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Pinie oder Kiefernart ---> Pinus strobus
Verfasst: 14 Apr 2009, 12:28
von Schakatak
Hallo
In der Baumbestimmung habe ich gewühlt und bin zu dem Ergebnis gekommen, es müsste sich um eine Pinie handeln.
Habe ich richtig recherchiert oder ist es doch eine Kiefer? Dann aber welche?
Die Nadeln sind recht weich und es entspringen am selben Punkt 5 Nadeln. Manchmal auch vier. Aber in der Regel 5.
Welcher Baum ist es denn wohl?
LG Michael
Verfasst: 14 Apr 2009, 17:31
von wolfram
Hallo Michael,
eine Pinie ist auch eine Kiefer, also eine Kiefer ist es auf jeden Fall.
Aber Pinien (Pinus pinea) haben nur zwei Nadeln.
Kiefern mit 5 Nadeln gibt es viele. Meine Vermutung geht auf Weymouths-Kiefer (Pinus strobus). Sie wird hier häufig angepflanzt.
Verfasst: 14 Apr 2009, 19:17
von Schakatak
Hi Forum
Noch andere Vorschläge oder haben wir uns jetzt schon geeinigt?
LG Michael
Verfasst: 14 Apr 2009, 21:01
von Cryptomeria
Ich vermute auch Pinus strobus.
Viele Grüße
Wolfgang
Verfasst: 14 Apr 2009, 21:10
von Kiefernspezi
Ist das ein Bonsai?
Ich tippe auch auf Weymouthkiefer.
Verfasst: 15 Apr 2009, 20:50
von Schakatak
Hi
Vielen Dank
Bonsai? Noch nicht, aber soll mal einer werden. In zig Jahren.
LG Michael
Verfasst: 15 Apr 2009, 21:02
von Kiefernspezi
Dann viel Spaß und Erfolg.
Je nach Sorte ist die Weymouthkiefer sehr starkwüchsig. Also schon was für "Fortgeschrittene".
Verfasst: 15 Apr 2009, 21:05
von kurt
Hallo Schakatak
Glaubst du, die Strobe ist glücklich darüber, dass sie von dir so behandelt wird? Erinnert mich ein bischen daran, dass man in Indien eigene Kinder absichtlich verkrüppelt und sie dann an die Strasse setzt, um einige Münzen von mitleidigen Passanten zu erbetteln. Der Preis für einen maximal vergewaltigten Bonsai ist vermutlich ungleich höher. Weiter so!
Kurt
Verfasst: 15 Apr 2009, 21:12
von Kiefernspezi
Hi Kurt,
das ist aber ganz schön hart geurteilt.
Ich persönlich bin auch Fan von ausgewachsenen Bäumen oder natürlichen Bonsais, die es auch nicht immer ganz leicht haben.
Auch Exotische Pflanzen sollten dann nur eingeschränkt gepflanzt werden.
Verfasst: 15 Apr 2009, 21:27
von Myricaria
Hallo Kurt,
Das ist nicht nur "hart geurteilt" wie Kiefernspezi schreibt, sondern eigentlich ziemlich beleidigend für Schakatak, noch dazu jemand, der gerade mal ein Foto eines Sämlings und ein paar Zeilen über seine Absichten mit jenem im Forum von sich preisgibt, d.h., es ist wohl auch ziemlich vermessen, aus dieser Perspektive in solcher Intensität zu urteilen.
Außerdem schreit der Vergleich zwischen Bonsais und absichtlich verkrüppelten indischen Kindern zum Himmel, entschuldige die Ausdrucksweise. Nichts für ungut, bloß, es ist mir wichtig, in dieser Angelegenheit meine Meinung zu sagen.
Natürlich wäre es was anderes, wenn jemand einen Beitrag erstellt, in dem er/sie von einem wunderschönen Feldulmen-Sämling aus einem bedrohten Bestand oder Naturschutzgebiet berichtet, den er/sie jetzt gerne pflanzen oder als Bonsai gestalten würde.
Nun gut, ich hoffe du verstehst, was ich meine, ich bin mir dessen eigentlich sogar ziemlich sicher.
LG.
Johannes
Verfasst: 15 Apr 2009, 21:41
von kurt
Hallo zusammen
Dringt mal ein bischen tiefer in das Problem ein. Warum gibt es Bonsais von Pflanzen? Warum nicht von Tieren? Warum keinen Bonsai-Zoo? Bonsai-Eisbären, Bonsai-Giraffen? Weil sie uns in der Evolution näherstehen?
Ich fordere nur Respekt vor dem Leben, sei es pflanzlicher, tierischer oder menschlicher Natur. Da bin ich brutal und bleibe es auch.
Gruss
Kurt
Verfasst: 15 Apr 2009, 22:08
von Kiefernspezi
Naja, ganz stimmt das nicht. Es gibt zum Beispiel "Bonsai-Nilpferde", "Bonsai-Menschen" usw.
