Chamaecyparis pisifera 'Plumosa' oder was?

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Naja, niedrig bleibend ist immer relativ...da steht viel Unsinn in den Büchern.

Viele Grüße

pgs
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Beitrag von pgs »

Kiefernspezi hat geschrieben:Naja, niedrig bleibend ist immer relativ...da steht viel Unsinn in den Büchern.

Viele Grüße
Unsinn sollte man aber gerade da sicher nicht vermuten, weil speziell dieses Buch von sehr anerkannten Fachleuten auf Ihrem jeweiligen Gebiet immer wieder neu bearbeitet wurde.

Wenn es neuere Erkenntnisse zu einzelnen Einträgen gibt, sollte man die dem Autor oder dem Verlag mitteilen, statt sie einfach als Unsinn abzutun.

Meine Anmerkung war natürlich nicht als Kritik an Wolfgangs oder deiner Meinung zu der 'richtigen' Art und Sorte gemeint, sondern als Hinweis für künftige Bearbeiter des Abschnitts Cupressaceae dass man möglicherweise lieber ein paar Sorten weglassen als sie nur so kurz und damit wahrscheinlich nicht in ihren gesamten Erscheinungsformen zutreffend beschreiben kann ;-)
beste Grüße von Holger/PGS

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

'Ellwoodii' war zwergig, als die Pflanze 1929 eingeführt wurde. Aber danach wurde immer wieder vermehrt und dadurch bewußt oder unbewußt selektiert. Und von den schneller wachsenden Spitzentrieben sind viel stärker und größer werde Pflanzen entstanden. Sie findet man heute immer noch langsamwüchsige Pflanzen, die in 25 Jahren nur 1 m groß sind, aber genauso auch Pflanzen, die in diesem Zeitraum 5-7m groß werden. Einige Selektionen haben auch wieder eigene Sortennamen bekommen wie ' Ellwoodii Nana',' Ellwoods Nymph','Ellwoods Pillar',' Ellwoods Pygmy' ,die dann wieder die zwergige Wuchsform hervorheben ( unabhängig von den gelben und weißen Ellwoodii-Sorten).

Vg Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

pgs
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Beitrag von pgs »

Ja, die 'Sorten' sind wohl immer problematisch zu bestimmen...
Warum heißen die eigentlich bei den Tieren nicht auch so? Dort nennt man sie gewöhnlich Rassen, oder?

Auch die wissenschaftlichen Bezeichnungen sind da sehr vielfältig: subspecies, varietas, forma... (ssp., var., f.)...
beste Grüße von Holger/PGS

DoppelHans
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Beitrag von DoppelHans »

Nach heutiger Nomenklatur gibt es bei den Tieren nur sp. und ssp. Rassen und Formen ist was für Hühner- und Hundezüchter. Varietas, Formas werden in der zoologischen Systematik nicht mehr verwendet.

pgs
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Beitrag von pgs »

Danke DoppelHans,

gut zu wissen dass die "Rassen" wenigstens in der Wissenschaft nicht mehr vorkommen!

Und warum braucht man in der Botanik noch immer mehrere Begriffe für die Unterteilung von Species?

Subspecies könnte doch für alle gelten, die einer Species untergeordnet werden können...
beste Grüße von Holger/PGS

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

was die Sortenbeschreibungen betrifft, so gibt es tatsächlich viele Ungenauigkeiten. Das liegt auch daran, dass die Sorten als Jungpflanzen erfasst, im Alter manchmal andere Formen annehmen.
Zudem werden die Bäume immer älter und erreichen andere Größen. Dann gehen Beschreibungen auf untersuchte Standortvoraussetzungen zurück. Bei abweichenden Bedingungen lässt sich oftmals verändertes Wuchsverhalten beobachten.
Es gibt aber auch Ausnahmen. So sind viele wie Industrieware produzierten Lebensbaum- und Scheinzypressen-Sorten sehr stabil und zuverlässig.
Das ist gleichzeitig aus meiner Sicht ein Problem, weil die Pflanzen dadurch langweilig werden...

Hessekopp
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Beitrag von Hessekopp »

Riecht das zerriebene Grünzeug leicht nach Zitrone oder Petersilie oder eher bestenfalls leicht harzig?
Das Habitusbild und das Zweigbild wollen mir so garnicht zu nem Ellwood passen, zumal der eher wacholderblau ist.
Bild

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