Eibe in Schwarmstedt
Moderatoren: Klaus Heinemann, baumlaeufer, JoachimSt
Eibe in Schwarmstedt
Gestern war ich auf einen kurz Trip und siehe da, zwar keine Eiche (tut mir Leid Rainer), aber eine eindrucksvolle Eibe. Sie hat zwar nicht ganz das hier geforderte Gardemaß, aber bei den paar Eiben die hier im Register für Niedersachsen stehen, ist sie mitten drin.
Sie hat einen Umfang von 2,73m, bei einer Höhe von 18,75m und einem Kronendurchmesser von 17,90m. Sie steht in einem Wald oder Park am Rittergut Lenthe in Schwarmstedt. Geographische Daten 52° 40′ 31″ N und
9° 37′ 36″ O und gehört zu den Naturdenkmalen des LK Heidekreis die Nummer lautet 27.
VG Sören
Sie hat einen Umfang von 2,73m, bei einer Höhe von 18,75m und einem Kronendurchmesser von 17,90m. Sie steht in einem Wald oder Park am Rittergut Lenthe in Schwarmstedt. Geographische Daten 52° 40′ 31″ N und
9° 37′ 36″ O und gehört zu den Naturdenkmalen des LK Heidekreis die Nummer lautet 27.
VG Sören
- Dateianhänge
-
- 20170108_132621_ergebnis.jpg (78.04 KiB) 2775 mal betrachtet
- baumlaeufer
- Beiträge: 7765
- Registriert: 07 Feb 2008, 01:56
- Wohnort: Münster/ NRW
- Kontaktdaten:
Hy Sören
im Untergut in Lenthe war ich 2013 schon und habe eine massive Süntelbuche eingestellt. Da gibt es noch andere sehenswerte Bäume!
Ich würde dann dort die Eibe im Eintrag nachrichtlich erwähnen. Das ist doch okay ?
Baumlauefer
im Untergut in Lenthe war ich 2013 schon und habe eine massive Süntelbuche eingestellt. Da gibt es noch andere sehenswerte Bäume!
Ich würde dann dort die Eibe im Eintrag nachrichtlich erwähnen. Das ist doch okay ?
Baumlauefer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
www.na-tour-denkmal.de
Ich denke da hast Du wirklich sehr konservativ geschätzt, zumindest dann, wenn es sich nicht um ein mehrkerniges Exemplar handelt- nach den Eiben in Paterzell zu urteilen (wobei man anderen Standort udn anderes Klima freilich berücksichtigen muss), von denen man das Alter tw. zumindest annähernd eruieren konnte, wachsen die meisten Exemplare weniger als 1cm /pro Jahr hinsichtlich der Stammdicke zu, so dass die von Dir vorgestellte Eibe womöglich auch schon deutlich über 200 Jahre alt sein könnte.
Viele grüße
André
Viele grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross
oh das wusste ich noch nicht. Also das die Eibe langsam wächst schon, aber das mit dem cm nicht. naja wenn man 2 cm annehmen würde, wäre die Eibe 136 Jahre alt. Vielleicht weiß ja jemand noch andre Daten zum durchschnittlichen Wachstum. Ich hatte vorhin fix gegoogelt, aber nichts brauchbares entdeckt.
VG Sören
VG Sören
Das ist auch immer ein sehr heikles Thema, selbst bei so gut utersuchten Bäumen wie Eichen gehen die Meinungen über das "Durchschnittswachstum" auch unter Experten und Baumkennern immer auseinander, zudem ist das Wachstum nicht linear, sondern verlangsamt sich meist mit zunehmendem Alter. Bodengüte, Wasserversorgung, Kleinklima, Vegetationszeit müssen ebenfalls mit einfließen.
Die Eibe wächst in jedem fall extrem langsam, bei baumportal.de kann man Baumart und Umfang eingeben und sich dann das ungefähre Alter errechnen lassen, das Ergebnis für eine Eibe mit 2,70 Umfang wurde mit 380 Jahren angegeben, korreliert also mit einem unterstellten durchschnittlichen Stammdickenzuwachs pro Jahr von 0,7 cm ganz gut mit den Erfahrungen aus bzw. in Paterzell, dort werden die mächtigsten Eiben mit ca. 350 cm Umfang auf etwa 500 Jahre taxiert.