Die Kunst des Bonsai besteht darin, Bäume im Kleinformat so zu formen, dass Sie wie ihre natürlichen großen Brüder aussehen. Das klingt sicher etwas merkwürdig, ist aber bei den geringen Platzkapazitäten in Japan z.B. sehr praktisch.
Auch gibt es dadurch die Möglichkeit, "Bäume" oder ganze "Wälder" in der Wohnung zu kultivieren.
Ob sich ein Bonsai ob der dauernden Beschneidungen, des Drahtens und knapp Haltung des Platzes unwohl fühlt, ist sicher eine Diskussion wert.
Mir tun manchmal die in viel zu kleinen Vorgärten gepflanzten Bäume mehr leid.
Und dann ist da noch das große Thema: Veredelung! Da hab ich immer so meine Bauchprobleme mit.
Verfasst: 16 Apr 2009, 19:03
von Myricaria
Hallo Kurt,
Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob Bonsais "pflanzen-unwürdig" sind. Doch immerhin ist das hier ein Internet-Forum, wo keine direkte Kommunikation herrscht. Gerade deswegen sollte vielleicht ein etwas freundlicherer Umgangston gewählt werden. Niemand, auch nicht ich, hat ein Problem damit, wenn du z.B. schreibst, dass du mit Bonsais nichts anfangen kannst, bzw. auch natürlich etwas "härter", dass du der Meinung bist, diese wären wider die Natur, o.ä.
Wenn du gleich diesen Vergleich mit absichtlich verstümmelten indischen Kindern bringst und dann auch noch schreibst "weiter so", ist das meiner Ansicht nach aber einfach respektlos und unfair.
Abgesehen davon wäre dieser Vergleich vielleicht bei so manchen Stadtbäumen angebracht, hier in Linz gibt's z.B. ca. 20-30 Jahre Rosskastanien mit ganz wenigen, faustförmig-hässlichen Ästen, gerade mal 2-3 m hoch, die jedes Jahr zurückgestutzt werden, diese sehen wirklich armselig aus, sind im wahrsten Sinne des Wortes extremst verstümmelt. Doch bei Bonsais ist das doch wieder eine andere Geschichte. Immerhin ist ja nicht der Mensch Erfinder der Bonsais, sondern die Natur.
Ein Bekannter von mir, der einen großen Grund in Hanglage besitzt, hat z.B. mehrere extrem kleine und auffallend dicke Eichen stehen, die ihren dicken Zwergwuchs dem Verbiss der Rehe "verdanken".
Natürlich könnte man wieder argumentieren, dies wäre nur durch die Ausrottung von Canis lupus möglich gewesen, die wiederum Homo sapiens sapiens verursacht hat, bloß: Viele Natur-Bonsais gibt es im Gebirge, sie wachsen auf Felsen mit minimalem Substrat-Angebot, wachsen dadurch zwergig, aber meiner Meinung nach sind diese Bäume doch faszinierend. Sie wurzeln sehr fest (Man kann viele davon z.B. bei Felskletterei für das Sichern verwenden- nein, die Bäume werden dadurch nicht verletzt) und sehen oft großartig knorrig aus. Bonsais gibt es sicherlich schon, seit die ersten verholzenden Pflanzen in der Evolution auftraten, ganz einfach umstandsbedingt.
Nun gut, schließlich und endlich führt so eine Diskussion aber zu nichts, darum möchte ich mich nach diesem Beitrag auch nicht weiter ausführlich dazu äußern. Ich persönlich versuche bloß, ein wenig respektvoller zu formulieren und nicht so beleidigend, was es ja genaugenommen auch ist, nicht nur das: Du wirfst Schakatak in diesem Falle sogar absolute Veranwortungslosigkeit vor, was man sich meiner Meinung nach einfach nicht erlauben sollte, unter solchen speziellen Kommunikationsbedingungen (Es ist natürlich was anderes, wenn du den/die User/in persönlich kennst...)
LG.
Johannes
Verfasst: 16 Apr 2009, 19:55
von Schakatak
Hi Kurt
Hart geurteilt. Aber ich respektiere deine Meinung. Ich kann als Bonsaifreund nur eines sagen:
Ich gehe fast jede Wette mit dir ein, wenn ich sage, dass Bonsai Bäume gesünder sind als deren "normale" Artgenossen.
Und wenn man keine Ahnung hat, sollte man seine Urteile nicht ganz so hart aussprechen. Aber nun gut. Sei es drum. Ich denke mir meinen Teil. Und nun sollte es hier nicht ausarten, denn ich bin der Meinung, dass meine Frage hinreichend beantwortet worden ist.
Das Thema dürfte demnach gerne geschlossen werden.
Schönen Tag noch
Gruß Michael
Verfasst: 16 Apr 2009, 20:04
von Kiefernspezi
Gerne kannst Du uns auf dem laufenden halten, was die Entwicklung des Baumes betrifft, da wir anhand der Foto´s nur eine Grobbestimmung durchführen konnten.
Hier einige Hinweise: Bald schon werden Jungtriebe gebildet. Die sollten dann mit einem feinen weißen Flaum behaart sein.