Seite 1 von 1

Chinesisches Rotholz? ---> Taxodium distichum

Verfasst: 12 Okt 2017, 17:07
von rematus
Hallo Baumfreunde,

heute lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und versuche mich bei der Bestimmung eines Nadelgehölzes.

Könnte es ein Urweltmammutbaum sein oder eine Sumpfzypresse oder doch etwas anderes?

Ich kann leider nicht eindeutig erkennen, ob die Nadeln gegenständig oder wechselständig sind.

nadelige Grüße
rematus

Verfasst: 12 Okt 2017, 17:33
von Aras
Hallo Rematus,

die Früchte sehen auf jeden Fall so aus wie bei "meiner" Sumpfzypresse. Außerdem haben sie keinen Stiel und sitzen fast direkt auf dem Ast (noch ein Merkmal?).

Übrigens hier hatte ich beide Bäume (Zypresse und Mammutbaum) vor der Kamera :)
viewtopic.php?t=17381


VG
Aras

Verfasst: 12 Okt 2017, 17:38
von stefan
Hallo rematus,
Aras hat recht mit der Sumpfzypresse.
Die sitzenden Zapfen sind eindeutig.
Die wechselständigen Nadeln an den Kurztrieben zu erkennen ist immer problematisch.
Die Nadelstellung führt aber auch zu einer unregemäßigen / nicht gegenständigen Stellung der Kurztriebe selbst - und das sieht man recht gut;
außerdem sind nach meiner Einschätzung die Nadeln bei Taxodium distichum unterschiedlich lang (in der Mitte des Kruztriebes am längsten) und etwas nach vorn gerichtet.
Und auch diese Merkmale kann man bei Deinen Bildern ganz gut erkennen.
Gruß
Stefan

Verfasst: 12 Okt 2017, 17:47
von rematus
Hallo Aras und Stefan,

vielen Dank für die Erklärungen.
Wieder was gelernt. :wink:

Viele Grüße
rematus

Verfasst: 12 Okt 2017, 18:00
von rematus
Hallo Aras,

habe mir Deine Bilder von der Scheinzypresse und dem Urweltmammutbaum angeschaut, hätte ich mal eher machen sollen, dann hätte ich die Anfrage nicht gestellt. Du hast die Unterschiede super dargestellt.

VG
rematus

Verfasst: 17 Okt 2017, 09:07
von Kiefernspezi
Hallo,

Gegenständige Blätter stehen sich genau Gegenüber. Das ist bei den oberen Abbildungen nicht der Fall, von daher bereits sicher als Sumpfzypresse zu erkennen.
Es ist am Anfang befremdlich, wie exakt die ansonsten chaotisch anmutende Natur bei der Ausbildung der Blätter an Bäumen agiert. Da ist zu beobachten, dass es kein "ungefähr" gibt, sondern sich nahezu alle Blattbildungsformen in exakten mathematische Formeln wiedergeben lassen.

Viele Grüße

Verfasst: 20 Okt 2017, 13:14
von rematus
Hallo Kiefernspezie,

...ja,ja da kreuzen sich so manche Arten hemmungslos durch die Natur und wie daraufhin schon unser guter alter Goethe die Weiden als lotterhaftes Geschlecht beschrieb ... aber penibel auf die Blattanordung achten...

anst