Pinus sabiniana
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campoverde
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Pinus sabiniana
Hallo,
im botanischen Garten Dresden bin ich auf einen so ausgeschilderten Baum gestossen, der auch einen einsamen Zapfen trug.
Laut Kiefernspezi soll die Art wohl in D sehr selten zu finden sein.
Daher hier mal eine kleine Umfrage, kennt Ihr andere Vorkommen?
(Einige nicht so tolle Fotos im Anhang...)
im botanischen Garten Dresden bin ich auf einen so ausgeschilderten Baum gestossen, der auch einen einsamen Zapfen trug.
Laut Kiefernspezi soll die Art wohl in D sehr selten zu finden sein.
Daher hier mal eine kleine Umfrage, kennt Ihr andere Vorkommen?
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- Pinus sabiniana DDBG 0571.JPG (89.21 KiB) 5871 mal betrachtet
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Kiefernspezi
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Tja, das ist zweifelsfrei Pinus sabiniana. Erstaunlich, dass sie in Dresden aushält. Das ist doch der botanische Garten neben dem "Großen Garten"?
Ich war vor einigen Jahren das letzte mal da, da ist mir nix derartiges aufgefallen. Aber da war der Baum ja auch noch klein.
Ein recht großer Baum, der aber kleine Zapfen trägt, steht im Rombergpark in Dortmund.
Ansonsten kenne ich nur kleine Pflanzen, die m.W. noch keine Zapfen getragen haben und jederzeit eingehen können bei kalten Wintern.
Viele Grüße
Ich war vor einigen Jahren das letzte mal da, da ist mir nix derartiges aufgefallen. Aber da war der Baum ja auch noch klein.
Ein recht großer Baum, der aber kleine Zapfen trägt, steht im Rombergpark in Dortmund.
Ansonsten kenne ich nur kleine Pflanzen, die m.W. noch keine Zapfen getragen haben und jederzeit eingehen können bei kalten Wintern.
Viele Grüße
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campoverde
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Kiefernspezi
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campoverde
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Größe: da fehlt mir der Spezi-Blick, vielleicht um 20cm?
Ich habe mal zur Art nachgeschlagen bei wikipdia: Interessant die Anmerkungen zum Namen "digger pine" (Bezug auf die Indianer, nicht Goldgräber), wobei mir nicht ganz klar, was daran abwertend sein soll. In jedem Fall wäre dann die deutsche Übersetzung auf dem Schild in Dresden irreführend.
Interessant auch, daß es sich zumindest lt wikipedia um einen in der Regel recht kleinen Baum handeln soll...Muss das noch einmal mit Reiseberichten von Kiefernspezi abgleichen.
Ich habe mal zur Art nachgeschlagen bei wikipdia: Interessant die Anmerkungen zum Namen "digger pine" (Bezug auf die Indianer, nicht Goldgräber), wobei mir nicht ganz klar, was daran abwertend sein soll. In jedem Fall wäre dann die deutsche Übersetzung auf dem Schild in Dresden irreführend.
Interessant auch, daß es sich zumindest lt wikipedia um einen in der Regel recht kleinen Baum handeln soll...Muss das noch einmal mit Reiseberichten von Kiefernspezi abgleichen.
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- Pinus sabiniana DDBG 0444.JPG (56.08 KiB) 5824 mal betrachtet
Hallo,
darüber hatte Kiefernspezi in seinem Vortrag gesprochen:
als der Weiße Mann Amerika besiedelt hat, wurden die Indianer zur Zwangsarbeit in Gold- und Silberminen gezwungen. Sie wurden umgangssprachlich "Digger", also als "Graber" bezeichnet.
Bald wurde "Digger" ein ebensolches Schimpfwort für Indianer wie "Nigger" für Schwarzafrikaner.
Die Kiefer wiederum war ein wichtiger Nutzbaum für die Indianer. Die Samen wurden gegessen, die Rinde, Wurzeln und Nadeln zu medizinischen Zwecken genutzt.
Für die weißen Siedler, die dringend Bauholz für die Errichtung der Siedlungen und Stabilisierung der Stollen benötigten, war dieser Baum nun für gar nichts nütze. Das Holz ist von unbeschreiblich schlechter Qualität.
Und weil dieser Baum ausschließlich nur für die Indianer nützlich war, wurde er kurzerhand als "Digger pine" bezeichnet.
Diesen Namen also bitte nicht verwenden. "Goldgräberkiefer" dürfte aber auch irreführend sein. Ich persönlich bevorzuge den Namen "Graunadelige Kiefer".
Die Größe der Bäume ist sehr unterschiedlich.
Tatsächlich bleiben viele Bäume recht klein. Das mag auch daran liegen, dass sie vielerort in Gegenden mit großer Trockenheit wächst.
Aber es gibt auch sehr hohe Bäume mit mächtigen Stämmen.
Viele Grüße
darüber hatte Kiefernspezi in seinem Vortrag gesprochen:
als der Weiße Mann Amerika besiedelt hat, wurden die Indianer zur Zwangsarbeit in Gold- und Silberminen gezwungen. Sie wurden umgangssprachlich "Digger", also als "Graber" bezeichnet.
