Namenlose Alteiche 1 im Park Bad Muskau, Register-Nr.: 5079
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- Klaus Heinemann
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Namenlose Alteiche 1 im Park Bad Muskau, Register-Nr.: 5079
Hallo,
(Edit: Umbenennung siehe diesen Beitrag)
eine weitere Ergänzung im Polnischen Teil des binationalen Parkes: Die Namenlose Alteiche 1 auf einer Lichtung nahe der Hermannseiche.
Der Eichenveteran hat einen mächtigen Stamm mit Beulen und Öffnungen zum hohlen Inneren, in dem ein Waldameisenvolk wohnt.
Viele der Hauptäste sind abgestorben und abgebrochen und verleihen dem Baum das bizarre Aussehen einer Märchengestalt.
Ich habe noch die Geodaten verfeinert einige Bilder mit Laub dazugestellt.
In der aktuellen Google-Earth Ansicht scheint die mittlerweile freigestellte Lichtung noch nicht erfasst zu sein -
es sieht darauf noch stark bewachsen aus.
Gruß Klaus
(Edit: Umbenennung siehe diesen Beitrag)
eine weitere Ergänzung im Polnischen Teil des binationalen Parkes: Die Namenlose Alteiche 1 auf einer Lichtung nahe der Hermannseiche.
Der Eichenveteran hat einen mächtigen Stamm mit Beulen und Öffnungen zum hohlen Inneren, in dem ein Waldameisenvolk wohnt.
Viele der Hauptäste sind abgestorben und abgebrochen und verleihen dem Baum das bizarre Aussehen einer Märchengestalt.
Ich habe noch die Geodaten verfeinert einige Bilder mit Laub dazugestellt.
In der aktuellen Google-Earth Ansicht scheint die mittlerweile freigestellte Lichtung noch nicht erfasst zu sein -
es sieht darauf noch stark bewachsen aus.
Gruß Klaus
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- Habitus aus Richtung Osten bei Sonnenuntergang, Juni 2017
- Odin-4.jpg (59.08 KiB) 1436 mal betrachtet
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- hier herrscht quirliges Treiben: Waldameisenvolk am- und im hohlen Stamm
- Odin-2.jpg (109.1 KiB) 1436 mal betrachtet
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- Öffnung an der östlichen Seite des Stammes
- Odin-1.jpg (99.55 KiB) 1436 mal betrachtet
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- Habitus aus Richtung Westen, Juni 2017
- Odin-3.jpg (138.39 KiB) 1436 mal betrachtet
- baumlaeufer
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Re: Odinseiche im Park Bad Muskau, Register-Nr.: 5079
Klaus Heinemann hat geschrieben:......
In der aktuellen Google-Earth Ansicht scheint die mittlerweile freigestellte Lichtung noch nicht erfasst zu sein -
es sieht darauf noch stark bewachsen aus.
Gruß Klaus
Wie soll`s auch gehen Klaus, als Andreas und ich in diesem Februar dort waren, schlossen sie gerade die Rodungsarbeiten ab, Schreddern und " Feuerchen "
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- BadMuskau2006Polnisch01.jpg (327.03 KiB) 1426 mal betrachtet
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
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Hallo,
wer hat diesen eindrucksvollen Eichenriesen eigentlich die wunderschönen Namen aus der germanischen Mythologie verpasst ? Odinseiche, Thorseiche usw. - Pückler selbst ? Gibts da noch weitere Göttereichen, vielleicht die Heimdaleiche, die Tyreiche oder die Baldureiche ?
Kann man da eigentlich innerhalb des Parks die Grenze problemlos überqueren und wie weit sind die Eichen von der Grenze entfernt ?
Beste Grüße
André
wer hat diesen eindrucksvollen Eichenriesen eigentlich die wunderschönen Namen aus der germanischen Mythologie verpasst ? Odinseiche, Thorseiche usw. - Pückler selbst ? Gibts da noch weitere Göttereichen, vielleicht die Heimdaleiche, die Tyreiche oder die Baldureiche ?
Kann man da eigentlich innerhalb des Parks die Grenze problemlos überqueren und wie weit sind die Eichen von der Grenze entfernt ?
