Ich nochmal:
Hätte eventuell jemand einen Umrechnungsfaktor zur Altersberechnung eines Holzapfel- Baumes aus dem Umfang?
Ich habe zur Errechnung der ca. 140 Jahre den Faktor 0,5 genommen, weil ich Apfelbäume als in der Jugend ähnlich schnellwüchsig empfinde wie Eschen oder Walnüsse.
Dabei bin ich freilich von Kulturäpfeln ausgegangen, und lese nun überall, dass Holzäpfel sehr langsamwüchsig wären, bzw. es nach den ersten 10- 15 Jahren weiiitaus gemächlicher angehen lassen.
Somit könnte der vorliegende Baum natürlich einiges älter sein als 140 Jahre, ein Ausnahme- Exemplar ist er mit seiner Stärke ja ohnehin schon.
Was meint Ihr also- welchen Berechnungsfaktor sollte ich hier anlegen? Eher den von Eichen, also 0,8?
da er auch ein Teil einer Randgruppe ist, praktisch ein an den Rand Gedrängter, Gedemütigter und Erniedrigter ist, hat er Bonuspunkte von 3/10 verdient. Also Faktor 0,8 halte ich für berechtigt.
Danke =)!
Ich habe das Baumalter jetzt mal nach dem Mitchell- Faktor berechnet, und bin so auf 170,4 Jahre gekommen.
Das deckt sich haargenau mit dem Faktor 0,6, was ebenfalls 170,4 Jahre ergibt. 0,6 wäre dabei der Berechnungsfaktor für Ulme, Ahorn, Buche. Der Baum an sich steht solitär und allein auf weiter Flur, das Gestrüpp links daneben sind abgeschnittenes Totholz und Bruchholz.
Der rechte Stämmling ist wie gesagt noch sehr vital und hat Jahrestriebe von teils 20 cm Länge.
Das passt ganz gut zum Zuwachs älterer Buchen, Ahorne etc., von daher dürften 170 Jahre plusminus 30 Jahre recht realistisch sein, denke ich. Habe das auch gleich aktualisiert.
Ein wirklich imposanter Baum. Ob das nun wirklich ein Malus sylvestris ist?
Ich vermute, wenn man den mal beschneidet, oder eventuell einen vitalen Trieb irgendwo raufpfropft, bekommt man einen "normalen" Apfel.
Wenn Obstbäume verwildern, werden die Früchte oft klein und unansehnlich.
Zumal der Standort am Straßenrand darauf hin deutet, dass dort früher mal eine Apfelallee stand, die entsprechend genutzt wurde.