Tränenkiefer?

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

Moderatoren: LCV, stefan, tormi, Kiefernspezi

Kassy
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Tränenkiefer?

Beitrag von Kassy »

Hallo liebe Experten,

brauche Eure Hilfe bei der Bestimmung:

2 Jungbäume wurden bei uns gesetzt mit langen feinen hängenden Nadeln (fünf Nadeln)



vielen Dank, schon mal im Voraus,
Kassy

Edit:Bilder :-)
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

das würde ich mal so schätzen. Die Anzahl der Nadeln ist nicht so aussagekräftig, da alle Kiefern der subsection Strobus Nadeln in Bündeln zu 5 haben. Es kommt auch die Hybride Pinus x schwerinii in Betracht, die eine Kreuzung zwischen Pinus strobus und Pinus wallichiana ist. Die zeigt an den Jungtrieben leichte weiße Behaarung, während Pinus wallichichiana glänzend grüne Jungtriebe zeigt.
Aber so vom Anschauen her würde ich die Bäumchens erstmal als Pinus wallichiana ansprechen - übrigens eine meiner Lieblingskiefern wegen der hängenden Nadeln und den bis zu knapp 40 cm langen Zapfen.

Viele Grüße

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Oh, da staune ich jetzt aber: Kiefern im öffentlichen Straßenbegleitgrün :shock: ?
Was ist denn das für ein wundersamer Ort? Sonst wird es doch vermieden, wo es geht, Nadelbäume und vor allem Kiefern, die mit ihrem Nadel- und Zapfenwurf ja doch eher pflegeintensiv sind, in Straßen oder Grünflächen zu pflanzen, jedenfalls in den letzten paar Jahrzehnten...

Pinus wallichiana sollte stimmen, ich hoffe, für die passen auch die klimatischen Umstände :).

Kassy
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Beitrag von Kassy »

Dankeschön Kiefernspezi für deine Antwort!
Ich finde die Kiefer auch sehr schön, leider habe ich keinen Garten.


Hallo @Kiefer der wundersame Ort ist Wien!
:oops: :evil: :roll:

Was würdet Ihr denken wenn Ihr dieses Bild seht: an einer Straßenecke wurden 2 Kiefern nur 4 Schritte voneinander und ebenso viele Schritte von einer dahinter stehenden Föhre gesetzt!

LG Kassy
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LCV
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Beitrag von LCV »

Ich würde denken, da will einer einen Wald basteln.

Vermutlich war dem "Gärtner" nicht bewusst, dass Bäume wachsen können.

Kassy
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Beitrag von Kassy »

@LCV Danke für deine Antwort!

Ihr braucht Euch kein Blatt vor den Mund nehmen, schreibt einfach was Ihr Euch denkt, wenn Ihr das Bild betrachtet! :roll: DANKE!

LG Kassy

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Wald ist einer Siedling kann nicht schaden. Diese Kiefer kommt ebenso mit schwierigen Standorten klar wie die Waldkiefer. Sollte aber der Dekorativität wegen nach mind. einer Seite hin frei stehen. Besser natürlich komplett oder in einer kleinen Reinbestand.

Viele Grüße

Hessekopp
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Beitrag von Hessekopp »

Die Kleineren wachsen schief von den größeren weg und werden irgendwann als Sicherheitsrisiko eingestuft und umgesägt. Die Größeren dahinter sind bis dahin untenrum richtung der Kleineren verkahlt und nachdem die dann weg sind, sehen die Größeren so bescheiden aus, daß sie gleich mit umgesägt werden.
Muß nicht so passieren, könnte aber und ist nicht unwahrscheinlich.
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biloba
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Beitrag von biloba »

LCV hat geschrieben:Ich würde denken, da will einer einen Wald basteln.

Vermutlich war dem "Gärtner" nicht bewusst, dass Bäume wachsen können.
Also ich halte diese Art der Pflanzung nicht so sehr für unvernünftig, sie könnte ebenso gut langfristig ausgerichtet sein.

Grund:
Erst kürzlich hatten wir hier im Forum zum wiederholten Mal das Thema, dass Bäume in einem Wohngebiet zwar willkommen sind, aber aus Sicherheitsgründen höchst selten bis zu ihrem natürlichen Ableben an ihrem Standort verbleiben können.
Es kann gut sein, dass die Verantwortlichen von dort schon junge Bäume nachpflanzen. Wenn dann in einigen Jahren die großen Bäume weichen, dann wird dort keine Kahlschlagfläche sein, sondern die heute gepflanzten Bäume bleiben in hübscher Größe erhalten. Und die großen Bäume, die dort gefällt werden, bieten Platz für neue Pflanzungen, so dass sich dieser Zyklus alle Jahrzehnte wiederholen kann.


Grüße!

Kassy
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Beitrag von Kassy »

Vielen Dank für Eure Antworten!

Ich habe auch das Gefühl, dass die alten Föhren dort vielleicht wegkommen.
Ist es notwendig diese Bäume abzusägen??
Aber ich denke trotzdem, dass die beiden Jungbäume zu nahe zusammen stehen.
Außerdem würde es mich wundern wenn sie 1 Jahr überleben, denn dieses Bäumchen steht nur einige Meter weiter, auf der anderen Seite!

LG Kassy
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Die alten Kiefern könnten glücklich noch viel älter werden.
Das stimmt, etwas zu eng stehen sie zusammen, um gemeinsam vernünftig zu wachsen und zu wirken.

Viele Grüße

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LCV
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Beitrag von LCV »

Neue Spezie? Nein! Das ist ein Kunstwerk, das die Vergänglichkeit allen Lebens symbolisiert. Man könnte noch eine Schrottplastik dazu stellen.

Hessekopp
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Beitrag von Hessekopp »

Die Schrottplastik steht doch schon drumherum.
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Böööse. :D

Kassy
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Beitrag von Kassy »

Danke Euch, ihr habt ja vollkommen Recht! :lol:

Die Menschen (ich auch) die hier in den Gemeindewohnungen wohnen, müssen das ja bezahlen!

was heißt Schrottplastik? eine Plastik aus Schrott?
:lol:

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