Die Eibe im Frankenwald (im Register als Eibe bei Bernstein vertreten) wird bei 370 cm Stammumfang auf einem Infoschild mit 800 Jahren angegeben, was zu hoch erscheint- auf gut 500 Jahre könnte sie aber bringen.
Insgesamt taucht als Durchschnittswachstum am meisten der Wert 0,7 cm pro Jahr (Stammdickenzuwachs ) auf.
Beste Grüße
André
Die Eibe wächst in jedem fall extrem langsam, bei baumportal.de kann man Baumart und Umfang eingeben und sich dann das ungefähre Alter errechnen lassen, das Ergebnis für eine Eibe mit 2,70 Umfang wurde mit 380 Jahren angegeben, korreliert also mit einem unterstellten durchschnittlichen Stammdickenzuwachs pro Jahr von 0,7 cm ganz gut mit den Erfahrungen aus bzw. in Paterzell, dort werden die mächtigsten Eiben mit ca. 350 cm Umfang auf etwa 500 Jahre taxiert.
Die Eibe im Frankenwald (im Register als Eibe bei Bernstein vertreten) wird bei 370 cm Stammumfang auf einem Infoschild mit 800 Jahren angegeben, was zu hoch erscheint- auf gut 500 Jahre könnte sie aber bringen.
Insgesamt taucht als Durchschnittswachstum am meisten der Wert 0,7 cm pro Jahr (Stammdickenzuwachs ) auf.
Beste Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross
Hm 380 Jahre würde ich für zu hoch halten bei dem Baum. Es ist zwar ein alter Adelssitz, aber es gibt keine anderen Bäume die in die Richtung kommen, vom Alter her gesehen. Dort ist der Rand vom Park in einen Wald in dem einige Eichen und Buchen stehen und das Bestandesalter würde ich Auch in die Richtung 120-140 Jahre schätzen. Aber wie du schon gesagt hast Eiben wachsen extrem langsam und wer weiß ob man diese lange geschont hat.
VG Sören
VG Sören
- baumlaeufer
- Beiträge: 7765
- Registriert: 07 Feb 2008, 01:56
- Wohnort: Münster/ NRW
- Kontaktdaten:
Che80, hast du ein Foto vom Stamm zur Beurteilung der evtl Mehrkernigkeit. Bei Eiben sehr häufigche80 hat geschrieben:...Also das die Eibe langsam wächst schon, aber das mit dem cm nicht. naja wenn man 2 cm annehmen würde, wäre die Eibe 136 Jahre alt. ...
VG Sören
Okay Schwarmstedt bekommt dann den Eintrag... demnächst
Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
www.na-tour-denkmal.de
Nein leider nicht. Aber eine Mehrkernigkeit kann ich mir absolut nicht vorstellen. Die gesamte Eibe sieht aus wie ein einziger Baum. So habe ich noch keine gesehen, Meist liegen die Stämme oder sie sind verdreht gewachsen. Wenn ich nicht gewusst hätte das dort eine stehen soll, hätte ich sie aus der Ferne für eine unterständige Douglasie gehalten.
VG Sören
VG Sören
Hallo Andreas,
ja keine Frage, ein Stammdickenwachstum von 2cm ist bei der Eibe völlig illusorisch, zumal wenn es sich nicht um einen mehrkernigen Baum handelt wie bei der Eibe in Jabel (MVP) und selbst diese schafft es trotz günstigem Standort im Pfarrgarten und ihrer Mehrkernigkeit als ausgesprochen wüchsiges Exemplar nicht, die 2 cm zu erzielen, sondern bleibt etwas darunter. Die von Dir genannten 0,5 cm /Jahr erscheinen da schon viel eher realistisch, zumal bei Waldeiben, ich habe mich einmal mit einem Schweizer Eibenfreund ausgetauscht, der für die Eiben im Jura sogar noch erheblich niedrigere Zuwachsraten nannte, zumal wenn es um Alteiben in höheren Lagen ging. Die von mir genannten 0,7 cm (Durchschnitts-Richtwert der Eiben in Paterzell) sind auch vor dem Hintergrund der für Eiben dort günstigen Boden- und Klimaverhältnisse zu sehen und dürften damit schon am oberen Limit des möglichen Zuwachses liegen. Die Eibe in Bernstein /Frankenwald wäre mit 3,70m Umfang bei angenommenem Zuwachs von 0,5 cm etwa 750 Jahre alt, bei 0,7 cm etwa 530- beide Schätzungen liegen noch unter dem dort angegebenen Wert von 800-900 Jahren, der allerdings wirklich sehr optimistisch erscheint.
