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Linde in Frohnau,Register-Nr.: 5867 , am Frohnauer Hammer schwer krank
Verfasst: 10 Aug 2017, 06:22
von Ratatöskr
Hallo,
wieder ist
ein Veteran der auch bei Fröhlich gelistet ist, hier im Forum aber noch keinen eigenen Eintrag hat (ich kam noch nicht dazu mal hinzupilgern) bedroht- es handelt sich dabei um die Linde am Frohnauer Hammer, einem Bergwerk (heute Schaubergwerk) im Erzgebirge nahe Annaberg Buchholz- das Alter der Linde wird unterschiedlich mit 300-500 Jahren angegeben, zusammen mit der Annaberger Auferstehungslinde und der Schlosslinde Schlettau gehört die Linde zu den ältesten des Erzgebirges, nun ist sie vom wohl gefährlichsten aller holzschädigenden Pilze, dem Brandkrustenpilz befallen und kann sich, so Experten im Zeitungsbeitrag " nicht mehr aus eigener Kraft regenerieren"- dennoch soll sie vorerst nicht gefällt sondern durch Kronenreduzierung noch einige Zeit erhalten werden- ich werde versuchen demnächst einmal hinzufahren und die Linde im Register anzulegen.
Viele Grüße
andré
Verfasst: 10 Aug 2017, 21:39
von baumlaeufer
Hy Andre,
das sieht nicht gut aus- nach deiner Beschreibung- und
diesem ganz aktuellen Artikel .
Aber: In
meinem Heimatort Roxel überlebt aber auch eine Linde mit Brandkrustenpilz
Baumlaeufer
Verfasst: 11 Aug 2017, 06:43
von Ratatöskr
Hallo Wolfgang,
ja genau, das ist der Artikel den ich meinte, danke fürs suchen und hinzufügen /einstellen. Die beiden anderen großen Linden um Annaberg im Erzgebirge habe ich bereits aufgesucht und mit Einträgen im Register vorgestellt (Auferstehungslinde auf dem Annaberger Friedhof und Schlosslinde Schlettau- nun werde ich in Bälde mal zum Frohnauer Hammer pilgern um auch die dortige, nun so kranke Linde vorstellen zu können. Dass es Bäume gibt, die selbst den als so gefährlich geltenden Brandkrustenpilz, zumindest über mittlere Frist, überleben, macht natürlich Hoffnung.
Viele Grüße
André
Hammerlinde todkrank
Verfasst: 04 Dez 2017, 08:37
von Ratatöskr
Hallo,
wie ich kürzlich aus der Regionalpresse erfuhr, ist die recht bekannte Hammerlinde vor dem technischen Denkmal und Museum "Frohnauer Hammer" nahe der Erzgebirgsstadt Annaberg-Buchholz, die neben der Annaberger Auferstehungslinde und der Schlettauer Schlosslinde (die beiden letztgenannten sind hier im Forum mit eigenen Seiten vertreten) zu den größten und ältesten Linden im mittleren Erzgebirge zählt, vom Brandkrustenpilz befallen und wurde deshalb um einige Meter eingekürzt. In dem Pressebericht, der sich auf Experten berief, wurde die "Restlebensdauer" der Linde nur noch mit 5 Jahren angegeben. Da die Linde auch bei Fröhlich vertreten ist hier aber noch keinen eigenen Eintrag hat (jedenfalls konnte ich keinen solchen finden) werde ich sie im nächsten Jahr einmal aufsuchen und sie ins Register eintragen.
Gibt es Erfahrungen wie lange ein Baum, im Besonderen eine Linde den Brandkrustenpilz überleben kann ?
Beste Grüße
Andre
Verfasst: 04 Dez 2017, 12:21
von Raritätensucher
Hallo
Der Pilz ist immer unten am Übergang zum Wurzelbereich. Oft wird der Pilz einfach übersehen. Da der Pilz den Baum stark schwächt, dürfte die Linde eher gefällt werden, bevor ein Sturm sie umwirft. Es kommt jetzt einfach darauf an, wie stark sich der Pilz ausgebreitet hat. Retten kann man solche Bäume nicht mehr.
So sieht der Pilz aus:
http://ruegenpilze.de/Schlauchpilze/Kug ... usten.html
Verfasst: 04 Dez 2017, 13:33
von Ratatöskr
Hallo,
besten Dank für die schnelle Info, so wie geschildert wurde es auch in dem Presseartikel ausgeführt, die Linde wurde zurückgeschnitten um sie noch einige Jahre (von drei -max.5 war die Rede) erhalten zu können, während dessen soll sie laufend überprüft werden.
Viele Grüße
Andre
Da die Linde auch bei Fröhlich vertreten ist hier aber noch keinen eigenen Eintrag hat
Verfasst: 04 Dez 2017, 13:57
von Klaus Heinemann
Hallo André,
einige Bände Fröhlich müssen erst noch komplett in das Register gebracht werden, jede Aktivität dazu ist willkommen (auch "Leereinträge" mit den Grunddaten)
08 Brandenburg
09 Mecklenburg-Vorpommern
11 Sachsen
12 Baden-Würtemberg
Gruß Klaus
Verfasst: 04 Dez 2017, 14:46
von Ratatöskr
Hallo Klaus,
einige im Bd. Sachsen bei Fröhlich vertretene Bäume die im Register hier noch fehlten habe ich bereits eingestellt, werde versuchen auch im nächsten Jahr wieder einige zu besuchen udn dann gkleich einen Kompletteintrag zu machen.
