Zypressenart - aber welche ? ---> Chamaecyparis pisifera

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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cathedralstar
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Zypressenart - aber welche ? ---> Chamaecyparis pisifera

Beitrag von cathedralstar »

Hallo zusammen, ich habe vor 5 Jahren ein Haus in Dortmund gekauft, mit zwei Nadelbäumen im Garten. Seitdem bin ich am rätseln, um was für Bäume es sich hier handeln dürften. In der Zwischenzeit habe ich schon viel verglichen und viel gelesen, komme aber nicht wirklich zu einem Ergebnis. Auch wenn die Ähnlichkeit mit einer Leyland Zypresse da ist, glaube ich nicht wirklich daran. Die Bäume dürften ungefähr 1960 gepflanzt worden sein und sind nun etwa 12-15 Meter hoch. Im Bild sieht man einen frischen Zweig, vielleicht fällt ja dem einen oder anderen Spezialisten etwas zu ein - ich würde mich wirklich sehr über Antworten freuen, denn schließlich möchte man ja wissen, mit wem man es auf seinem Grundstück zu tun hat :wink: Danke im Voraus !!!!!
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, das ist die erbsenfrüchtige Scheinzypresse (Chamaecyparis pisifera).

cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

Hallo auch, vielen lieben Dank. Ich habe mal aufgrund Deiner Feststellung nachgelesen und es scheint wirklich so, als wenn Du mit der Chamaecyparis pisifera ins Schwarze getroffen hast. Da kann ich jetzt :wink: nur hoffen, dass die nicht wirklich noch viel größer werden, in den nächsten Jahren. DANKE für Deine Mühe & viele Grüße !!!!

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, da muss ich Dir sagen: die wird auf jeden Fall größer. Allerdings ist dieser Baum IdR. weder Gefahr, noch Ärgernis. Die Krone bleibt eher schlank und vor allem lichtdurchlässig. Was sind Deine Sorgen?

Viele Grüße

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Sie lassen sich ja auch immer moderat einkürzen, ohne den Habitus zu verunstalten.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

Hallo Ihr Beide, also - erst einmal viele Dank für Euren Support :wink: - finde ich sehr nett. Nun, meine Sorgen basieren zum großen Teil darauf, dass die beiden Bäume auf meinem Grundstück recht nahe zu meinem und den anderen Häusern rechts und links stehen. Von meinem Haus (hinten) etwa 5 / 7 Meter entfernt. Und machmal gibt es da schon ganz schön Wind, mit herbstlichen Geschwindigkeiten von um die 100 Kilometern/H, so dass es mir auch schon zwei Mal den Sichtschutzzaun in den Garten gelegt hat (jetzt habe ich aber vernünftige Sturmanker). Da macht man sich schon Sorgen, eben - weil es ja auch Flachwurzler sind (wie ich ausnahmsweise weiß :D ) - aber: Ich liebe diese Bäume und will sie auch nicht missen. Wenn ich aber kürzen, also schneiden muss (Krone), so stellte ich mir letztens noch die Frage, empfiehlt es sich, die wunden Stellen mit Harz oder so zu verschließen? Nach dem, was ich gelesen hatte, raten einige zu, Experten aber eher ab. Wichtig ist wohl a) der gerade Schnitt b) und b) um was für eine Baumart es sich handelt. Ich möchte halt, dass die Bäume gesund bleiben, eben auch, damit sie mir nicht eines Tages um die Ohren fliegen und Schaden anrichten ....was denkt Ihr? :roll:

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich hatte nicht gelesen, dass sie schon 12/15 m hoch sind. Denn wenn sie kleiner wären und du jedes Jahr die Zweige etwas eingekürzt hättest, kann man sie ganz gut in einer best. Höhe halten.
Bei deiner Größe und der Sorge wegen Stürme müssest du ja doch ca. 5 oder 6 m absägen. Das geht sicher auch, Baumwachs würde ich nicht verwenden, aber wie der Baum dann aussieht, kann man ohne Foto nicht sagen. Vielleicht kannst du doch ein Foto einstellen, damit man alles besser beurteilen kann. Und diese Sägearbeiten können andere besser beurteilen, die beruflich damit zu tun haben. Ich säge zwar auch im privaten Bereich, aber wenn bei mir dann etwas eingeht, habe nur ich den Schaden. Öffentlich raten muss dann doch ein Fachmann.
VG Wolfgang
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Hessekopp
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Beitrag von Hessekopp »

Hallöchen ...

