Trockenheit

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kurt
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Trockenheit

Beitrag von kurt »

Hallo zusammen

Wir hatten hier schon ca. 3 Wochen keinen Regen mehr, dauernd Sonne mit schon mal 30-35°C. Ich musste den neu gepflanzten Celtis australis schon Wasser geben, da sie die Blätter hängen liessen. Wasser habe ich vorläufig noch genug, da mein Regenwasserreservoir voll ist. Wie ist es bei euch mit den Temperaturen und der Trockenheit?

Gruss
Kurt

kurt
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Beitrag von kurt »

Korrektur

Nach genauerem Hinsehen habe ich den Eindruck, dass die feinen kleinen Blätter der jungen Celtis a. vor 2 Nächten erfroren sind, als wir Minustemperaturen hatten.

Gruss
Kurt

wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland »

Hier hat es schon lange nicht mehr richtig geregnet. Ob das bereits der Klimawandel ist? Ich habe eben das Buch "Ein Freund der Erde" von T.C. Boyle gelesen. Darin wird für die nahe Zukunft ein Szenario von schrecklichen Stürmen, Überschwemmungen und dann wieder enormen Hitzemonaten vorausgesagt. Passt gut zur heutigen Nachricht:
http://de.news.yahoo.com/2/20110417/tts ... b2fc3.html

Wolf
Wolf Roland

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Kurt,
am Niederrhein - nicht weit weg von Wolf - in den letzte 6 Wochen sehr wenig Regen (geschätzt 1/3 der normalen Menge); Temperaturen nachts teils knapp über 0°, tags eher wie Anfang Mai zu erwarten, Luft sehr trocken (ungewöhnlich).
Gerade in den letzten 2-3 Wochen ist die Vegetation sehr weit fortgeschritten: Mangolien, Schlehen noch normal, Obstbaumblüte teils 2 Wochen verfrüht.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

kurt
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Beitrag von kurt »

Das blöde an diesem verfrühten Temperaturanstieg ist, dass die Pflanzen früher austreiben und dann in einer Frostnacht die jungen Triebe erfrieren. Und wir haben noch einen Monat bis zu den Eisheiligen. Da können noch einige Nachtfröste mit Raureif kommen. Mir sind vor einigen Jahren kurz vor den Eisheiligen sämtliche Blätter der Nussbäume erfroren. Sie haben zwar noch einmal neu ausgetrieben, aber die Ernte war dann mager.
Für meinen Geldbeutel (Photovoltaikanlage) ist der immer wolkenlose Himmel zwar günstig, ich würde aber gerne auf die paar Euro zugunsten der Vegetation verzichten. Ich bin gespannt, ob die Celtis australis sich wieder erholen.

Gruss
Kurt

kurt
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Beitrag von kurt »

Ich habe heute einige aus Samen gezogene Gleditschien eingepflanzt. Trotz Grasnarbe war die Erde bis in Spatentiefe staubtrocken. Ohne vorheriges Wässern lässt sich kein Pfahl in die Erde schlagen. Wenn das so weitergeht!!!
Spätfröste gab es übrigens keine mehr, es sind laut Wetterbericht bis zu den Eisheiligen auch keine mehr zu erwarten. Dass die Bauern in Schleswig-Holstein mit ihren Traktoren auf den Feldern nur noch Staub aufwirbeln, habe ich an der Glotze mitbekommen. Da können sie sich wenigstens den teuren Diesel sparen.

Gruss
Kurt

hjencke
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Beitrag von hjencke »

Da gibt es wahrscheinlich auch keine andere Möglichkeit ausser Abwarten & bis zum Goldankauf selbst gießen, bis es wieder feuchter wird....
Zuletzt geändert von hjencke am 20 Jun 2011, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.

kurt
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Beitrag von kurt »

Ich giesse nur die dieses Jahr eingepflanzten Gehölze, damit sie zumindest mal Fuss fassen können, d.h. tief genug reichende Wurzeln ausbilden können. Die älteren müssen sich selbst an die klimatischen Bedingungen anpassen oder sind von Natur aus schon angepasst. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, sie jahrelang aufzupäppeln. Sie gehen sonst mit den Jahren ohnehin zugrunde.

Gruss
Kurt

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Das sehe ich genauso. Es ist sogar erstaunlich, wie frisch die Bäume insgesamt aussehen trotz der langen Trockenperiode (zumindest hier bei uns). Die Landwirtschaft ist freilich schwer geplagt.
Aber wir sollten auch nicht zu sehr meckern. Wer weiß, wie der Sommer aussieht. Nachher regnet es die ganze Zeit, und dann sind wir uns deshalb wieder am Beschweren.
Von daher sollten wir alle mal das schöne Wetter genießen, solange es hält.

