Lärche bei Rosenow

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Wolfgang Sibora
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Lärche bei Rosenow

Beitrag von Wolfgang Sibora »

Nördlich des kleinen Dörfchens Warthe im Landkreis Uckermark, von der alten Bahnlinie (jetzt eine asphaltierte Radpiste ""Spur der Steine") aus aber zumindest bei nassem Wetter besser zu Fuß zu erreichen, lebt eine der ältesten, stärksten und höchsten Lärchen Deutschlands. Sie ist etwas schwierig zu finden. Im ersten Teil ausgeschildert, muss man unmittelbar vor dem Baum doch suchen, weil die Beschilderung - je nachdem wie man läuft (es gibt in unmittelbarer Nähe einige verschlungene Wegmöglichkeiten) - versteckt angebracht ist. Das Pflanzdatum ist ca. 1780. 1798 wurde ca. 1km weiter westl. eine Lärchenallee mit Sämlingen aus den Sudeten angelegt. Ein Ziel für den nächsten Besuch... Hier ist die Lärche zu finden.
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P1300966a.jpg (425.01 KiB) 1875 mal betrachtet
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biloba
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Beitrag von biloba »

Sehe ich es richtig, dass sich da Spechte um ordentliche Pilzeintrittspforten gekümmert haben?


Gehämmerte Grüße!

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Ein ganz schöner Brecher! Mal sehen, wie lange der noch macht...Ich hoffe lange. Denn auch durch die Höhe insgesamt sehr beeindruckend!

Viele Grüße

Wolfgang Sibora
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Beitrag von Wolfgang Sibora »

...sieht ganz so aus, Gunter. Hätte sonst keine andere Erklärung, bin aber auch nicht der Experte, der sich da gut auskennt.

Viele Grüße -

musicussi

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Hallo,

ja, das sind tatsächlich Spechtlöcher, wie es ausschaut ist der Buntspecht (Dendrocopus major) der Verursacher, der viel größere Schwarzspecht, der, theoretisch ebenfalls in Frage käme, hackt deutlich größere und meist ovale Löcher.
Die Löcher an der Lärche hier legte der Buntspecht zum Nahrungserwerb an (Nisthöhlen werden in größeren Höhen, meist zwischen 2 und 15 m angelegt), dass der Specht so viele Löcher in den Baum hackte ist leider kein besonders gutes Zeichen, denn offenkundig hatte er Erfolg, womöglich ist die Lärche vom Lärchenbock (Tetropium gabrieli) befallen- (der Lärchenborkenkäfer befällt höher gelegene Abschnitte im Stamm), dessen Larven sich der Buntspecht schmecken ließ. Der Befall durch den Lärchenbock schwächt solche Veteranen sehr und kann sie - bei starkem Befall- auch zum Absterben bringen.

Viele Grüße
andré
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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Ratatöskr hat geschrieben:Hallo,

ja, das sind tatsächlich Spechtlöcher, wie es ausschaut ist der Buntspecht (Dendrocopus major) der Verursacher, der viel größere Schwarzspecht, der, theoretisch ebenfalls in Frage käme, hackt deutlich größere und meist ovale Löcher.
....

Viele Grüße
andré

Spechtlöcher fast am Erdboden ? Bist du da sicher, Andre ?

Baumlaeufer
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Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo,

die Löcher haben mich gleich an die Hildegartlärche am Bodensee erinnert. Die ist noch etwas dicker wie diese hier. Die hat untenherum auch solche Löcher. Hier mal ein Bild, wo mindestens 5 Löcher zu sehen sind. Auf dem kleinen Bild allerdings nicht.

Viele Grüße,

Rainer
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Hildegardlärche.jpg
Hildegardlärche.jpg (380.19 KiB) 1838 mal betrachtet

che80
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Beitrag von che80 »

Mich würde mal interessieren ob die Löcher bis zu Holz vordringen oder ob dort nur die Rinde betroffen ist?

VG Sören

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Ja, Wolfgang, die Spechte gehen schon bis ganz runter, sie zerlegen auch nicht selten Stubben vollsändig weil sie dort Käferlarven vorfinden.
Bei einem loch, so auf halber Höhe links, sieht man sogar noch die relativ frischen Hackspuren.

die meisten Larven sitzen ja zwischen Rinde und Splintholz, insofern werden auch die Löcher auch nicht allzu tief gehen.

Viele Grüße
André
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