Hallo Sören,
ich halte es schon für denkbar und auch wahrscheinlich, dass die Eibe älter ist als der Umgebungsbewuchs, das ist ja bei der Bernsteiner Eibe nicht anders, auch diese ist rund 8-10 x so alt wie die sie umgebenen Fichten. Im Mittelalter schonten gerade die Herren des niederen Adels die Eiben oft, zum einen als lebende Waffenkammern, weil Eibenholz als exzellentes Bogenholz galt udn zum anderen schon vor dem Hintergrund mythologischer Vorstellungen.
Viele Grüße aus dem wie fast immer eisigen Vogtland
André
ja keine Frage, ein Stammdickenwachstum von 2cm ist bei der Eibe völlig illusorisch, zumal wenn es sich nicht um einen mehrkernigen Baum handelt wie bei der Eibe in Jabel (MVP) und selbst diese schafft es trotz günstigem Standort im Pfarrgarten und ihrer Mehrkernigkeit als ausgesprochen wüchsiges Exemplar nicht, die 2 cm zu erzielen, sondern bleibt etwas darunter. Die von Dir genannten 0,5 cm /Jahr erscheinen da schon viel eher realistisch, zumal bei Waldeiben, ich habe mich einmal mit einem Schweizer Eibenfreund ausgetauscht, der für die Eiben im Jura sogar noch erheblich niedrigere Zuwachsraten nannte, zumal wenn es um Alteiben in höheren Lagen ging. Die von mir genannten 0,7 cm (Durchschnitts-Richtwert der Eiben in Paterzell) sind auch vor dem Hintergrund der für Eiben dort günstigen Boden- und Klimaverhältnisse zu sehen und dürften damit schon am oberen Limit des möglichen Zuwachses liegen. Die Eibe in Bernstein /Frankenwald wäre mit 3,70m Umfang bei angenommenem Zuwachs von 0,5 cm etwa 750 Jahre alt, bei 0,7 cm etwa 530- beide Schätzungen liegen noch unter dem dort angegebenen Wert von 800-900 Jahren, der allerdings wirklich sehr optimistisch erscheint.
Hallo Sören,
ich halte es schon für denkbar und auch wahrscheinlich, dass die Eibe älter ist als der Umgebungsbewuchs, das ist ja bei der Bernsteiner Eibe nicht anders, auch diese ist rund 8-10 x so alt wie die sie umgebenen Fichten. Im Mittelalter schonten gerade die Herren des niederen Adels die Eiben oft, zum einen als lebende Waffenkammern, weil Eibenholz als exzellentes Bogenholz galt udn zum anderen schon vor dem Hintergrund mythologischer Vorstellungen.
Viele Grüße aus dem wie fast immer eisigen Vogtland
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross
Hallo Sören,
gern geschehen, es gibt auch gute Literatur speziell über die Eibe, die mich als Baumart neben der Eiche immer schon am meisten interessiert und fasziniert hat, besonders gefallen hat mir das Werk "Die Eibe in neuem Licht" von Fred Hageneder, eine, wenn man so sagen kann, umfassende Monographie über die Eibe, die alle Aspekte, die biologischen, historischen und mythologischen gleichermaßen, umfassend beleuchtet.
Beste Grüße
André
gern geschehen, es gibt auch gute Literatur speziell über die Eibe, die mich als Baumart neben der Eiche immer schon am meisten interessiert und fasziniert hat, besonders gefallen hat mir das Werk "Die Eibe in neuem Licht" von Fred Hageneder, eine, wenn man so sagen kann, umfassende Monographie über die Eibe, die alle Aspekte, die biologischen, historischen und mythologischen gleichermaßen, umfassend beleuchtet.
Beste Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross
Elisabeth Kübler Ross