Pyramideneiche bei Sohland, Register-Nr.: 5045

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baumlaeufer
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Pyramideneiche bei Sohland, Register-Nr.: 5045

Beitrag von baumlaeufer »

Bei meiner Februartour 2017 habe ich am letzten Tag eine Eiche gefunden, die ich als Pyramideneiche ansehe. Merkwürdig , steht sie doch mitten in der Feldflur bei Sohland am Rotstein im Kreis Görlitz . Schaut euch `doch die Habitusfotos an und das Detailbild mit den am Stamm abgehenden Ästen, m.E eindeutig Quercus robur f. fastigiata. Gibts Bedenken?
Gemessen auf 532 cm Stammumfang,
Der Baum hat zwei starke Ausbrüche von Ästen gut überstanden, er dient als Materiallager für Stangen.
Baumaleufer
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SohlandPyramidenEiche02.jpg
SohlandPyramidenEiche02.jpg (200.27 KiB) 1683 mal betrachtet
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Klaus Heinemann
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die ich als Pyramideneiche ansehe

Beitrag von Klaus Heinemann »

Hallo Wolfgang,

bei der äußeren Form sehe ich keine typischen Kennzeichen. Die Äste sollten doch stramm aufwärts wachsen?

Gruß Klaus

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baumlaeufer
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Re: die ich als Pyramideneiche ansehe

Beitrag von baumlaeufer »

Klaus Heinemann hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

bei der äußeren Form sehe ich keine typischen Kennzeichen. Die Äste sollten doch stramm aufwärts wachsen?

Gruß Klaus
Sicher bin ich da auch nicht,
Klaus,
aber schau mal die Astansätze auf Foto SohlandPyramidenEiche03.jpg linker Bildrand an. Ist doch atypisch für eine normale Stieleiche.
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Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Ich hatte gestern abend schon geantwort, Wolfgang, aber vermutlich vergessen zu speichern. ich sehe es wie Klaus. Ich denke auch, dass das keine Pyramideneiche ist. Das sieht mir zu gewöhnlich aus.

Viele Grüße,

Rainer

Hilmar
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Beitrag von Hilmar »

Hallo Wolfgang,

auch für eine ältere Pyramiden-Eiche ist die Krone zu breit gewölbt, insbesondere im oberen Drittel.
Ein typisches Merkmal bei älteren Pyramiden-Eichen (übrigens auch bei Pyramiden-Pappeln), sind die Krümmungen an den unteren Ästen, welche nicht selten einen Bogen von 270° umfassen. Diese fehlen hier völlig.

Gruß Hilmar

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Okay und danke für die Einschätzungen,
es ist jetzt "nur " eine Stieleiche
Baumlaeufer
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Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo,

ich habe auch noch so ein Problemfall. Hier dachte ich Anfangs auch, es wäre eine Pyramideneiche. Je mehr ich aber darüber nachdenke, meine ich, es ist auch nur eine normale Eiche. Oder was meint ihr?

Viele Grüße,

Rainer

biloba
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Beitrag von biloba »

Ähm, mal so als botanischer Laie frage ich in die Runde:

Müsste man bei einer Pyramideneiche nicht irgendwie eine Veredlungsstelle erkennen können? Insbesondere während eines Besuches am Baum könnte man doch in Verdachtsfällen mal genauer hin sehen.

Konnte jemand eine solche Stelle erkennen?


Oder können die auch mit Eicheln vermehrt werden?


Laienhafte Grüße!

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Rainer Lippert hat geschrieben:Hallo,

ich habe auch noch so ein Problemfall. Hier dachte ich Anfangs auch, es wäre eine Pyramideneiche. Je mehr ich aber darüber nachdenke, meine ich, es ist auch nur eine normale Eiche. Oder was meint ihr?

Viele Grüße,

Rainer
Abgesehen davon, daß der Link zu MT führt, habe ich noch anzumerken, daß ich diese bezeichnete Eiche schon eher als Q. R Fastigiata ansehen würde.
biloba hat geschrieben:.....
Müsste man bei einer Pyramideneiche nicht irgendwie eine Veredlungsstelle erkennen können?

Die gibts nicht
biloba hat geschrieben:.....

Oder können die auch mit Eicheln vermehrt werden?
M. E nur durch Stecklinge, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren !
Guts Nächtle
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che80
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Beitrag von che80 »

Hi ihrs ich habe schon einige Stieleichen mit verdrehten Ästen gesehen und oder in ihnen gearbeitet. Und diese gehört mit zu Ihnen. Allerdings ist sie keine Pyramiden Eiche. Es gibt ja zwei Formen von dieser aber bei beiden erkennt man den nach oben strebenden Wuchs.

VG Sören

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Stammen nicht alle Pyramideneichen, gleichsam als Abkömmlinge einer Mutantin von der "Schönen Eiche" in Harreshausen bei Babenhausen ab ? Zumindest habe ich diese Theorie mal gelesen, wobei einige der Abkömmlinge die "Mutter" inzwischen an Stammumfang übertroffen haben - wenn die These zutrifft, dann kann es ja naturgemäß keine Veredelungsstelle wie bei Obstgehölzen geben, dann wachsen die Eichen von Anfang an so, ähnlich wie die Taxus baccata fastigiata gleich säulenförmig wachsen.-
Aber zurück zur Eiche hier, etwas ungewöhnlich finde ich den Wuchs schon, wenns auch keine Pyramideneiche ist, so ist der Wuchs mindestens etwas außer der "Norm".

Viele Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross

che80
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Beitrag von che80 »

Hi Andre so ist es wohl wirklich, alle stammen von der schönen Eiche ab zumindest habe ich es nur so im inet gelesen und auch die Berichte aus den Jahrbüchern der DDG die ich bis jetzt gelesen habe stimmen dieser Aussage zu. Allerdings gibt es zum einen die Form die die schöne Eiche selbst hat, einen zwar aufrechten aber doch eher mit einer Krone die recht breit wirkt und dann die der wirklichen Säule.

VG Sören

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