Für die Realisierung einer künstlerische Arbeit bin auf der Suche nach einem interessanten Laubbaum, der bereits als junger ca 350cm hoher Baum eine interessante Erscheinung hat. Ich weiß natürlich, dass Bäume viele ihrer charakteristischen Merkmale erst nach vielen Jahren entwickeln, aber z.B. die Rosskastanie hat ausgeprägte Knospen und auch als junger Baum eine vom Raumvolumen interessante Krone.
Das heißt, ich suche einen Baum, dessen Schattenriss im Winter lebendig wirkt, dessen Knospenbildung vielleicht ausgeprägt ist oder im Winter bzw. Frühling noch Kapseln oder Bohnen an den Ästen hängen. Der Baum müßte in deutschen Gärten gut gedeihen und über eine hiesige Baumschule erhältlich sein. Ich habe viel in Eurer Datenbank recherchiert und erfahren, aber es ist natürlich nur wenig über das Aussehen eines Jungbaums in Erfahrung zu bringen.Wäre schön einige Tipps zu bekommen.
Su
Ich denke an Paulownia tomentosa, die schnell wächst, schöne Blüten und markante Blätter besitzt und im Herbst schon senfgelbe, samtige Knospen ansetzt. Allerdings wird die Paulownia mindestens so groß wie eine Rosskastanie. Von letzterer würde ich dringend abraten, da zumindest die weißblühende von der Kastanienminiermotte befallen wird, weshalb die Blätter schon sehr früh welken. Man hat noch kein richtig wirksames Mittel dagegen. Bei der rotblühenden taucht das Problem noch nicht auf, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Viecher irgendwann auch diese befallen.
Paulownia verträgt unser Klima sehr gut und ist problemlos zu bekommen.
Habe mir die Paulonia angesehen und finde den Baum sehr schön. Habe nur Bedenken, dass er die Winter in Deutschland überlebt. Hat er die Blüten und Früchte auch schon in seiner Jugend oder wie der Tulpenbaum erst nach 20-30 Jahren?
Su
Spätestens in einem Monat macht sich ein Nadelbaum besser fürs Foto.
Ansonsten bleibt nur noch Ilex...
Aber ich bin mal wieder für Acer. Der ist zwar nicht mehr ganz ein Jungbaum, ist aber sogar etwas kleiner als 3 m und zeigt offensichtlich künstlerisches Talent...
das Klima im Raum Frankfurt dürfte der Paulownia keine Probleme bereiten. Richtig strenge Winter gibt es ja selten. Hier in Südbaden wurden welche auf öffentlichem Grund gepflanzt, die jetzt so zwischen 7 und 10 m hoch sind, aber schon seit ein paar Jahren toll blühen. Wenn eine P. irgendwo von allein aufgeht, schafft sie im ersten Jahr mindestens 2,50 m. Das verlangsamt sich aber und die anfangs riesigen Blätter werden auch etwas kleiner.
Ilex kommt für meine Zwecke nicht in Frage. Es muß ein Blätter abwerfender Baum sein. Was für eine Acer ist das denn auf dem schönen Foto?
Jedenfalls wird das gesuchte Bäumchen sich nicht in Frankfurt, sondern in NRW entfalten müssen und da können die Winter etwas kälter sein. Allerdings hatten wir ja auch hier in Frankfurt die letzten zwei Winter mit Temperaturen von -10°. Platz ist genug da, Licht auch, es geht nur darum, dass der junge Baum im Frühjahr, wenn er in der Knospe ist, schon eine interessante Erscheinung hat.
Es sollte ein gesundes, von Schädlingen nicht so heimgesuchtes Gehölz sein.
Aber vielen Dank schon mal für die Tipps und das Nachdenken.
Su
der Ahorn ist eine Sorte von Acer japonica, evtl. Acer palmatum.
- 10° C sind eigentlich kein großes Problem. Bäume kann man ja auch ein wenig winterfest machen. Bei jungen Bäumen hilft ein Anstrich des Stammes mit weißer Spezialfarbe gegen Frostrisse. Aber da sollte man den Fachbetrieb fragen, was für den jeweiligen Baum gut ist. Kalidünger im Frühjahr bis Sommer soll die Frosthärte verbessern. Dazu sollen sich Fachleute äußern.
Wenn Du einen sehr widerstandsfähigen Baum suchst, käme auch mein Lieblingsbaum Liquidambar styraciflua in Frage.
Lieber Frank,
ist das der amerikanische Amberbaum? Den hatte ich mir auch schon im Netz angesehen und finde ihn wunderschön. Hast du eine Vorstellung, wie der als Jungbaum von ca 350cm aussieht? Die Abbildung auf Baumkunde.de zeigt ja einen recht jungen Baum, der schon ein schönes Volumen in der Krone bildet. Ist in dem Alter auch die Rinde schon so schön borkig und ab welchen Alter bildet er Blüten und Früchte? Und hat er einen intressanten Schattenriss als Jungbaum?
Vielen Dank weiterhin fürs Nachdenken- Su
Ich denke an Paulownia tomentosa, die schnell wächst, schöne Blüten und markante Blätter besitzt und im Herbst schon senfgelbe, samtige Knospen ansetzt. Allerdings wird die Paulownia mindestens so groß wie eine Rosskastanie. Von letzterer würde ich dringend abraten, da zumindest die weißblühende von der Kastanienminiermotte befallen wird, weshalb die Blätter schon sehr früh welken. Man hat noch kein richtig wirksames Mittel dagegen. Bei der rotblühenden taucht das Problem noch nicht auf, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Viecher irgendwann auch diese befallen.
Paulownia verträgt unser Klima sehr gut und ist problemlos zu bekommen.
Gruß Frank
Aesculus x carnea wird auch ganz normal befallen wenn der Befall groß ist.
Zu der Frage:
Im Winter sehen sicher
Acer x conspicuum 'Phoenix' oder Acer palmatum 'Sangokaku' wegen der roten Rinde interessant aus. Schau sie dir mal an.
Alte Exemplare von Pseudocydonia sinensis sehen auch super aus, vor allem die Rinde !