Redwood? ---> Taxus baccata

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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LCV
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Redwood? ---> Taxus baccata

Beitrag von LCV »

Hallo,

inspiriert vom WE-R 43 habe ich den Kurpark durchforscht. Dieser noch relativ junge Baum mit dem bunten Stamm fiel mir auf. Ist das nun Sequoia sempervirens oder wieder etwas anderes?
War leider nicht beschriftet.

Bitte um Eure Meinung.

Viele Grüße, Frank
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JohnDoe
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Beitrag von JohnDoe »

Hallo,

das ist meiner Meinung nach eindeutig Taxus, vermutlich Taxus baccata, eine einheimische Eibenart.

lG,
Johann

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Frank,
JohnDoe hat m.E. völlig recht, der Stamm ist charakteristisch Eibe. Auch die Nadeln halte ich für Taxus baccata - Alternativen wie Cephalotaxus halte ich für unwahrscheinlich (Nadeln müßten m.E. kräftiger und länger sein), könnte ich aber nicht sicher erkennen!
Gruß, Stefan
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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Johann und Stefan,

danke - bin überzeugt. Hier bei uns gibt es derart viele Exoten, dass man an das naheliegende nicht denkt. Allerdings sind Eiben hier nicht so verbreitet. Witzigerweise sind die in einem Baumbestimmungsbuch abgebildeten Zweige eher irreführend. Die Nadeln stehen ziemlich wirr rundum, während bei "meinem" Baum die Nadeln fast in einer Ebene stehen. Vielleicht auch eine Frage des Alters, Standorts etc.?

Viele Grüße
Frank

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Frank,
zumindest Borke und Stamm wirst Du in der Baumliste sofort wiedererkennen (http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0103).
Die Nadelstellung hängt stark von der Wuchsform der Eibe ab.
Aufrecht wachsende Haupttriebe oder steilstehende Seitentriebe (z.B. Säulenformen) sind rundum benadelt.
Etwas lichtärmer wachsende, horizontale Seitentriebe richten ihre Nadeln aber oft deutlich in einer Ebene aus, so wie auf Deinem Bild zu sehen.
Gruß, Stefan
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wolfram
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Beitrag von wolfram »

Guten Morgen Frank,
die Eiben, die ich in Erinnerung habe, haben alle stark gescheitelte Nadeln.
Auf Deinem Bild sieht man aber auch die männlichen Blüten, wenn ich mich nicht irre.
Was mich etwas irritiert, das ist der doch starke Glanz der Nadeln, ich habe sie als dunkel-mattgrün in Erinnerung.
Meinem beiden Vorrednern will ich damit aber nicht widersprechen.
VG Wolfram

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Frank,

auch vom Stamm her, eindeutig Eibe. Aber, bei den ähnlich aussehenden Taxus,Torreya,Cephalotaxus gleich an Ort und Stelle selbst prüfen. Enden die einzelnen Nadeln in einem spitzen Dorn, dass es richtig sticht hat man Torreya vor sich. Die Nadeln von Cephalotaxus sind wie Taxus weich aber in der Regel viel länger.Sequoia sempervirens wächst ungeheuer schnell in die Höhe, so dass der Habitus schon völlig anders ist als Taxus. Der Stamm ist auch schon früh rötlich/rötlichbraun und sehr fasrig.


Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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LCV
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Beitrag von LCV »

Danke an alle. Habe bei Koniferen noch viel Nachholbedarf.

Gruß, Frank

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Kein Problem, wir helfen dir :wink:

Viele Grüße

Wolfgang
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Roseo-Marginata
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Beitrag von Roseo-Marginata »

LCV hat geschrieben: Hier bei uns gibt es derart viele Exoten, dass man an das naheliegende nicht denkt.
Allerdings ist die Eibe kein Exot, aber Frank hat das ja schon so geschrieben. Der Thread müsste korrekterweise zu einheimisch verschoben werden. Nicht, dass das besonders wichtig wäre, wohl aber die Tatsache, dass die Eibe in unseren Breiten sehr verbreitet war, heute immer noch viel vorkommt und definitiv zu den heimischen, typischen Gewächsen zählt.
Frank, ich würde mal drauf achten - bestimmt gibt es auch bei Euch in der Nähe mehr Eiben, als Du denkst.

P.S. Sorry, ich sehe, wir sind schon in der Rubrik 'heimisch' - alles gut so. ;-)
LG Roseo

captainplanet
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Re: Redwood?

