Tintenfischartig sich verzweigender Baumstamm ---> Metasequoia glyptostroboides

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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matyves
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Tintenfischartig sich verzweigender Baumstamm ---> Metasequoia glyptostroboides

Beitrag von matyves » 06 Mär 2014, 22:18

Liebes Baum-Forum

Diese tintenfischartige Verzweigung des Baumstamms habe ich schon bei Pappeln gesehen. Die Organisation der Knospen (gegenständig) will dazu aber nicht richtig passen. Könnt Ihr mir bei der Baumbestimmung weiterhelfen?

PS: Der Baum wuchs auf einem Privatgrundstück in Norditalien und ich konnte deshalb die Zweige nur aus der Ferne aufnehmen.
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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 07 Mär 2014, 14:09

Vielleicht solltest du noch 2/3 Wochen warten, dann ist der Baum leicht erkennbar.
Ich tippe auf einen laubabwerfenden Nadelbaum, nämlich Metasequoia glyptostroboides.
Kann aber auch völlig daneben liegen.

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

matyves
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Beitrag von matyves » 07 Mär 2014, 18:15

Hallo Wolfgang

Danke für Deine Antwort. An sowas hätte ich überhaupt nicht gedacht, wusste bisher nicht einmal, dass es - ausser der Lärche - noch andere Nadelbäume gibt, die die Nadeln im Winter abwerfen. Sehr spannend, da habe ich wieder was dazugelernt. Ich werde vielleicht im Sommer nochmals vor Ort sein, und mir den Baum ein zweites Mal ansehen...

LG,
Matyves

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 07 Mär 2014, 18:55

Tu das und stelle bitte dann nochmal ein Foto ein oder schaue einfach, ob es hinkommt.
Wie schon gesagt, ich bin nicht ganz sicher und es wäre schön , zu erfahren was es ist.

Taxodium/ Sumpfzypresse ( s. Nadelbaum Kiefernspezi ) wirft auch ab.

VG Wolfgang
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stefan
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Beitrag von stefan » 07 Mär 2014, 19:40

Hallo Wolfgang,
Cryptomeria hat geschrieben: ... Ich tippe auf einen laubabwerfenden Nadelbaum, nämlich Metasequoia glyptostroboides. ...
ich hatte eine ähnliche vage Idee gehabt, sie aber für zu gewagt gehalten;
der Habitus könnte passen, insbesondere die Kurztriebe, die ich zu erahnen glaube, könnten m.E. auch passen, die Borke scheint mir zu grau und zu glatt zu sein :?
Gruß, Stefan
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Beitrag von Cryptomeria » 07 Mär 2014, 19:46

Hallo Stefan,

danke für deine Einschätzung. Gewagte Ideen sind immer spannend.
Die Borke kann sehr variabel sein, das sollte nicht das Problem sein. Trotzdem ist er recht merkwürdig ge- oder verwachsen. Ich denke , er wurde beschnitten,eingekürzt.
Ich bin auch gespannt, wenn ein Sommerfoto zu sehen sein wird.

VG Wolfgang
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campoverde
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Beitrag von campoverde » 07 Mär 2014, 19:48

Hallo,
ich sehe das wie Wolfgang, Urweltmammutbaum.
Die allerdings schlecht zu erkennenden Knospen auf dem letzen Bild sind sehr charakteristisch

matyves
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Beitrag von matyves » 29 Okt 2014, 17:15

Hallo Baumfreunde
Ich schulde Euch noch Fotos des gezeigten Baumes im Sommerkleid. Der Vorschlag von Wolfgang "Laubabwerfender Nadelbaum" hat sich damit als richtig erwiesen...
LG Matyves
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Beitrag von Cryptomeria » 29 Okt 2014, 20:59

Danke für die Fotos.
Aufgrund von Rinde,Nadel,Habitus sage ich : Taxodium distichum. Nicht Metasequoia.

VG Wolfgang
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matyves
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Beitrag von matyves » 29 Okt 2014, 21:44

Ein wirklich eindrücklicher Baum. Danke, Wolfgang, für Deine Ergänzung...!

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bee
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Beitrag von bee » 29 Okt 2014, 21:59

Hallo,
aber sind die Knospen oben in den Bildern nicht eindeutig gegenständig (und ziemlich groß)?
Dann müsste es doch Metasequoia sein?
Viele Grüße von bee

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Beitrag von Cryptomeria » 30 Okt 2014, 11:47

Tja, hier ist das echt schwierig. Ich habe sonst keine Probleme die beiden zu unterscheiden. in Natura schon überhaupt nicht.
Der Stamm sieht sehr nach Taxodium aus. Meta ist normalerweise doch viel rötlicher und grober rissig. Der Habitus sieht auch Taxodium viel ähnlicher, nur könnte der Baum beschnitten oder eingekürzt sein, was natürlich den Habitus verändert. Normalerweise sollte Meta, und noch mehr im Süden , schlank und schnellwüchsig aussehen. Die Fieder sind bei Taxodium länger und schmaler. Ist hier ohne Vergleich nicht ganz einfach zu sehen.
So tendierte ich zu Taxodium, trotz der sichtbaren Knospen.

Es können ja alle noch etwas dazu sagen und wir nehmen die mehrheitliche Tendenz. Ich lasse mich durch Argumente immer gerne überzeugen, zumal ich hier tatsächlich unsicher bin. ( Was mich sehr erstaunt).

VG wolfgang
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Beitrag von Hessekopp » 30 Okt 2014, 19:45

Die Nadelstellung erscheint mir (schein-) gegenständig, ich wäre eher für Metasequoia zu haben.
Bild

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Beitrag von DoppelHans » 30 Okt 2014, 20:32

Hi,

die Nadeln scheinen mir viel zu lang und zu kräftig für Metasequoia. Ich habe Metasequoia feiner in Erinnerung. Auch wächst eine Metasequoia eigentlich viel regelmäßiger. Auch die Rinde passt nicht. So tippe ich auch auf Taxodium.

Allerdings verzweigt Metasequoia auch so schön.


@matyves: Könntest Du vielleicht eine Ausschnittvergrößerung eines Zweiges noch senden, dann sehen wir vielleicht genauer den Stand der Nadeln zueinander. Das würde bestimmt viel helfen.


Was könnten den die braunen Zweige oben in der Krone sein?

Im Hintergrund des Winterbildes verbirgt sich auch noch eine Araucaria araucana.


Grüße, Hans

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Beitrag von Kiefernspezi » 30 Okt 2014, 20:47

Hallo,

ich habe den Beitrag jetzt erst wahrgenommen. Also ich denke auch, dass es sich eindeutig um Taxodium handelt.
Zapfen oder Nahaufnahmen der Blätter würden es eindeutig machen. Aber die Rindenstruktur spricht auch deutlich für Taxodium. Auch schon im allerersten Bild mit ohne Nadeln.

Viele Grüße

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