebenen Pinienwälder eben genau keine solchen.
Aber es gibt ganz einfache Beobachtungen: Die Zweige von P. halepensis schimmern silbern bis grau, die Krone wirkt wolkig und schlussendlich sind die Zapfen nicht zu verwechseln mit Pinienzapfen.
Nebeneinander stehende Bäume könnte man schon an der Nadelfarbe unterscheiden.

Eine ähnliche Beobachtung mit Piniensamen habe ich auch gemacht. Im Unterschied zu den meisten anderen Kiefern verzweigt sich die Pinie schon im zweiten Jahr und bildet eine kleine "Krone". Dadurch sehen sie wie Minibäume aus.

Abb. Pinie 3. Jahr

Rätsel Spielregeln

Verfasst: 18 Feb 2009, 09:16
von Kiefernspezi
Also denn noch mal Entschuldigung für die ungeschickte Vorgehensweise bei der Auflösung des Rätsels. Halte mich da zukünftig an tormis Vorgehensweise.

Andere Spielregeln hingegen scheinen zur Abwechslung gar nicht schlecht zu sein. Denn es gab einige, die die Auflösung gespannt verfolgt haben.
Außerdem sind Fragmente gut, um zu üben, strategisch an Baumbestimmungen ranzugehen wie es Cryptomeria gemacht hat.
Aber ich gebe zu: Das für mich schon mehr als Aussagekräftige Bild mit den männlichen Pollenzapfen läßt sich auch in einschlägiger Literatur nicht wiederfinden. Selbst im "Lexikon der Nadelbäume", wo über die dargestellten Arten fast alles drin steht, ist über diesen Punkt sowohl im Text, als auch im Bild hinweggegangen worden.

Aber sorry, dafür kann ich wirklich nix.

Ich persönlich halte auch mehr davon, mir die Bäume in Natura anzuschauen. Was man in der Praxis beobachtet hat, bleibt haften.

Verfasst: 18 Feb 2009, 22:32
von LCV
Hallo Kiefernspezi,

ich habe nochmals intensiv bei Google gesucht:

Die von mir beschriebene Pinie kann nur Pinus pinea sein. Die Form der Zapfen und die mit so einer Art schwarzem Staub bedeckten Samen entsprechen genau den von mir gesammelten. Und sogar einen Sämling habe ich gefunden, der auch so aussah.

Ich nehme auch an, dass es da kaum Verwechslungsmöglichkeiten gibt, zumal in den frühen 70-er Jahren wohl kaum ziemlich alte Exoten am Strand bei Ventimiglia herumstanden. Es gab ja dort einen lichten Pinienwaldstreifen zwischen Strand und Straße.

Gruß Frank

Kein Zweifel

Verfasst: 18 Feb 2009, 22:43
von Kiefernspezi
Daran, dass es Pinus Pinea gewesen ist, hatte ich keinen Zweifel, weil Du die Samen beschrieben hast und P. halepensis-Zapfen sind auch nicht so breit.
Aber in Bezug auf die Beschreibung des Baumes wollte ich nur darauf hinweisen, dass Verwechslungsgefahr besteht, wenn man nur die Kronenform zugrunde legt.
Außerdem werden in Touristengebieten Bäume gerne etwas gestutzt, damit sie wie echte Pinien aussehen.

Verfasst: 19 Feb 2009, 14:28
von wolfram
@ Kiefernspezi
Wo ist eigentlich hier? Das weiß ich nämlich nicht. Wo steht auch so ne Kiefer?
Dort

Verfasst: 20 Feb 2009, 01:30
von Kiefernspezi
@ wolfram

:roll: