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Wie legt man ein Bauminventar an?

Verfasst: 02 Okt 2006, 10:02
von Wiesenschweigen
Hallo in die Runde!

Erst einmal wollte ich mich kurz vorstellen: Ich bin auf diese Seite gestoßen, weil ich mit meinen beiden kleinen Kindern (1 und 3 Jahre alt) sehr viel in einem städtischen Park unterwegs bin. Mein Sohn ist jetzt in dem Alter, in dem ihn alles, was er sieht, hört, riecht, fühlt, kennenlenen, begreifen und verstehen möchte. Und daher beginnen ihn gerade auch heruntergefallene Baumteile zu interessieren und er fragt und fragt und fragt.

Seine Fragen haben auch meine Augen geöffnet für die unglaubliche Artenvielfalt in dieser Anlage, und nun möchte ich die Bäume und Sträucher dort auch besser kennen.

Nun meine Frage: Wie legt man denn geeigneterweise ein Bauminventar an? Ich dachte da an eine Karte in einem großen Maßstab, auf der man markante Bäume einzeichnet. Gibt es eine Technik, die sich bewährt hat?

Liebe Grüße
Tini

Verfasst: 02 Okt 2006, 15:01
von Cryptomeria
Hallo Tini

schau dir doch einmal Karten von Bot.Gärten , größeren Parks usw. an.
Ich würde sagen, erst Umriss, dann Wegenetz grob skizzieren mit markanten Gegebenheiten ( Teich, Gebäude .... ) und dann die Bäume als große Kreise einzeichnen.
So mache ich das.

Viele Grüße

Wolfgang

Verfasst: 17 Okt 2006, 16:11
von Harztroll
Hallo,

ist zwar etwas spät, aber ich denke Wolfgang meint das so in der Art: http://www.beb-partner.de/pics/gutachte ... estand.jpg (naja, ist nun kein Park :wink: aber das Prinzip ist erkennbar)

Viele Grüße

Verfasst: 17 Okt 2006, 22:24
von Wiesenschweigen
Hallo,

das ist aber nett, vielen Dank für das Beispiel!

Welchen Maßstab hat denn so eine Karte geeigneterweise? Weißt Du, welche Karte des Landesvermessungsamts man sich dafür am besten bestellen würde (also Maßstab und Art der Karte)?

Liebe Grüße
Tini

Verfasst: 17 Okt 2006, 22:58
von babayaga
Hallo Tini,

hab da wenig Ahnung von, musste aber mal im Rahmen eines Bauantrages, alle Bestandsgehölze incl. Kronen- und Stammdurchmesser auflisten.
Damals hab ich das im Masstab 1:500 gemacht, aber okay, das Areal/Grundstück war verhältnissmässig klein.

Für größere Gebiete wäre 1:1000 okay, wobei das auch schon wieder als klein/repektive darstellerisch zu groß - erscheinen kann ..., ist halt alles relativ;-)

Hab' da jetzt noch nicht tiefer drüber nachgedacht, aber die Aufgabe finde ich sehr interessant :)

lg Nancy

Verfasst: 18 Okt 2006, 08:32
von Harztroll
Hallo Tini,
ich denke wie Nancy schon sagt, 1:1000 bis 1:500 ist in Ordnung. Wir hier zeichnen solche Lagepläne in 1:500. Es kommt aber darauf an, wie groß dein Park ist und mit welcher Genauigkeit du arbeiten willst (bei 1:1000 entspricht ein 10 m-Baum 1 cm, bei 1:500 2 cm im Durchmesser). Eventuell könntest du ja mehrere Teilpläne erstellen. Als Grundlage nehmen wir Flurkarten, in denen Grundstücke und Gebäude eingetragen sind. Allerdings beziehen wir die digital, so daß wir den Maßstab selbst anpassen können. Auszüge auf Papier hatten wir bisher nur in 1:1000, da hilft dir vielleicht ein Anruf weiter.

Ich wünsch dir gutes Gelingen, vielleicht kannst du ja dann mal einen Ausschnitt deiner Arbeit hier ausstellen :) :wink:

Liebe Grüße


PS. Wahrscheinlich ist es auch eine Kostenfrage, also was die Ämter für die Herausgabe der jeweiligen Karten haben wollen...

Kartengrundlagen

Verfasst: 18 Okt 2006, 16:08
von stefan
Hallo Tini,
ich weiß nicht in welchem Land Du wohnst, aber die Landesvermessungsämter vertreiben meines Wissens maximal topographische Karten 1:25.000 ("Meßstischblätter") oder Vergrößerungen daraus im Maßstab 1:10.000.
Das reicht natürlich nicht.
Bei den Katasterämtern der Kreise (zumindest ist es in NRW so) kann man die Blätter der Deutschen Grundkarte 1:5.000 beziehen (DGK5).
Auch das ist für Deine Zwecke eigentlich zu klein.
Ich glaube nicht, daß Katasterepläne (1:500 o.ä.) so ohne weiteres abgegeben werden.
Insofern bleibt für den Privatrgebrauch - wenn Du eine korrekte topographische Unterlage verwenden willst - am ehesten die DGK5, die Du Dir dann passend per Fotokopie vergößern müßtest.
Gruß, Stefan