Ja, durch die vielen Sämlingsauslesen und dadurch, dass dieselbe Mutation teils mehrmals gefunden und jeweils anders benannt wurde, gibt es da ein Riesen- Tohuwabohu.
Grundsätzlich wäre es ja nicht verkehrt, zb drei im Walde gefundenen Sämlingen, einmal rotlaubig, einmal mit gebuchtetem Laub und einmal säulenförmig, jeweils neue Namen zu geben, da es ja neue Klone sind, also mit den schon bestehenden alten Sorten nicht unmittelbar verwandt. Sind die dann aber faktisch gleich von Wuchsstärke, Habitus etc., hat man oberflächlich das gleiche, aber 'nen irren Namens- Wirrwarr...
Hier zB habe ich einen kleinen Buchensämling, der aussieht wie 'Dentata'. Ist aber keine, nicht mal ein Sämling von einer, sondern ein vor knapp zwei Jahren im Wald gefundener Mutant.

Da sie mit 'Dentata' nichts zu tun hat, könnte ich ihr einen eigenen Sortennamen geben- auch, weil sie viel ovalere Blattspreiten hat als die wirkliche 'Dentata'. Würde aber Verwirrung stiften.
Eventuell wäre es besser, statt äußerlich gleichen Sorten verschiedene Namen zu geben, sie einfach zB 'Purpurea Klon 1', 'Purpurea Klon 2' und so weiter zu nennen.
So ließe sich viel Verwirrung umgehen, glaube ich, und man wüsste dennoch, was man vor sich hat... Auch bei den unzähligen roten Auslesen, so dass es erst gar nicht zu dem Wirrwarr 'Atropunicea' und 'Purpurea' gekommen wäre.
Da man quasi alles veredeln kann und auch veredelt, ist das für mich jetzt kein verlässliches Merkmal mehr.
Grüße,
Andreas