Beste Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross
- Klaus Heinemann
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noch weitere Göttereichen
Hallo André,
Hermann von Pückler-Muskau hatte wohl eine Neigung zu den alten Göttern und Geschichten,
das war aber sicher nicht ungewöhnlich in seiner Zeit.
Und ganz nach Schillers Worten "Ich sei - gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte"
könnte er die "Hermannseiche" so genannt haben...
Andere Götter-Baum-Namen kenne ich aber nicht, siehe Anhang.
Gruß Klaus
Hermann von Pückler-Muskau hatte wohl eine Neigung zu den alten Göttern und Geschichten,
das war aber sicher nicht ungewöhnlich in seiner Zeit.
Und ganz nach Schillers Worten "Ich sei - gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte"
könnte er die "Hermannseiche" so genannt haben...
Andere Götter-Baum-Namen kenne ich aber nicht, siehe Anhang.
Gruß Klaus
Hallo Klaus,
vielen Dank für die Info- ja, das war Mitte/Ende des 19. jahrhundert besonders en vogue sich auf die Altvorderen udn deren religiös-mythischen Überlieferungen zu beziehen. Die Hermannseiche gehört da sicher auch in diese Reihe, man darf vermuten das damit Hermann der Cherusker, heute meist Arminius genannt, Vorbild war.
Viele Grüße
André
vielen Dank für die Info- ja, das war Mitte/Ende des 19. jahrhundert besonders en vogue sich auf die Altvorderen udn deren religiös-mythischen Überlieferungen zu beziehen. Die Hermannseiche gehört da sicher auch in diese Reihe, man darf vermuten das damit Hermann der Cherusker, heute meist Arminius genannt, Vorbild war.
Viele Grüße
André
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Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross
- Klaus Heinemann
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siehe Anhang
jetzt habe ich den Anhang gar nicht angehängt
hier kommt er nach
Gruß Klaus
hier kommt er nach
Gruß Klaus
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- Parkkarte-3-.jpg (22.2 KiB) 1411 mal betrachtet
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- Parkkarte-2-.jpg (70.82 KiB) 1411 mal betrachtet
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Wolfgang Sibora
- Beiträge: 337
- Registriert: 02 Feb 2014, 18:43
- Wohnort: Fürstenwerder / Nordwestuckermark
Und hier die vorläufig letzte Ergänzung / Korrektur der Muskauer Alteichen:
Der Standort dieser Eiche und ihre gewaltige Gestalt legen nahe, dass es sich um eine der alten Odinseichen handeln könnte. So war sie bisher auch in unserem Register bezeichnet. Eine Überlagerung der alten Parkkarten, in denen die Odinseichen eingezeichnet sind, mit jetzigen Gegebenheiten zeigt aber: sie müssen weiter östlich zu finden sein. Dieser Baum zählt also zu den vielen „namenlosen“ Uralteichen, die von Pückler in seine Gesamtgestaltung des Parkes als Blickfang und wichtiges Landschaftselement mit einbezogen wurden. Herausgefunden hat das Frau Roscher von der Stiftung „Fürst Pückler Park Bad Muskau“.
LG - Wolfgang Sibora
Der Standort dieser Eiche und ihre gewaltige Gestalt legen nahe, dass es sich um eine der alten Odinseichen handeln könnte. So war sie bisher auch in unserem Register bezeichnet. Eine Überlagerung der alten Parkkarten, in denen die Odinseichen eingezeichnet sind, mit jetzigen Gegebenheiten zeigt aber: sie müssen weiter östlich zu finden sein. Dieser Baum zählt also zu den vielen „namenlosen“ Uralteichen, die von Pückler in seine Gesamtgestaltung des Parkes als Blickfang und wichtiges Landschaftselement mit einbezogen wurden. Herausgefunden hat das Frau Roscher von der Stiftung „Fürst Pückler Park Bad Muskau“.
LG - Wolfgang Sibora
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- A. Roscher, Stiftung „Fürst Pückler Park Bad Muskau“, in einem bisher nicht veröffentlichten Heft zu den Alteichen im Muskauer Park
- Uralteichen im Muskauer Park-Karte_a.jpg (393.9 KiB) 1149 mal betrachtet