Viele Grüße

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LCV
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Beitrag von LCV »

Ich war am Sonntag im Wald, ca. 700 m ü.d.M.

Die kleinen Bäche haben immer noch Wasser
und alle Pflanzen sind noch völlig unbeeindruckt
von der langen Trockenperiode. Hier hat es seit
einigen Wochen nicht mehr geregnet, aber es ist
trotzdem noch nicht so extrem heiß, also meist
noch unter 30° C. Nur auf einer Lichtung habe
ich ein paar Buchensämlinge gesehen, die etwas
die Blätter hängen ließen. Die waren der prallen
Sonne ausgesetzt. Der Wald ist ein Mischwald mit
Buchen, Eichen, Eschen, Vogelkirschen, Tannen,
Fichten und Kiefern. Dazu viel Unterholz und Moose
und Farne. Da wird die Feuchtigkeit sehr lange
gespeichert. In Nadelholz-Monokulturen sieht es
anders aus. Kaum Unterholz, Farne und Moose
Fehlanzeige, nur staubtrockener Nadelteppich.

Ich denke, bei solchen Dürreperioden und bei
Schädlingsbefall zeigt sich der Vorteil von möglichst
vielfältigem Mischwald. Hier ist auch die Waldbrand-
gefahr deutlich geringer als in Heidelandschaften.

Gruß Frank

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

Trockenheit und hohe Waldbrandquoten führen fast zwangsläufig zu Nadelwäldern. Mischwälder, die nicht natürlich entstanden sind, bleiben von Natur aus i.d.R. nicht langfristig bestehen.
Nadelbäume können sich bei starkem Unterwuchs z.B. schlecht verjüngen.
Andererseits kommen Laubbäume wiederum mit langen Trockenperioden und vor allem Waldbränden nicht klar.
Dass der Nadelwald staubtrockenen Boden derzeit aufweist ist alles andere als schlecht - für den Nadelwald. Er sichert sich dadurch Platz für die natürliche Verjüngung.

Es sind sehr spezielle Faktoren, die zu einem stabilen Nadel-und Laub-Mischbestand führen. I.d.R. ist dies nur auf schlechten Böden oder in extremen Klimaten möglich.

Viele Grüße

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo Kiefernspezi

Ich habe deinen Beitrag mehrmals durchgelesen und verstehe ihn immer noch nicht. Ich greife nur einen Punkt heraus: Sind deiner Meinung nach Laubbaumwälder waldbrandgefährdeter als Nadelbaumwälder? (Vergessen wir mal die hierzulande fehlplazierten Eukalyptus.) Oder Laub-/Nadelmischwälder?

Gruss
Kurt

kurt
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Beitrag von kurt »

Für die diesjährigen Setzlinge von Celtis australis sieht es nicht so gut aus, den Ahornen un den Liriodendron geht es besser, von Raupenverbiss abgesehen. Wir hatten jetzt schon 2 Monate keinen nennenswerten Regen mehr, die Gewitter sind alle knapp nördlich an uns vorbeigezogen. Die obere Erdschicht ist total vertrocknet und reisst auf, wo sie nicht von einer Grasnarbe geschützt ist. Die älteren Bäume zeigen keine Mangelerscheinungen, da ja das Grundwasser stellenweise nur etwa einen halben Meter tief liegt. Das Thermometer an der östlichen Hauswand zeigt jetzt (in der Sonne) 40°C an. Habt ihr in letzter Zeit Regen gehabt?

Gruss
Kurt

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Kurt,

vor ein paar Tagen hat es zweimal am Tag richtig geschüttet und gestern ist ein winziges Gewitter vorbeigezogen. Regenmenge unbedeutend. Jetzt, 11.00 Uhr, blauer Himmel mit etwas Schleier (wohl von den Kondensstreifen der Flugzeuge) und im Schatten 22° C, also relativ kühl. Die Vegetation zeigt aber keinen Mangel.

Gruß Frank

Gata
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Beitrag von Gata »

Hier in Südspanien regnet es, mit Unterbrechungen seit Ostern.
Meine Sammelgefässe laufen über und ich bin langsam frustriert, weil ich bei der Nässe nicht in den Garten mag.
Für meine neu gepflanzte Kiefer könnte es allerdings ein happyend geben, ihre Vorgänger sind alle vertrocknet.

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