Hallo, liebe Baum(Natur-)freunde,
ich bin neu hier und habe mit großem Interesse einige Forumsbeiträge gelesen. Die fand ich so interessant und aufschlußreich, das ich mich nun auch in diesem Forum angemeldet habe, da ich denke, das Ihr mir auch helfen könnt.
Ich brauche unbedingt ein paar Tipps bzw. Informationen. Ich bin ratlos, um nicht zu sagen verzweifelt. Die herrlichen drei Kiefern in der Grünanlage vor meinem Balkon haben extrem viele vertrocknete Nadeln, wo die abgefallenen Nadeln natürlich inzwischen den Rasen übersäen. Schon in den letzten Monaten bzw. auch im letzten Jahr habe ich beobachtet, das es immer mehr wurden. Inzwischen sind ganze Äste befallen ..... Es wäre eine Katastrophe, wenn diese herrlichen hohen Bäume krank wären und vielleicht sogar gefällt werden müssten! Woran kann es liegen, das die Nadeln so vertrocknet sind und sich diese Vertrocknung immer mehr ausbreitet? Wir hatten doch im letzten Jahr und auch in diesem Jahr sehr viel Regen, so dass ich mir nicht vorstellen kann, das es an Wassermangel liegt.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn jemand eine Idee hat, was das für ein Mangel sein kann und was event. dagegeben getan werden könnte.
Lieben Dank im voraus!
Extrem viel vertrocknete Kiefernnadeln!
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Extrem viel vertrocknete Kiefernnadeln!
Viele Grüße
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
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Cryptomeria
- Beiträge: 9538
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Hallo Britt
Ich kenne mich bei Krankheiten nicht so gut aus. Das erste was ich mache ist immer den Baum, den Ast, die Nadeln ganz genau anzuschauen und abzusuchen ( nach Milben, Läusen eventl. auch Pilz ). Notfalls auch mit der Lupe. Du kannst auch etwas unterlegen und dann schütteln, da siehst du auch häufig Milbenbefall etc. Sollte da nichts zu finden sein, kann man tierische Schädlinge ausschließen und weiterschauen.
Viele Grüße, in einigen Gegenden war es natürlich trocken, aber Kiefern leiden eigentlich nach meiner Erfahrung so gut wie nie unter Trockenheit. Das kann es eigentlich nicht sein, wie du ja auch vermutest.
Als erste Info
Viele Grüße
Wolfgang
Ich kenne mich bei Krankheiten nicht so gut aus. Das erste was ich mache ist immer den Baum, den Ast, die Nadeln ganz genau anzuschauen und abzusuchen ( nach Milben, Läusen eventl. auch Pilz ). Notfalls auch mit der Lupe. Du kannst auch etwas unterlegen und dann schütteln, da siehst du auch häufig Milbenbefall etc. Sollte da nichts zu finden sein, kann man tierische Schädlinge ausschließen und weiterschauen.
Viele Grüße, in einigen Gegenden war es natürlich trocken, aber Kiefern leiden eigentlich nach meiner Erfahrung so gut wie nie unter Trockenheit. Das kann es eigentlich nicht sein, wie du ja auch vermutest.
Als erste Info
Viele Grüße
Wolfgang
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Cryptomeria
- Beiträge: 9538
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Hallö!
Hier wäre zunächst zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich um eine Krankheit, oder aber um den natürliche jährlichen Nadelfall handelt, der ja soeben beginnt, bzw. im Gange ist...
So eine Kiefer behält ja natürlicherweise, und wenn sie gesund ist, immer drei intakte Nadeljahrgänge, alles ältere wird im Herbst, wie Laubfall, abgestossen...Vor allem bei alten, großen Kiefern kommt da schon eine erschreckende Menge an Nadeln zusammen, so daß man meint, der Baum wäre bald kahl...
Schaut doch zunächst einmal, wenn machbar, wieviele Nadeljahrgänge am Zweig benadelt sind, und wie die Krone ausschaut, sehr licht oder normal dicht...
Grüße, Andreas
Hier wäre zunächst zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich um eine Krankheit, oder aber um den natürliche jährlichen Nadelfall handelt, der ja soeben beginnt, bzw. im Gange ist...
So eine Kiefer behält ja natürlicherweise, und wenn sie gesund ist, immer drei intakte Nadeljahrgänge, alles ältere wird im Herbst, wie Laubfall, abgestossen...Vor allem bei alten, großen Kiefern kommt da schon eine erschreckende Menge an Nadeln zusammen, so daß man meint, der Baum wäre bald kahl...
Schaut doch zunächst einmal, wenn machbar, wieviele Nadeljahrgänge am Zweig benadelt sind, und wie die Krone ausschaut, sehr licht oder normal dicht...
Grüße, Andreas
Hallo alle zusammen,
vielen Dank für Eure Hinweise! Ich werde versuchen, vernünftige Fotos von den Kiefern zu machen und einzustellen. Nach Parasiten werden ich gucken. Entschuldigung Andreas, aber wie erkenne ich die Nadeljahrgänge? Mmm, ich kenne mich da leider nicht aus ...... Ich kann nur soviel sagen, das die Krone normal dicht ist (aber auch mit vereinzelt gebündelten, trockenen Nadeln) und das die Zapfen mit den neuen Nadeln bislang jedes Jahr ausgetrieben sind. Vor ca. 2 Jahren wurden die Kiefern gelichtet – aber so blöd, das riesige Lücken an den Stämmen gesägt (diese entfernten Äste waren alle gesund!) und einzelnen Äste stark eingekürzt wurden. Diese Äste sind besonders von den vertrockneten Nadeln befallen und meines Wissen gibt’s an denen auch kein frisches Grün mehr ….. aber ich schaue nochmal genau nach! Nach meinem laienhaften Empfinden müsste sehr viel vertrocknetes Geäst entfernt werden.
Die anderen Nadelbäume auf unserer Grünanlage sind übrigens total grün und sehen gesund aus.
Morgen kommen Bilder von den Kiefern.
Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
vielen Dank für Eure Hinweise! Ich werde versuchen, vernünftige Fotos von den Kiefern zu machen und einzustellen. Nach Parasiten werden ich gucken. Entschuldigung Andreas, aber wie erkenne ich die Nadeljahrgänge? Mmm, ich kenne mich da leider nicht aus ...... Ich kann nur soviel sagen, das die Krone normal dicht ist (aber auch mit vereinzelt gebündelten, trockenen Nadeln) und das die Zapfen mit den neuen Nadeln bislang jedes Jahr ausgetrieben sind. Vor ca. 2 Jahren wurden die Kiefern gelichtet – aber so blöd, das riesige Lücken an den Stämmen gesägt (diese entfernten Äste waren alle gesund!) und einzelnen Äste stark eingekürzt wurden. Diese Äste sind besonders von den vertrockneten Nadeln befallen und meines Wissen gibt’s an denen auch kein frisches Grün mehr ….. aber ich schaue nochmal genau nach! Nach meinem laienhaften Empfinden müsste sehr viel vertrocknetes Geäst entfernt werden.
Die anderen Nadelbäume auf unserer Grünanlage sind übrigens total grün und sehen gesund aus.
Morgen kommen Bilder von den Kiefern.
Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
Viele Grüße
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Hallo Britt!
Auweiha, wenn ich das schon höre, Kiefern ausgelichtet, da stellen sich mir die Nackenhaare auf...
Wenn der Baum nicht krank ist, oder Verkehrswege, Häuser etc. gefährdet sind, sollte man sie aufasten (also die unteren Äste abnehmen, oder nur kranke herausschneiden), niemals aber auslichten, weil das nie wieder zuwächst...
Bei jungen Kiefern mag es vertretbar sein, die Haupttriebe einzukürzen, weil sie noch leichter neue bilden können, aber alte Kiefern, die nicht mehr dezimeterweise pro Jahr in die Höhe wachsen, kann man mit sinnlosem Rückschnitt echt killen...
Sie wachsen im Stadium der breiten, flachen Krone zur Hauptsache nur noch generativ, sprich also um zu blühen und zu fruchten, und sie haben leider nicht die Fähigkeit wie Laubbäume, bei heftigem Rückschnitt wieder kräftig auszutreiben...
Bilder wären wirklich nett, wenn es geht ^^!
Ansonsten, Nadeljahrgänge bezeichnen einfach das Alter der Nadeln am Zweig...
So eine Kiefer treibt ja jedes Jahr aus, während sie noch Nadeln der Vorjahre behält, und das sind in der Regel die Nadeln dreier jährlicher Wachstumsphasen. So hat man dann aufeinanderfolgend dreijährige, zweijährige, und einjährige Nadeln, sowie die des aktuellen Jahres, und die Gesamtheit der Nadeln eines Jahres nennt man dann Nadeljahrgang ^^!
Gesunde Koniferen wie Kiefern, Tannen, Fichten, haben deren meist drei zugleich, Fichten auch bis sechs (sieben)...
Und der vierte Nadeljahrgang am Baum, die dreijährigen also, werden gerade abgeworfen, was wie gesagt ein ganz normaler Vorgang ist...
Wenn ich nun aber höre, daß die Kiefern zusammengestutzt und scheinbar sinnlos zurückgeschnitten wurden, erscheint mir Absterben der in Mitleidenschaft gezogenen Äste durchaus plausibel...
