Messung eines Holunder

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quellfelder
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Messung eines Holunder

Beitrag von quellfelder »

Hallo,

wie ist bei der Messung eine Holunderstrauchs vorzugehen?
Wird der BHU nur vom dicksten Stamm, oder der Totalumfang gemessen. Dieses bemerkenswerte Exemplar soll als Beispiel dienen.

Viele Grüße

quellfelder
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Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo Hartmut!

Du misst den dicksten Stämmling an der passenden Stelle (also nicht zwingend in 1,30 m Höhe), also unter- oder oberhalb von Ästen da, wo der Stamm "unverfälscht" dick ist.
Bei meinem alten Holunder http://www.baumkunde.de/baumregister/37 ... _imhausen/ etwa habe ich den von dem direkt davor stehenden dünnen Stämmling etwas verdeckten Hauptstamm unterhalb des nach links weggehenden, etwas höher ansetzenden Stämmlings gemessen.
Oder, im größeren Bild und besser zu erkennen, hier an der gelben Linie:
Bild
Der Stamm ging dabei ohne nennenswerten Wurzelanlauf in die Erde über, also erfolgte irgendwann früher mal eine Anschüttung, wahrscheinlich, um die Rasenböschung schön hinzubekommen, denn das Gebäude im Hintergrund war früher eine Schule, der Holunder steht direkt am ehemaligen Pausenhof. Ich vermute, noch einmal ca. 20- 30 cm Stamm werden sich unterirdisch befinden.
Diese Ausführung nur, um zu zeigen, dass die Messstelle halt eine von Astansätzen oder Wurzelanläufen unbeeinträchtige Stelle sein sollte.

Ich glaube übrigens, dass man die 130 cm Messhöhe bei Sträuchern nur bedingt anwenden kann. Die wachsen ja anders und meist langsamer als Bäume, so dass man bei solchen Sträuchern wie Deinem und meinem Holunderbeispiel lieber tiefer misst.
Und nur bei wirklich baumartig gewachsenen Sträuchern in 100- 130 cm Höhe.

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

dann geht das Ergebnis aber gewaltig daneben. Na dann lassen wir es sein.
Ist einfach zu viel Aufwand.

Viele Grüße

quellfelder

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Ja, der Holunder ist eben eher ein Strauch und kein Baum - auch wenn der eine oder andere Einzelzweig ei´nem Stamm schon alle Ehre macht.
Der Vollständigkeit müsste man auch ausführen, wieviele Einzelzweige den Strauchumfang erzeugen. Es ist ja ein Unterschied, ob es z.B. 7 sehr starke oder 20 eher dünne, dicht gewachsene sind.
Und dann ist die Frage, wie dicht sie aufeinander sitzen.

Ja, das wäre quasi eine eigene Wissenschaft. Und man kann ein ganzes Buch verfassen über die Vermessungs- und Bewertungsregeln - was allerdings leider kein Mensch lesen würde. :wink:

Viele Grüße

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

@Kiefer: Das wollte ich noch sagen: Ein ausgesprochen ästhetischer Wacholder!
So gar nicht dieser Gestrüpp-Habitus. Sieh an, was so alles möglich ist.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Du meintest sicher Holunder. Ja, der ist wunderbar. Eine geballte Ladung Prächtigkeit!

Viele Grüße

quellfelder

PS: Gestrüpp sagt meine Frau auch immer.
Zuletzt geändert von quellfelder am 25 Jan 2015, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.

biloba
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Beitrag von biloba »

Kiefernspezi hat geschrieben:@Kiefer: Das wollte ich noch sagen: Ein ausgesprochen ästhetischer Wacholder!
Hm. Ich hätte die abgebildete Pflanze jetzt für einen Holunder gehalten. Aber in Sachen Gehölzbestimmung habe ich ohnehin wenig Ahnung.


Grüße!

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

quellfelder: Warum geht das Ergebnis mächtig daneben?
Der dickste Stämmling ist sicherlich der älteste im Strauch, somit solltest Du das Alter doch gut herausbekommen.
Hast Du mehrere gleichwertige, nimmst Du den am dicksten wirkenden oder auch am besten erreichbaren, vor allem bei so einem Gestrüpp :lol: ;)!
Schwierig würde es natürlich nur, wenn der Strauch früher mal bodengleich auf Stock gesetzt wurde- dann sind die Austriebe freilich nur so alt, wie der Schnitt her ist.

