Ich glaube, wir kommen dem Phänomen näher mit der Vermutung : Ein Schmetterling war' s !
Zitat aus der Badische Zeitung vom 10.05.2012 - auszugsweise / immerhin habe ich 2,14 € als Download für den Artikel ausgegeben - . Ich versuche demnächst mal, das als Kosten bei meinem Buchprojekt abzuschreiben
Die dicke Knolle in der Mitte des Baumes ist keine Krebswucherung, sondern ein einst posthornartig gedrehter Ast, der erst im Laufe der Jahrzehnte zusammengewachsen ist......
...Ein Schmetterling als Ursache klingt kaum weniger glaubhaft als Hexen oder Erdstrahlen. Trotzdem dürfte auch beim Bonndorfer Krummen Föhrle der Schmetterling mit dem Namen Kiefernknospentriebwickler der Grund für den Drehwuchs sein....
...An einem lauen Sommerabend vor etwa 200 Jahren muss also ein Schwarm dieser Winzlinge über das junge Föhrle hergefallen sein und dort Eier abgelegt haben. Aus den Eiern schlüpften Larven, die sich in die sich streckenden jungen Triebe hineinfraßen. Die Triebe knickten, richteten sich aber langsam wieder bogenförmig auf und bildeten so eine Art Posthorn und verholzten schließlich. Damit waren die Weichen für eine Karriere als Krummes Föhrle gestellt...
Weiter steht da noch:
..... kommt wahrscheinlich auch noch ein genetischer Defekt der Kiefer hinzu, der verhindert, dass das Krumme Föhrle nach oben durchwächst.
Im obigen Zeitungsartikel erscheint auch noch ein Foto aus 1903, das den Baum schon " mißgebildet" zeigt. Apropos Mißbildungen : An die deformierten Kiefer im "Crooked Forest" bei Gryfino in Polen - huch, der Registereintrag fehlt ja noch !

- hatte ich auch schon gedacht. Da hatten wir im Forum sehr, sehr lange gerätselt.

Könnte der Schmetterling auch hier der tatsächliche Verursacher sein und ist was anderes auszuschließen ? Ich kann mir vermutlich jetzt sparen, die Gemeinde oder den Heimatverein anzuschreiben.
Baumlaeufer