Beste Grüße
André
Verfasst: 04 Dez 2017, 23:07
von baumlaeufer
Andre,
sehe ich das richtig, deine zitierte Linde ist nicht im Register ? In Nachbarort hofft man darauf, das der Brandkrustenpilz verkapselt wird und nicht weiterwächst !
Es wäre wirklich sehr schön , wenn du " in deinem Dunstkreis" noch Einträge mit Leben füllen würdest.
Baumlaeufer
Verfasst: 05 Dez 2017, 07:13
von Raritätensucher
baumlaeufer hat geschrieben:,
In Nachbarort hofft man darauf, das der Brandkrustenpilz verkapselt wird und nicht weiterwächst !
Baumlaeufer
Hallo
Was ist das für ein Unsinn? Der Pilz ist im Holz und wird weiter wachsen.
Verfasst: 05 Dez 2017, 09:14
von Ratatöskr
Hallo Wolfgang,
die hammerlinde vor dem Frohnauer hammer ist tatsächlich noch nicht im Register gelistet, ich habe, wie erwähnt, vor sie noch im nächsten jahr zu besuchen, einige weitere Bäme des Erzgebirgskreises die ebenfalls bei Fröhlich in seinem Band "Sachsen" (Wege zu alten Bäumen) auftauchen habe ich bereits eingestellt, so die Auferstehungslinde in Annaberg-Buchholz (alter friedhof), die Schlosslinde in Schlettau, die Bühlbuche bei Eibenstock und noch ein paar andere, der kreis ist noch weitestgehend unbesucht und unentdeckt was alte Bäume anbelangt.
Was genau meinst du mit "im Nachbarort" ?
Beste Grüße
Andre
Der Pilz ist im Holz und wird weiter wachsen...
Verfasst: 05 Dez 2017, 14:58
von Spinnich
Hallo Raritätensucher,
ob es Unsinn ist, oder ob sich befallene Bäume zumindest im gesunden Holz zeitweise abschotten können, keine Ahnung.
Wenn allerdings die Diagnose Brandkrustenpilz bei dem Ahornbaum in Straubenbach korrekt war, dann sieht es danach aus, dass zumindest manche Baumarten sich mit gewissem Erfolg zur Wehr setzen können.
Der in den 90 er Jahren festgestellte Brandkrustenpilz ist offensichtlich verkapselt
Wie ich hier kürzlich im Forum gelesen habe gelingt das auch den Ginko-Bäumen recht gut.
LG Spinnich

Re: Hammerlinde todkrank
Verfasst: 05 Dez 2017, 16:59
von Rainer Lippert
Hallo Andre,
Ratatöskr hat geschrieben:
Gibt es Erfahrungen wie lange ein Baum, im Besonderen eine Linde den Brandkrustenpilz überleben kann ?
der Leipheimer Linde wurden 2007 noch 8, maximal 10 Jahre gegeben. Das Baumarchiv hat im 500-Bäume-Buch geschrieben, dass sie 2017 ein Umtrunk unter der Linde machen wollen. Und ja, in diesem Sommer war es soweit. Ich hatte für die Feierlichkeit zwar auch eine Einladung, da das aber unter der Woche stattfand, konnte ich nicht kommen. Die Linde lebt also immer noch, trotz Brandkrustenpilz. Und laut Baumarchiv wird sie noch so einige Jahre leben.
Viele Grüße,
Rainer
Verfasst: 05 Dez 2017, 19:50
von baumlaeufer
Raritätensucher hat geschrieben:baumlaeufer hat geschrieben:,
In Nachbarort hofft man darauf, das der Brandkrustenpilz verkapselt wird und nicht weiterwächst !
Baumlaeufer
Hallo
Was ist das für ein Unsinn? Der Pilz ist im Holz und wird weiter wachsen.
Das hat mir beim Anblick
der Roxeler Kirchlinde - die ist nicht im Register- ein Baumpfleger gesagt, der mehr davon versteht als ich !
Verfasst: 05 Dez 2017, 21:00
von Raritätensucher
Hallo
Das Schlimme an diesem Pilz ist, daß der Baum evtl.
trotz frischer grüner Krone hoch bruchgefährdet sein kann. Als ich meinen ersten Brandkrustenpilz vor Jahren bestimmt hatte, war ich erstaunt, wie gefährlich das bischen"Holzkohle" sein kann. Wenn der Baum noch so viel Kraft hat, das Wachstum des Pilzes zu begrenzen, dann ist das ein Riesenglück. Aber der Baum muß immer unter Beobachtung sein.
http://www.bechstein-baum.de/images/pdf ... enpilz.pdf