Andrè: Den Strauchumfang würde man einmal rund um den gesamten Strauch messen, aber auf den kommt es ja nicht an.
Nur den dicksten Stämmling raussuchen und zwischen Boden und der Stelle, wo er ab Verzweigungen dünner wird, den Umfang dieses Stämmlings messen.
Den vorderen Stämmling habe ich nur mit überzeichnet, weil der halt vor dem Hauptstämmling steht- meinen tue ich nur den dicken dahinter.

Das Kompliment werde ich übrigens auch an den Holunder weiter geben. So Mitte bis Ende Februar möchte ich nochmal bei ihm anhalten und ein paar Steckhölzer nehmen, damit das schon ziemlich beispielhafte und in unseren Breiten hier sehr bemerkenswerte Exemplar (Holunder an sich ist nicht selten, aber so dicke Brummer- da ist er der bislang einzige!) erhalten bleibt :). Hier kann ja jede Gemeinde jederzeit auf die Idee kommen, irgendwo plötzlich zu räumen und zu bauen.
Und wenn selbst ausgewiesene Naturdenkmale wie die dicke alte und bis zuletzt gesunde Eibe am Haupteingang des Kölner Zoos quasi nichts bedeuten und für Neubauprojekte weg gehauen werden dürfen, dann bedeutet so ein "Unkraut" wie ein Holunder, selbst ein so alter, gleich dreimal nichts...

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo Andrea,

jetzt habe ich da begriffen, wie das ist mit der Messung. Das wird nichts, weil ganz offensichtlich der dickste Stämmling nicht annähernd die erforderliche Stärke erreicht. Somit spare ich mir den beschwerlichen Gang, obwohl ich ihn gern gemacht hätte. Konzentriere mich daher in Zukunft auf die einstämmigen Riesen. Da habe ich noch einen in Reserve. Muß bloß noch warten, bis es trockener wird. Aber, das sei schon jetzt gesagt, das wird der Kracher!

Viele Grüße

quellfelder

PS: Werde immer mehr darin bestärkt, eine eigene Holunder-Liga zu schaffen.

biloba
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Beitrag von biloba »

Hallo Andreas,
Kiefer hat geschrieben:Hier kann ja jede Gemeinde jederzeit auf die Idee kommen, irgendwo plötzlich zu räumen und zu bauen.
So ist es. In NRW ist jetzt ohnehin Schluss mit Umweltschutzgesetzen, die die Wirtschaft behindern.
NRW will Gesetze auf Wirtschaftlichkeit prüfen
In Nordrhein-Westfalen sollen neue Gesetze künftig auf ihre Folgen für die Wirtschaft überprüft werden. Das hat Landes-Wirtschaftsminister Duin angekündigt. Er sagte in Düsseldorf, dabei handele es sich um eine bisher einmalige Regelung in einem Bundesland. So müssten zum Beispiel Gesetze für neue Umweltstandards in NRW darauf überprüft werden, welche Kosten für die Industrie entstehen. Im Bund gibt es schon ähnliche Mechanismen bei neuen Regelungen. Nach Ansicht Duins sind dadurch zahlreiche Gesetze nicht gemacht worden, weil sie am Ende einen zu großen Schaden für die wirtschaftliche Entwicklung gehabt hätten.
Quellenangabe


Grüße!

biloba
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Beitrag von biloba »

quellfelder hat geschrieben:Somit spare ich mir den beschwerlichen Gang, obwohl ich ihn gern gemacht hätte.
Wenn alles nichts hilft, kann man auch die fotografische Messung probieren. Die habe ich im vergangenen Jahr schon mal gemeinsam mit dem Baumläufer praktiziert. Das könnte hilfteich sein, wenn man an einem innen stehenden Stämmling nicht direkt heran kommt, ohne sich zu zerkratzen.

quellfelder hat geschrieben:PS: Werde immer mehr darin bestärkt, eine eigene Holunder-Liga zu schaffen.
Das bequatschen wir mal in Ruhe.


Grüße!

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