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Zirben und ihre Babies
Verfasst: 20 Okt 2007, 21:25
von wolfram
Am Hochzeigerhang im Pitztal gibt es viele Zirbel-Kiefern und viele Tannenhäher. Dem entsprechend auch viel Nachwuchs der Zirben, und das sieht so aus:
Verfasst: 20 Okt 2007, 21:30
von Brötchen
Hallo
ich war dieses Jahr auch in den Bergen. Leider habe ich da keine Zirbel-Kiefern. Aber es gab sehr viele Berg-Kiefern (glaube ich, dass es Berg-Kiefern sind). Ich habe auch welche dabei. Sie wachsen prächtig.
Jetzt zu deinen Bildern: Sie sind sehr schön!
Grüße Martin
Verfasst: 21 Okt 2007, 01:53
von Mephisto
schöne Bilderrheie, interessant! Vor allem, weil ich selber so selten in die Berge komme. MFG
Verfasst: 21 Okt 2007, 20:10
von Brötchen
Hallo
nur mal aus Neugirde: Wo warst du denn da in den Bergen?
Grüße Martin
Verfasst: 21 Okt 2007, 20:16
von wolfram
Hallo Martin,
ich bin an mehreren Stellen der Alpen gewesen. Diese Bilder entstanden in den Ötztaler Alpen, im Pitztal, welches bei Imst von Süden her in das Inntal einmündet.
Neugierde gestillt? Kannst ruhig fragen.
Und danke noch für Dein Kompliment.
VG Wolfram
Verfasst: 21 Okt 2007, 20:26
von Brötchen
Hallo
meine Neugirde ist gestillt.
Verfasst: 21 Okt 2007, 21:07
von tormi
Hallo Wolfram,
ich wollte mich noch Martin anschliessen, tolle Bilder. Bei so imposanten Impressionen wie man sie in den Bergen erleben kann immer noch das Auge für die Details haben.
Es wird wohl leider noch etwas dauern bis es mich in die Berge verschlägt.
LG Nalis
Verfasst: 21 Okt 2007, 21:38
von Roseo-Marginata
Hallo Wolfram,
ich wollte ebenfalls ergänzen, dass ich die Bilder sehr eindrucksvoll finde! Was mich interessiert: Sind die Zirben gefährdet? Und die 'Babies' haben es evtl schwer, groß zu werden? Oder alles im Lot?
Verfasst: 21 Okt 2007, 23:07
von wolfram
Hallo Roseo,
die große Anzahl der "Paten" vor Ort sorgt für die Verbreitung der Samen. Diese keimen auch in großer Zahl und müssen nun gegen die Unbilden der Hochgebirgsnatur im Bereich der Baumgrenze ankämpfen.
Aber nicht nur dagegen, denn der Mensch ist ein mächtigerer Gegner als Wind, Schnee und Frost und der unwirtliche Boden.
Zirbenholz wird schon seit Menschengedenken sehr vielseitig genutzt. Soweit es nur zum regionalen Nutzen war, ohne nachhaltige Probleme für die Zirbe.
Aber das weiche und leichte, ungewöhnlich dauerhafte Holz fand weithin viele Freunde: in der Möbeltischlerei und für Wandverkleidungen wegen der dekorativen Astknoten, bei Bildhauern, Schnitzern und Spielzeugproduzenten. Dem Baum wurde rücksichtslos nachgestellt und die europäischen Bestände in den Alpen und Karpaten stark dezimiert.
Aber selbst wenn Schutzmaßnahmen und Aufforstungen diese Entwicklung gebremst haben, sind Zirbenwälder doch recht selten geworden.
Insbesondere in Skigebieten haben es Zirbenbabies es sehr schwer, sich gegen die scharfen Kanten der Sportgeräte durchzusetzen, und wenn doch, dann würden sie auf jeder Piste gnadenlos abgehackt.
Zwischen Gesteinsbrocken, in anstehendem Fels haben sie ihre Refugien.
Soviel zu Deiner Anfrage
Wolfram
P.S. Die Zapfen finden auch beim Menschen Abnehmer: Man sammelt sie nicht nur der Zirbelnüsse wegen, man produziert aus den sehr aromatisch duftenden Zapfen auch einen wunderbar schmeckenden Zirbenlikör. Wenn man den genießt, dann ist einem, als ginge man durch einen Zirbenwald.
Verfasst: 22 Okt 2007, 14:57
von Brötchen
Hallo wolfram
das ist sehr interessant.
Grüße Martin
Verfasst: 22 Okt 2007, 21:51
von Roseo-Marginata
Hallo Wolfram,
danke für die ausführliche Erklärung! Sehr interessant und wirklich eine Bereicherung. Ich hatte schon den Eindruck, dass Zirben etwas besonderes sind! Die Zapfen sind ja nicht sehr groß - ca. 8 cm lang, 5 cm dick - die Samen darin werden als Zirbelnüsse gegessen. Die sind ja dann warscheinlich recht winzig, oder? Vielleicht wie Pinienkerne? Oder wie Kürbis-, Sonnenblumenkerne? Den 'Zirbengeist' gewinnt man aus den noch unreifen Zapfen, so steht es in einem meiner Baumführer.
Verfasst: 22 Okt 2007, 23:41
von stefan
Hallo Roseo,
die Samen sehen Pinienkernen recht ähnlich. Sie sind etwas rundlicher und weniger lang.
Damit sind sie aber für Kiefern (jedenfalls für die bei uns gängigen) ziemlich groß.
Gruß, Stefan
Verfasst: 24 Okt 2007, 08:04
von Harztroll
Mein Vermieter brennt einen wunderbaren Zirbenschnaps =o) Der ist neben verschiedenen Kräuterschnäpsen (Enzian usw.) und Obstlern seine Spezialität. Seiner Aussage nach wurde und wird das Holz in erster Linie für Schlafzimmermöbel genutzt, da es ätherische Öle enthält, die beruhigend wirken und einen gesunden Schlaf fördern.
Das Zirknitztal in den Hohen Tauern ist ein besonders wildes Hochgebirgstal mit typischen, zwischen den Gesteinsblöcken wachsenden Zirbenbeständen:
Nunja, das Wetter

aber schlechtes Wetter gibts ja nicht, gell?
Vielen Dank Wolfram, für die Vorstellung dieser wirklich schönen Baumart
Viele Grüße
Verfasst: 25 Okt 2007, 16:26
von tormi
um die Diskussion etwas anzufeuern habe ich mir gedacht folgendes Bild einzustellen. Heute gesehen. Es ist eine Pinus cembra
Was haltet ihr von diesen Schnittmassnahmen?
LG Nalis
Verfasst: 25 Okt 2007, 16:41
von Brötchen
Hallo
das ist ja Baumquälere!

. Aber wenn ich das richtig sehe ist ganz oben ein Vogelnest oder habe ich mich da versehen.
Grüße Martin