Bäume am Geschmack erkennen?

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AndreasG.
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von AndreasG. » 01 Dez 2019, 09:35

biloba hat geschrieben:
01 Dez 2019, 09:12
eventuell schon mittags.
Na dann; Guten Appetit. Eventuell kann man das Zeugs als Füllung für Thüringer Klöße....



Da fällt es geschmacklich nicht so auf. :mrgreen:

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bee
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von bee » 01 Dez 2019, 18:22

AndreasG. hat geschrieben:
01 Dez 2019, 08:56

den Rest über Vogelmiere
Was ist denn "der Rest" ? Ich stehe irgendwie auf dem Schlauch. Bei mir ist die Vogelmiere gar nicht häufig, habe nur mal ein paar Stängelchen mitgenommen. ....Aaach.... wirklich lange Leitung .... ich hatte es "falsch" gelesen: ich hatte "Rest der Vogelmiere" und nicht "Rest über Vogelmiere" gelesen.
AndreasG. hat geschrieben:
01 Dez 2019, 08:56

überwältigend ist der Geschmack von Brennesseln nicht. Ich habe die nur mit einer angebratenen Zwiebel und einer kleingeschnittenen Kartoffel und Salz/Pfeffer zubereitet und püriert.
... Knoblauch ... Sahne ... Gorgonzola ... :)
Viele Grüße von bee

AndreasG.
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von AndreasG. » 01 Dez 2019, 20:37

bee hat geschrieben:
01 Dez 2019, 18:22
... Knoblauch ... Sahne ... Gorgonzola ... :)
Bei dieser Variante kann man die Brennesseln gut durch Makkaroni ersetzen.

Yogibaer
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Yogibaer » 01 Dez 2019, 20:39

Hatte am letzten WE mal einen Geschmackstest mit Eibe gemacht, schmeckt bitter und ja ich lebe noch. Frag mich nur wie man sich damit vergiften kann?
Gruß Yogi

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bee
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von bee » 01 Dez 2019, 20:52

AndreasG. hat geschrieben:
01 Dez 2019, 20:37

Bei dieser Variante kann man die Brennesseln gut durch Makkaroni ersetzen.
... die sind aber nicht GRÜN !!! :twisted: :lol:

Es ist auch schon länger her, dass ich "Brennnessel-Spinat" gemacht habe (dieses blöde Ernten), aber ich bereite die grünen Blätter ähnlich wie Blattspinat zu (...Knoblauch ... Sahne ... Gorgonzola) und damit kann man alles kombinieren ... Kartoffeln, diverses Körniges oder Nudeliges ... also auch Makkaroni.

Ganz hervorragendes "Grünzeug" sind auch Amaranthus-Arten und Franzosenkraut usw. Blöd ist nur, dass diese Pflanzen meistens an Feldrändern stehen und man nicht genau weiß, was da eventuell an Chemikalien ausgebracht wurde. Bio oder nicht ...? Ich bekam aber mal die Information, dass es nahe von Gewässern (die im hiesigen Fall auch noch Naturschutzgebiet sind) Einschränkungen gibt.
Gesammelt habe ich am Feldrand kurz nachdem die Zucchinis geerntet wurden und ich optimistisch war, dass zumindest im Fall des Falles Karenzzeiten eingehalten wurden.
Viele Grüße von bee

Spinnich
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Spinnich » 02 Dez 2019, 23:51

Franzosenkraut ist ein leicht zu jätendes Unkraut, hatte ich mal gedacht,
aber dann andere Informationen aufgetan:
http://www.wildkrautgarten.de/2013/08/0 ... nopfkraut/
https://www.kostbarenatur.net/anwendung ... osenkraut/
Seitdem lasse ich jedes Pflänzchen stehen oder setze es gar ins Gemüsebeet zur gezielten Aussaat.
Im Salat oder in der Schmor-Gemüse-Pfanne macht es sich jedenfalls ganz gut.

LG Spinnich :mrgreen:
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von biloba » 03 Dez 2019, 23:00

bee hat geschrieben:
01 Dez 2019, 20:52
Bio oder nicht ...?
Na klar doch!
Mir liegen keinerlei Informationen vor, dass sich Franzosenkraut auf chemischen Wege irgendwie industriell herstellen ließe.

Ich bekam aber mal die Information, dass es nahe von Gewässern (die im hiesigen Fall auch noch Naturschutzgebiet sind) Einschränkungen gibt.
Gesammelt habe ich am Feldrand kurz nachdem die Zucchinis geerntet wurden und ich optimistisch war, dass zumindest im Fall des Falles Karenzzeiten eingehalten wurden.

Spinnich hat geschrieben:
02 Dez 2019, 23:51
Franzosenkraut ist ein leicht zu jätendes Unkraut, hatte ich mal gedacht,
aber dann andere Informationen aufgetan:
Herzlichen Dank an Euch beide für diese Information. Diese Pflanze ist auch hin und wieder in unserem Garten zu beobachten und wurde behandelt wie die anderen Unkräuter auch.

Die hier verlinkten Seiten werde ich mal unserer Küchenchefin vorlegen. Und zusätzlich dazu gehe ich davon aus, dass diese Pflanzen ab dem kommenden Frühjahr dazu dienen werden, den Vitamingehalt meiner Mehlwürmer zu erhöhen.


Geschmackvolle Grüße!