Wenn man bei einer 15m Scheinzypresse 5m wegsägt, brauchen wir über "Schönheit" nicht mehr zu diskutieren, und die wird dann auch nichtmehr schön.
Den Zaun hat es schon 2x umgelegt, die Scheinzypressen nie ... denk mal drüber nach. Die bewegen sich zwar mächtig im Wind aber dadurch, daß sie sehr flexibel sind, können sie sich gut in den Wind legen, ohne zu brechen oder entwurzelt zu werden.
Allgemein werden Bäume erst dann bruchgefährdet, wenn man sie freistellt (Nachbarbäume wegsägt) oder an ihnen herumsägt ... letzteres ist allerdings eher ein Problem von Laubbäumen ... naja, wenn man ihnen Wurzeln entfernt, Boden abträgt oder aufschüttet oder ähnlichen Unsinn mit ihnen veranstaltet, hebt das natürlich auch das Risiko, daß sie eines Morgens flach im Garten liegen.
Flachwurzler sind nicht von Haus aus weniger standsicher als Pfahlwurzler. Als vor zwei Jahren hier bei mir Sturmtief Ela wütete, hatten die Laubbäume quasi durch die Bank massiv Astbruch, eine Baumruine neben der anderen ... es gab die ein oder andere entwurzelte Fichte (Flachwurzler) aber die Tanne (Pfahlwurzler) daneben ist dann halt einfach abgebrochen. Beschädigte Kiefern ... kaum, ebenso Thujen und Scheinzypressen und Eiben absolut schadlos, insofern kein anderer Baum reingefallen ist. Naja, Eiben sind halt die wahren Lebensbäume ... kein Sturm kann ihnen was anhaben und die kann man auch fast absägen, wo man will, die kommen immer wieder ... die kann man sogar ausgraben und quer in den Garten werfen, wenn es ausreichend regnet, gehen die auch liegend wieder an.
Kommen wir also zurück zu deinen beiden Scheinzypressen. Die stehen da seit zig Jahren völlig unbeschadet und sind mit Wind und Wetter in genau die Form und Größe gewachsen, die sie jetzt haben, warum sollten die jetzt aufeinmal Gefahr laufen umzufallen? Weil du Bilder von riesigen entwurzelten Fichten gesehen hast? Die meisten davon wurden wahrscheinlich in den Jahren davor freigestellt. Alles was sich gut in den Wind legen kann, weil es flexibel ist (Fichten sind da wirklich nicht so toll), hat keinen Grund zu brechen oder entwurzelt zu werden und wenn du deine Scheinzypressen einkürzt, schneidest du genau den Teil ab, der sich noch gut in den Wind legen kann ... fraglich also, ob das bei einem Sturm maßgeblich gewinnbringend wäre.

Wärst du mein Kunde, würde ich dir also irgenwie sowas sagen wie: Eine Garantie für Standfestigkeit gibt es nie, wir sprechen über Lebewesen im Zusammenhang mit Tornados, die es auch hierzulande gibt. Entweder sie trauen ihrem Baum, dann bleibt er so, wie er jetzt ist, oder er ist ihnen auch jetzt noch unheimlich und dann sägen wir ihn ganz unten ab, fräsen die Wurzel aus und pflanzen was neues."
Das setzt natürlich voraus, daß die Bäume nicht kürzlich (in den letzten Jahren) freigestellt wurden. SCHÖN wird der nach einem Fünf-Meter-Kappungs-Massaker NIE wieder, die ZTV-Baumpflege verbietet uns einen derartigen Unsinn auch ... wenn der Kunde es unbedingt will, machen wir es leider trotzdem. Scheinzypressen verkraften auch derart starke Kappungen recht gut.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen oder wenigstens einige Gedankenanstöße geben, ohne dich allzusehr zu verwirren.

Edith meint noch, daß du gerade bei Nadelbäumen keinerlei "Schmiere", egal wie die auch heißen mag, brauchst. Nadelbäume schmieren sich selbst und da heißt die Schmiere Harz. Bei fachgerechtem Laubbaumschnitt braucht man sowas allerdings auch nicht.
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cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

Hallo Cryptomeria, hallo Hessekopp - vielen lieben Dank. Habe das alles sehr interessiert gelesen und nehme eure Ratschläge und Einschätzungen überaus ernst. Im Grunde genommen sehe ich es ja auch genau wie ihr, es wäre im Grunde genommen nicht in meinem Interesse, da zu kappen oder herumzuschnipseln. Man sollte die Natur ihre Natur lassen, also so weit es eben sinnvoll und möglich ist. Und ja, bisher haben die Bäume ja auch den Winden :wink: getrotzt. Und weil ihr soviel geschrieben habt, um mir zu helfen, wo ich ja gar nicht viel getan habe, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, nun wenigstens noch ein paar Ganzkörperfotos :D hochzuladen. Aber für Kommentare bin ich natürlich dankbar, also ehrliche Kommentare, so wie immer :wink: - viele Grüße an Euch und schon einmal schönes WE !!!
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cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

2.tes Bild
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cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

3.tes Bild (Blick in die Krone Baum 1)
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cathedralstar
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Beitrag von cathedralstar »

4.tes Bild (Blick in die Krone Baum 2)
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

tatsächlich kannst Du davon ausgehen, dass ein Baum, je größer er an einem geeigneten Standort wird, desto sturmfester wird er. Nicht geeignete Standorte erkennt man oft im Vorfeld durch bestimmte Ausgleichsversuche des Baumes. Also bei Deinen sieht das doch gut aus.
Übrigens sind die Kronen recht winddurchlässig, weshalb sie schadfrei z.B. in den östlichen Mittelgebirgen wachsen, wo regelmäßig rauhe Winde auftreten.

Was die Angst vor einem Baum nahe am Haus betrifft, so ist das eigentlich eher ein Problem, mit dem wir Menschen behandelt gehören. Natürlich ist das nicht immer sinnvoll, große Bäume direkt am Haus zu haben. So können bei Eichen beispielsweise mächtige Äste ausbrechen und Schäden anrichten.
Vom giftigen Laub ganz zu schweigen.
Doch viele Bäume kann man unbedenklich wachsen lassen. Und die haben auch nicht vor, einem Sturm nachzugeben.
Es sind Angstphantasien der Menschen, die mit den Bäumen nicht mehr vertraut sind und einen gesunden von einem kranken und vielleicht dann wirklich gefährlichen Baum unterscheiden können.

Viele Grüße

Hessekopp
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Beitrag von Hessekopp »

Schöne alte Knochen, aber der Zaun sieht etwas wacklig aus :lol:

An beiden Bäumen wurde in grauer Vorzeit herumgeschnitten, Baum 2 hat dadurch ein V-Zwiesel, welches man im Auge behalten sollte.
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