Beitrag von captainplanet »

LCV hat geschrieben: Dieser noch relativ junge Baum mit dem bunten Stamm fiel mir auf.
Dieser "junge Baum" hat sicher schon an die hundert Jahre auf dem Buckel wenn nicht mehr....
JohnDoe hat geschrieben:das ist meiner Meinung nach eindeutig Taxus, vermutlich Taxus baccata, eine einheimische Eibenart.
:?: Gibt es denn noch andere heimische Eibenarten?

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo,

als ich schrieb "relativ jung" ging ich noch von einem exotischen Baum aus. Es ist noch ein kleiner Baum, bei Redwood und Co. wäre er demnach noch jung. Auf dem Foto ist auch nicht richtig zu erkennen, dass der Stamm max. 35 cm Durchmesser auf Brusthöhe hat, weil er sich gerade dort auch noch gabelt. Aber sicher ist richtig, dass eine Eibe in dieser Größe älter sein muss als schnellwachsende Bäume.
Wie bestimmt man denn das Alter einer Eibe, wenn man sie nicht dafür umnietet, um die Jahresringe zu zählen?

Gruß, Frank

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo!

Taxus baccata ist die einzige einheimische Eibenart.

Zum Alter: Junge Eiben weisen nach den Vermessungen eines DDG-Mitgliedes in den ersten 30 Jahren eine Jahresringbreite von 3 mm auf. Bei alten Exemplaren scheint ein Stammumfangzuwachs von ca. 1 cm/Jahr ein Durchschnittswert. Sehr wüchsige Exemplare können auch auf max. 2,6 cm /Jahr kommen.

Aber hier gibt es den Verein Eibenfreunde f.V. ( http://www.eibenfreunde.com), Dieser sollte alle Eibenfragen beantworten können.

Viele Grüße

Wolfgang
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captainplanet
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Beitrag von captainplanet »

Cryptomeria hat geschrieben:Junge Eiben weisen nach den Vermessungen eines DDG-Mitgliedes in den ersten 30 Jahren eine Jahresringbreite von 3 mm auf. Bei alten Exemplaren scheint ein Stammumfangzuwachs von ca. 1 cm/Jahr ein Durchschnittswert. Sehr wüchsige Exemplare können auch auf max. 2,6 cm /Jahr kommen.
Im Mittel mag das ja etwa stimmen, aber es gibt große Abweichungen. Jüngere Exemplare können unter idealen Bedingungen auch bis zu einem Zentimeter pro Jahr zulegen und ich habe ein Stämmchen auf Lager (bin passionierter Holzbogenbauer) mit einer Ringbreite von gerade mal 0,1-0,2 Millimeter außen. (Für Bogenholz ist die Dicke der Ringe ja ein wichtiges Qualitätskriterium. Je dünner desto gut.)
Taxus baccata ist die einzige einheimische Eibenart.
Man sieht ja oft in Gärten und Parks sogenannte Buscheiben die so gar nicht nach Bäumen aussehen. Sie sehen aber auch oft zumindest nicht sehr stark beschnitten aus, sind also keine geometrisch geformten "Zierbüsche"(ob die wirklich eine Zier sind sei mal dahingestellt...). Ist das eine gärtnerische Züchtung, also eigentlich eine Varietät, Taxus baccata xy? Oder werden die nur als normale T. baccata irgendwie künstlich so erzogen?

Ich frage deshalb so genau weil ich heuer ein paar Eibensämlinge in unserem Garten entdeckt habe und ich möchte gerne wissen ob da schöne Bäume draus werden oder vielleicht nur so seltsame Büsche.

Mfg Georg
Zuletzt geändert von captainplanet am 15 Apr 2008, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Georg,
wenn Du Dir mal das Angebot einer guten Gärtnerei anschaust, wirst Du eine große Zahl unterschiedlicher Sorten finden, die sich in ihren Wuchsformen, Nadelfarben, etc. unterscheiden.
Es ist alles Taxus baccata. Nur sind zufällig auftretende Varianten gezielt kultiviert und vegetativ vermehrt worden.
Sämlinge erhalten normalerweise derartige Wuchsformen nicht! Durch die Durchmischung des Erbgutes bei der generativen Vermehrung erhältst Du normalerweise Formen, die den Wildformen nahekommen.
(das gleiche gilt ja auch bei Obstbäumen und vielen anderen Kulturpflanzen)
Gruß, Stefan
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