Bald wurde "Digger" ein ebensolches Schimpfwort für Indianer wie "Nigger" für Schwarzafrikaner.
Die Kiefer wiederum war ein wichtiger Nutzbaum für die Indianer. Die Samen wurden gegessen, die Rinde, Wurzeln und Nadeln zu medizinischen Zwecken genutzt.
Für die weißen Siedler, die dringend Bauholz für die Errichtung der Siedlungen und Stabilisierung der Stollen benötigten, war dieser Baum nun für gar nichts nütze. Das Holz ist von unbeschreiblich schlechter Qualität.
Und weil dieser Baum ausschließlich nur für die Indianer nützlich war, wurde er kurzerhand als "Digger pine" bezeichnet.
Diesen Namen also bitte nicht verwenden. "Goldgräberkiefer" dürfte aber auch irreführend sein. Ich persönlich bevorzuge den Namen "Graunadelige Kiefer".
Die Größe der Bäume ist sehr unterschiedlich.
Tatsächlich bleiben viele Bäume recht klein. Das mag auch daran liegen, dass sie vielerort in Gegenden mit großer Trockenheit wächst.
Aber es gibt auch sehr hohe Bäume mit mächtigen Stämmen.
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campoverde
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Kiefernspezi
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Ich habe lange recherchieren müssen, um diese Herleitung so zu finden. Da die Amerikaner selbst nicht so gern über die unrühmlichen Seiten ihrer Geschichte sprechen, ist in der Literatur nur wenig zu finden.
Die europäischen Interpretationen sind da schmeichelhafter. Ich habe sogar irgendwo eine Deutung gelesen, die sich darauf bezog, dass die Indianer die Wurzeln des Baumes genutzt und danach gegraben haben und daher die Herleitung "Digger pine" stammt.
Aber da die Kiefer selbst keine grabende Kiefer ist und die Indianer nicht deswegen als "Digger" bezeichnet wurden, dürfte diese Erklärung ad Akta gelegt werden können.
Viele Grüße
Die europäischen Interpretationen sind da schmeichelhafter. Ich habe sogar irgendwo eine Deutung gelesen, die sich darauf bezog, dass die Indianer die Wurzeln des Baumes genutzt und danach gegraben haben und daher die Herleitung "Digger pine" stammt.
Aber da die Kiefer selbst keine grabende Kiefer ist und die Indianer nicht deswegen als "Digger" bezeichnet wurden, dürfte diese Erklärung ad Akta gelegt werden können.
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Kiefernspezi
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Hallo,
traurige Nachrichten: Die vielleicht nordöstlichste Kiefer ihrer Art hat leider das zeitliche gesegnet. Vermutlich haben der lange Winter und vor allem die lang anhaltenden Regenschauer ihr geschadet.
Schade, keine Pinus sabiniana mehr in Dresden...
Viele Grüße
traurige Nachrichten: Die vielleicht nordöstlichste Kiefer ihrer Art hat leider das zeitliche gesegnet. Vermutlich haben der lange Winter und vor allem die lang anhaltenden Regenschauer ihr geschadet.
Schade, keine Pinus sabiniana mehr in Dresden...
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- absterbende Kiefer
- DSC05995.JPG (85.84 KiB) 4487 mal betrachtet
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Kiefernspezi
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Kiefernspezi
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In Deutschland kenne ich nur noch 1 richtigen Baum - im Rombergpark Dortmund. Früher trug er regelmäßig einzelne Zapfen. Allerdings nicht größer als max. 15 cm.
Seit ein paar Jahren zeigt er auch die nicht mehr.
Dieser Baum ist geschätzt 12 m hoch mit einer Kronenbreite von 8 m.
Junge Pflanzen sieht man immer wieder mal irgendwo, die dann aber wieder ausfallen. Aktuell steht eine hübsche Jungpflanze auf der Konifereninsel im BoGa DUS.
Ansonsten bleibt noch der Vermerk, dass zwei wirklich schöne, mächtige Bäume in Basel (Schweiz) stehen, nahe dem Museum von diesem Trik-hastenich-gesehen-Künstler. Da sind die Zapfen sehr groß (über 20 cm) und ein voll beladener Zweig hängt über einem Kinderspielplatz.
Bisher ist aber noch nix passiert.
Viele Grüße
Seit ein paar Jahren zeigt er auch die nicht mehr.
Dieser Baum ist geschätzt 12 m hoch mit einer Kronenbreite von 8 m.
Junge Pflanzen sieht man immer wieder mal irgendwo, die dann aber wieder ausfallen. Aktuell steht eine hübsche Jungpflanze auf der Konifereninsel im BoGa DUS.
Ansonsten bleibt noch der Vermerk, dass zwei wirklich schöne, mächtige Bäume in Basel (Schweiz) stehen, nahe dem Museum von diesem Trik-hastenich-gesehen-Künstler. Da sind die Zapfen sehr groß (über 20 cm) und ein voll beladener Zweig hängt über einem Kinderspielplatz.
Bisher ist aber noch nix passiert.
Viele Grüße