Douglasie (pseudotsuga menziessi), männlich ---> Taxus baccata

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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Steht so eine Eibe nicht sogar unter Naturschutz?

Ältere Eiben sind eigentlich dekorativ und ich würde den Baum nicht umnieten. Verschnitt verträgt der Baum sehr gut. Von daher könnte man ihn lieber fachgerecht in Form bringen und dann kann er sogar den Garten Aufwerten.
Allerdings würde ich keine anderen Nadelgehölze zusätzlich pflanzen, insbesondere keine Scheinzypressen oder Lebensbäume, auch Efeu ist tabu, sonst sieht der Garten doch eher friedhofsmäßig aus.
Aber gepaart mit interessanten, hellblättrigen Laubgehölzen gibt das bestimmt ein gutes Bild.
An besonders heißen Sommertagen freust Du Dich vielleicht über ein schattiges Plätzchen unter diesem Baum.
Und der rote Arillus um die Samen herum ist auch sehr lecker.
Für Kinder ist das Holz spannend, welches als das beste Bogenholz gilt.

Und wer hat schon so eine alte Eibe im Garten.

Viele Grüße

SilviaR
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Beitrag von SilviaR »

Hallo Gata,

du hast recht, die weibliche Eibe am vorigen Wohnort ist ja auch *von selbst* gewachsen.
Diese, unsere jetzige wurde aber zu 99 % vom alten Besitzer gepflanzt.

Für mich persönlich ist der Blütenstaub auch kein Problem.

Im Frühjahr gibts überall Blütenstaub, selbst in der Stadt.

Es kam vielleicht anfangs so rüber, aber ich bin sehr froh über den Baum :-)

Gruß, Silvia

SilviaR
Beiträge: 7
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Beitrag von SilviaR »

Hallo Kiefernspezi!

Der Gedanke mit Naturschutz ist genial...

Das Gebäude welches hinter dem Baum zu sehen ist, ist nämlich schon das Nachbargrundstück. Dieser Nachbar hatte schon mal gemeckert.

Wir haben aus dem Grundstück schon einige unsinnige Gewächse entfernt, es wurde am Anfang (1946) einfach zu üppig und zu dicht gepflanzt.

Du hast recht, der Baum beschert uns tatsächlich Schatten und Sichtschutz. Er steht direkt an der neu angebauten Dachterrasse :-)

Grüße, Silvia

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Hy, mal was geschichtliches zu der Eibe:
Es gibt massenweise Ortsnamen ,die auf eine großflächige Verbreitung von Eiben schließen lassen- z. B Ibbenbüren u.a.

Bis zur Erfindung von Feuerwaffen waren die Eiben sehr begehrt, weil man aus dem dehnbaren Holz hervorragend Bögen herstellen könnte. Die englischen Longbows wurde z T. sogar aus von aus dem fränkischen landen importierten Holz hergestellt.L
Allerdings waren bis auf die keltischen Kulteiben und seltene Rückzugsbestände in Deutschland wie den Bestand in Paternzell die Eiben in der Natur erschöpft. Auch deswegen, weil das Rehwild die Naturverjüngung durch Befraß gerne unterbindet.

In den formalen Gartenstrukturen findet die Eibe durch ihre Schnittverträglichkeit Einzug in die Parks.
Grüße von
Baumlaeufer-Wolfgang
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Wolfgang,

dann können also Rehe Eiben abäsen, aber Pferde machen den Abgang?
Ist schon interessant, wie unterschiedlich Gifte wirken bzw. nicht.

Gruß Frank

Kiefer
Moderator
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Beitrag von Kiefer »

Hy!

Ja, Wiederkäuer können die Eibe fressen, Pferde und andere "Einfach- Verdauer" hingegen nicht. Bzw. können tun sie schon, aber unter Umständen halt nur einmal, weswegen es an Pferderennbahnen zB als äußerst unklug gilt, Eibenhecken zu unterhalten :).

Und ja, Eiben stehen unter Naturschutz. Inwieweit sich das aber auf gepflanzte Exemplare oder Sorten bezieht, weiß ich leider nicht. Ist da jemand belesener?

Grüße, Andreas

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LCV
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Beitrag von LCV »

Als Nichtlateiner würde ich den bekannten Grundsatz so abwandeln:

IN DUBIO PRO ARBOR

Gruß Frank

wolfram
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Beitrag von wolfram »

Kiefer hat geschrieben: Und ja, Eiben stehen unter Naturschutz. Inwieweit sich das aber auf gepflanzte Exemplare oder Sorten bezieht, weiß ich leider nicht. Ist da jemand belesener?
Das gilt nur für natürlich vorkommende Exemplare. Das Areal der Eibe erstreckt sich ja auch über Deutschland.
Viele Grüße, Wolfram

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