Spinnich
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Spinnich » 04 Dez 2019, 00:30

bee hat geschrieben:
30 Nov 2019, 20:58
Dann hättest du die Brennnesselsuppe morgens essen müssen, so als Wachmacher. :mrgreen:

Nee, ich kenne das auch, z.B. von Fisch (aus dem indischen Ozean, so kleine ... Je nachdem, was die Fische selbst fressen ... an Korallen knabbern typischerweise, dann kann das Auswirkungen haben. Es gibt Arten, wenn man die abends isst, dann macht man kein Auge zu. Das wiederum kann am eigenen sehr individuellen Stoffwechsel liegen. Und ich kenne mich mit den Fischarten nicht wirklich aus, muss immer nachfragen. "Sicherheitshalber" esse ich kaum noch Fisch spät am Tag. Das liegt auch nicht daran, dass man nicht daran gewöhnt ist, auch Einheimische berichten das.

Mit Kräutern oder Wildgemüse, auch da sollte man sich wirklich herantasten. Sie werden normalerweise auch nicht in großen Mengen verzehrt, es sind bei mir bisher immer nur ein paar Blättchen hier oder da zusätzlich. Diese Pflanzen sind dann zwar nicht "giftig", aber ob sie aufgrund der vielzähligen Inhaltsstoffe für jeden bekömmlich sind, ist ja noch etwas anderes.

Ich habe zum Beispiel unschöne Erfahrung mit Wiesen-Bärenklau gemacht. Der ist essbar im Gegensatz zum Riesen-Bärenklau.
Die zarten Sprosse (ich meine die jungen Blätter, noch zusammengefaltet oder gerade entfaltet) fand ich sehr aromatisch, habe das vor 2 Jahren probiert, sowohl roh als auch gegart ähnlich Spinat - und ohne Probleme vertragen.
Im Jahr darauf reagierte ich (fast ?) allergisch oder überempfindlich, mit rauem Hals, es "kitzelte", leichte Anschwellung im Mund und im Rachen ... und das im Wald, ich wurde fast panisch. Gegart, kleinste Menge zu Hause ... genauso ... NIE wieder.
Abgesehen von der mitunter schwierigen Bestimmung von Doldenblütern im Feld (Verwechslungsgefahr, z. T. hochgiftige Arten) sind einige Arten (bzw. Unterarten) für manche Personen unvverträglich. Auch die Inhaltsstoffe sind verschieden hoch, je nach Standort, Wuchsbedingung, Alter, Unterart etc.
Da muss man sich rantasten und ggf. dann doch besser Finger weg!
Kontaktallergie hatte ich beispielsweise auch schon, besonders wenn ich nacheinander mit verschiedenen Pflanzensäften oder Oberflächen beim Jäten oder Beschneiden in Berührung kam.

Ein an und für sich leckeres Gewürzkraut, der Aniskerbel (Myrrhis odorata), bzw. die Süßdolde hat bei mir und noch intensiver bei meiner Frau nach Hautkontakt unter UV Einwirkung ähnliche Allergien hervorgerufen, wie man es vom Riesenbärenklau erwartet. Selten findet man dazu entsprechende Warnhinweise: "Bei einer bekannten Allergie gegen Doldenblütler und Anethol sollte Süßdolde nicht verwendet werden"
https://www.vorsichtgesund.de/glossary/ ... s-odorata/
https://www.zeitung.de/gesundheit/alter ... uessdolde/
Wikipedia: "Die Süßdolde enthält ätherische Öle, hauptsächlich trans-Anethol, Germacren, Caryophyllen, Limonen, Myrcen, Estragol und Flavonoide."
Beim Verzehr des würzigen Krautes hatten wir aber keinerlei Symptome!

LG Spinnich :roll:
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von LCV » 04 Dez 2019, 09:15

> Beim Verzehr des würzigen Krautes hatten wir aber keinerlei Symptome!

Logisch! Wo das Kraut landet, gibt es kein UV-Licht.

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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von bee » 04 Dez 2019, 20:30

Spinnich hat geschrieben:
04 Dez 2019, 00:30

Abgesehen von der mitunter schwierigen Bestimmung von Doldenblütern im Feld (Verwechslungsgefahr, z. T. hochgiftige Arten) sind einige Arten (bzw. Unterarten) für manche Personen unvverträglich. Auch die Inhaltsstoffe sind verschieden hoch, je nach Standort, Wuchsbedingung, Alter, Unterart etc.
Da muss man sich rantasten und ggf. dann doch besser Finger weg!
Kontaktallergie hatte ich beispielsweise auch schon, besonders wenn ich nacheinander mit verschiedenen Pflanzensäften oder Oberflächen beim Jäten oder Beschneiden in Berührung kam.

LG Spinnich :roll:
Hallo,
dass der Wiesenbärenklau auch Furocumarine enthält, wusste ich ja - und die Pflanze an sich halte ich (mit ein bisschen Erfahrung) für unverwechselbar.
Ich hatte beim Hantieren auch keine Kontaktallergie , bin aber auch nicht mit nackten Armen entlang gestreift. Im ersten Jahr, bei den ersten Versuchen gab es keinerlei Probleme - ich fand den Geschmack extrem lecker. Erst im zweiten Jahr ist diese Reaktion an der Mundschleimhaut und im Rachen aufgetreten. Ansonsten habe ich (eigentlich) keine Allergien, war aber als Vorschulkind (ist lange her) auch ein bisschen überempfindlich gegen Erdbeeren und Tomaten (Hautausschlag), das hat sich aber wieder völlig gegeben. So ein bisschen Niesreiz bei wirklich extremer Pollenbelastung z.B. beim Durchschreiten einer Wiese mit hüfthohen Gräsern und Blüten hatte ich auch schon mal, aber nichts Dramatisches.
Viele Grüße von bee

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