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Verfasst: 31 Dez 2012, 08:45
von menkontre
Schließlich zeige ich Euch die Knospe eines Blütenstandes. Ihr dürft Euch auch ruhig erinnern, in welcher Jahreszeit wir gerade sind, und wo ich mich sonst so rumtreibe. Trotzdem ist es für keinen von Euch zu exotisch. Ihr habt das Gehölz alle schon lebendig gesehen. Außerdem ist diese Gattung in Deutschland mit vielen krautigen Arten vertreten.
Verfasst: 31 Dez 2012, 10:21
von menkontre
Die Pflanze zeigt ein Phänomen, das entscheidend zu ihrer Nutzung in Deutschland beiträgt, und das bei Wikipedia in einem Artikel mit dem Titel „Photoperiodismus“ sehr interessant beschrieben wird.
Verfasst: 31 Dez 2012, 12:38
von menkontre
Früchte muss man sehr suchen. Die Zweige, die sich bis zu meinem Fotoapparat herabgelassen haben, haben nichts produziert, aber ich konnte von den sehr hoch hängenden Blüten was ranzoomen, daher sehr unscharf. Aus dem gezeigten Blütenstand schiebt sich in der Mitte die kugelige Frucht hervor. Ich müsste mal im Februar gezielt suchen, ob ich noch bessere Früchte finde. So wie die Frucht da aus dem Blütenstand herausragt, habt ihr es auch schon an den deutschen Arten der Gattung gesehen.
Verfasst: 31 Dez 2012, 17:24
von menkontre
Vielleicht hatte ich Wolf’s Frage nach der „Nahrungsmittel-Pflanze“ nicht ganz korrekt beantwortet. Er müsste sich eigentlich ein säuglingsverträgliches Getränk daraus zubereiten können, wenn die Pflanze auch für Normalsterbliche giftig ist. Die nächsten Fotos morgen früh beinhalten die Auflösung.
Verfasst: 31 Dez 2012, 18:47
von menkontre
Nun hat noch Campoverde den richtigen Namen durchgegeben. Glückwunsch.
Verfasst: 01 Jan 2013, 08:21
von menkontre
Hier kommt die Auflösung:
Verfasst: 01 Jan 2013, 08:32
von menkontre
Der Weihnachtsstern heißt botanisch Euphorbia pulcherrima, Familie Euphorbiaceae. Als sogenannte Kurztagspflanze verfügt er über eine bemerkenswerte innere Uhr. Den Sommer über investiert er seine ganze Kraft in das vegetative Wachstum, produziert Blätter und Höhe. Ab der Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn die Tage dunkler und kürzer werden, beschäftigt er sich intensiv mit Fortpflanzung. (Daher mein Hinweis, dass ich im Februar nach Früchten suchen werde.) Die kleinen unauffälligen Blütenstände oder Scheinblüten heißen auf botanisch Cyathium. Was viele für große rote Blüten halten, sind Hochblätter, die bei fehlenden Blütenblättern das Anlocken der Insekten übernehmen. Die lippenförmigen gelben Gebilde, die an den Blütenständen drankleben, sind Nektardrüsen. Etwas anders geformt kann man sie auch an den krautigen Wolfsmilch-Arten sehen. Das Gehölz kommt aus Mexiko und Mittelamerika, und steht auch bei uns in Haiti überall rum. Auch dort ist es eine typische Weihnachtspflanze, die sich ungehemmt durch das Gebüsch verzweigt und von November bis Februar blüht. Die deutschen Exemplare sind wohl mit verschiedenen Techniken auf Blumentopfformat getrimmt und werden durch gezielte Verdunklung genau zum richtigen Zeitpunkt zum Blühen gebracht. Den in Deutschland manchmal auf den Blättern sichtbaren Glitterstaub konnte ich am Naturstandort nicht beobachten. Vielen Dank für’s Mitraten und alles Gute im neuen Jahr ! Anke
Verfasst: 26 Feb 2013, 20:51
von menkontre
Zur Vervollständigung der Dokumentation noch eine Frucht gegen Winterende.
WER 264
Verfasst: 27 Feb 2013, 13:46
von Durian
Hallo Anke, hier eine kleine Ergänzung zu Deinem interessanten Beitrag: ein Foto von der Osterinsel, aufgenommen vor einer Woche. Hier gedeihen die Weihnachtssterne offensichtlich ebenso gut wie auf Haiti. Viele Gruesse
Verfasst: 27 Feb 2013, 16:19
von menkontre
Hallo Durian, sehr hübsch, bei Dir sind die Früchte schon deutlich weiter und ergänzen somit die Reihe. Was ich nicht verstehe: Die Osterinseln liegen doch auf der Südhalbkugel, da müßte es doch jetzt Herbst werden? Oder sind das Überbleibsel vom Frühjahr? Bei uns verlieren die Weihnachtssterne im Frühling alle ihre roten Hochblätter. Gruß, Anke
Verfasst: 27 Feb 2013, 20:07
von Durian
Ja, auf der Osterinsel wurde es jetzt auch langsam Herbst. Die Insel liegt knapp südlich vom südlichen Wendekreis. Die roten Hochblätter auf meinem Foto lagen etwas versteckt und bilden eine Ausnahme in den ausgedehnten ansonsten grünen Sträuchern; die rote Pracht zeigte sich wohl etwa im November