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Zapfen an Cryptomeria japonica 'Cristata' - Samen aussäen?

Verfasst: 17 Mai 2017, 20:04
von Kiefernspezi
Hallo,

an einem recht alten Baum der Cryptomerien-Sorte 'Cristata' mit kräftigem Stamm (ca. 2 m BHU) habe ich zahlreiche Zapfen erkennen und zum Glück sogar 2 ergaunern können.
Die Zapfen sehen der Art entsprechend aus, zeichnen sich aber durch schmalere Zapfenschuppen und einem längeren Hauptdorn an der Zapfenschuppe aus.
Sortenspezifische Zapfen sind bei Cryptomeria normal. Dazu unten ein Vergleich mit einer naturnahen Sorte und einer anderen Züchtung.
Cryptomeria kann bestimmt die Sorten benennen.

Am liebsten würde ich eine Probe-Saat vornehmen, um zu sehen, ob sich auch bei den Sämlingen (in einer geringen Quote) die Cristata-Form durchsetzen kann oder durch Bestäubung von anderen Sorten sogar ganz neue Kombinationen entstehen.

Leider sind die Samen bereits alle ausgeflogen, so dass ich mich bis zu einer nächsten Generation gedulden muss. Für wie aussichtsreich haltet Ihr ein solches Unterfangen?

Viele Grüße

Verfasst: 18 Mai 2017, 09:52
von Cryptomeria
Hallo André,

die Zapfen variieren je nach Sorte tatsächlich etwas. Aussaat ist kein Problem. Ernte die noch geschlossenen Zapfen im Oktober /November. lagere sie kühl + trocken und säe enweder ab März unter Glas oder ab Mai im Freiland aus.Wenn du genug hast immer teilen, falls du früh aussäen willst. Die Samen laufen gut auf, ein bisschen Schwund ist immer. Es sollten einige Cristatas dabei sein. Der Hauptanteil wird die Normalform sein.
Zu deiner Frage nach der weiteren Sorte. Man sieht nur den Habitus und keinen Zweig. Vom Habitus her betrachtet ist das ziemlich sicher die häufig gepflanzte , schmalwüchsige, kompaktere Sorte ' Lobbii ' ( Manchmal auch als ' Compacta ' oder ' Lobbii Compacta ' im Handel ).

Übrigens: Sehr schöne Exemplare. Scheint oprimaler Standort.
VG Wolfgang

Verfasst: 18 Mai 2017, 17:55
von Kiefernspezi
Hallo, ja, den Bäumen geht es offensichtlich gut. Die 'Cristata' hat einen Stammumfang von ca. 2m, womit sie zu den größten in Deutschland gehören dürfte.
Zapfen findet man eigentlich keine an den Bäumen. Aber Mutter Natur zeigt wieder einmal den Überlebenswillen. Es gibt scheinbar niemals nie.

Viele Grüße