Grüße, Andreas
Auweiha, wenn ich das schon höre, Kiefern ausgelichtet, da stellen sich mir die Nackenhaare auf...
Wenn der Baum nicht krank ist, oder Verkehrswege, Häuser etc. gefährdet sind, sollte man sie aufasten (also die unteren Äste abnehmen, oder nur kranke herausschneiden), niemals aber auslichten, weil das nie wieder zuwächst...
Bei jungen Kiefern mag es vertretbar sein, die Haupttriebe einzukürzen, weil sie noch leichter neue bilden können, aber alte Kiefern, die nicht mehr dezimeterweise pro Jahr in die Höhe wachsen, kann man mit sinnlosem Rückschnitt echt killen...
Sie wachsen im Stadium der breiten, flachen Krone zur Hauptsache nur noch generativ, sprich also um zu blühen und zu fruchten, und sie haben leider nicht die Fähigkeit wie Laubbäume, bei heftigem Rückschnitt wieder kräftig auszutreiben...
Bilder wären wirklich nett, wenn es geht ^^!
Ansonsten, Nadeljahrgänge bezeichnen einfach das Alter der Nadeln am Zweig...
So eine Kiefer treibt ja jedes Jahr aus, während sie noch Nadeln der Vorjahre behält, und das sind in der Regel die Nadeln dreier jährlicher Wachstumsphasen. So hat man dann aufeinanderfolgend dreijährige, zweijährige, und einjährige Nadeln, sowie die des aktuellen Jahres, und die Gesamtheit der Nadeln eines Jahres nennt man dann Nadeljahrgang ^^!
Gesunde Koniferen wie Kiefern, Tannen, Fichten, haben deren meist drei zugleich, Fichten auch bis sechs (sieben)...
Und der vierte Nadeljahrgang am Baum, die dreijährigen also, werden gerade abgeworfen, was wie gesagt ein ganz normaler Vorgang ist...
Wenn ich nun aber höre, daß die Kiefern zusammengestutzt und scheinbar sinnlos zurückgeschnitten wurden, erscheint mir Absterben der in Mitleidenschaft gezogenen Äste durchaus plausibel...
Grüße, Andreas
Hallo Andreas,
mein Gott, das hört sich ja furchtbar an! Ich werde auf jeden Fall Fotos machen und diese morgen einstellen. Ja, die Bäume wurde willkürlich ausgelichtet; d. h., an den Stämmen wurden "zwischendrin" Äste abgesägt, die nicht krank waren - obwohl unser Oberklugscheisser von Eigentümerbeirat etwas anderes behauptete. Der wohnt nämlich unter mir und hat sich irgendwann beiläufig über seine dunkle Wohnung mokiert ...... diese Baumschnittfirma hat da wohl ganze Arbeit geleistet! Ich hoffe es wirklich nicht, das die Bäume am kaputt gehen sind!
Ich wohne übrigens auch in Berlin ..... ich hoffe, die Bilder morgen bringen ein wenig Aufschluß.
Vielen lieben Dank nochmal!
mein Gott, das hört sich ja furchtbar an! Ich werde auf jeden Fall Fotos machen und diese morgen einstellen. Ja, die Bäume wurde willkürlich ausgelichtet; d. h., an den Stämmen wurden "zwischendrin" Äste abgesägt, die nicht krank waren - obwohl unser Oberklugscheisser von Eigentümerbeirat etwas anderes behauptete. Der wohnt nämlich unter mir und hat sich irgendwann beiläufig über seine dunkle Wohnung mokiert ...... diese Baumschnittfirma hat da wohl ganze Arbeit geleistet! Ich hoffe es wirklich nicht, das die Bäume am kaputt gehen sind!
Ich wohne übrigens auch in Berlin ..... ich hoffe, die Bilder morgen bringen ein wenig Aufschluß.
Vielen lieben Dank nochmal!
Viele Grüße
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Hallo Andreas,
wie vesprochen habe ich Bilder von den Kiefern gemacht. Nun habe ich Schwierigkeiten, diese einzustellen; leider weiß ich nicht, wie die URL von diesen Bildern lautet. Hast Du einen Tipp, wie ich an diese Info komme?
Herzlichen Dank im voraus.
wie vesprochen habe ich Bilder von den Kiefern gemacht. Nun habe ich Schwierigkeiten, diese einzustellen; leider weiß ich nicht, wie die URL von diesen Bildern lautet. Hast Du einen Tipp, wie ich an diese Info komme?
Herzlichen Dank im voraus.
Viele Grüße
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"
Britt
"Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur!"