Stecklinge einpflanzen?
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Stecklinge einpflanzen?
Moin,
Da mein erster Versuch mit den Stecklingen der Trauerweide gescheitert sind habe ich einen Neuen gestartet.Die Stecklinge haben schon einen großen austrieb allerdings sind die Wurzeln noch ziemlich kurz.Deshalb die Frage, ob ich sie schon einpflanzen kann oder noch warten muss, bis die Wurzeln länger werden.
Gruß
Leon
Da mein erster Versuch mit den Stecklingen der Trauerweide gescheitert sind habe ich einen Neuen gestartet.Die Stecklinge haben schon einen großen austrieb allerdings sind die Wurzeln noch ziemlich kurz.Deshalb die Frage, ob ich sie schon einpflanzen kann oder noch warten muss, bis die Wurzeln länger werden.
Gruß
Leon
- Dateianhänge
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- Die Wurzeln
- DSC_0164.JPG (91.67 KiB) 2590 mal betrachtet
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- Der Austrieb
- DSC_0158.JPG (90.73 KiB) 2590 mal betrachtet
Hallo!
Da wir es nun Winter haben, kannst Du dieses Projekt völlig vergessen, da die Pflanzen den Winter nicht überleben werden, da die Tage zu kurz sind, und viel zu wenig Licht zur Verfügung steht, um kräftige und gesunde Pflanzen heranwachsen zu lassen.
Werfe diese weg, und hole Dir stattdessen zur Zeit des Austriebes (also März/ April) kräftige Stecklinge möglichst von aufrecht wachsenden Stammschösslingen. Die bewurzeln in Wasser binnen zwei Wochen, und dann kannst Du sie eintopfen, gleich den Sommer über im Freiland (dabei aber vor Wind geschützt und stets leicht feucht) durchkultivieren.
So erzielst Du optimales Wachstum, und hast einen natürlichen Jahresrhythmus gewährleistet, der zum guten Gedeihen sommergrüner Gehölze äusserst wichtig ist.
Grüße, Andreas
Da wir es nun Winter haben, kannst Du dieses Projekt völlig vergessen, da die Pflanzen den Winter nicht überleben werden, da die Tage zu kurz sind, und viel zu wenig Licht zur Verfügung steht, um kräftige und gesunde Pflanzen heranwachsen zu lassen.
Werfe diese weg, und hole Dir stattdessen zur Zeit des Austriebes (also März/ April) kräftige Stecklinge möglichst von aufrecht wachsenden Stammschösslingen. Die bewurzeln in Wasser binnen zwei Wochen, und dann kannst Du sie eintopfen, gleich den Sommer über im Freiland (dabei aber vor Wind geschützt und stets leicht feucht) durchkultivieren.
So erzielst Du optimales Wachstum, und hast einen natürlichen Jahresrhythmus gewährleistet, der zum guten Gedeihen sommergrüner Gehölze äusserst wichtig ist.
Grüße, Andreas
Hallo Andreas,
Möge er ihnen eine Chance geben, hier im Wasser einige Wurzeln zu bilden.
also wenn ich lese und die Bilder betrachte, wie liebevoll inzwischen schon der 2. Ansatz von Stecklingen herangezogen wird, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass Leon es übers Herz bringt, die Stecklinge einfach so in den Biomüll zu geben.Kiefer hat geschrieben:Werfe diese weg, und ...
Möge er ihnen eine Chance geben, hier im Wasser einige Wurzeln zu bilden.
Hallo!
Ich mag etwas hart klingen, aber ich will die Leute nicht in falschen Hoffnungen bestärken.
Die Stecklinge werden den Winter (der soeben erst angefangen hat, und noch mindestens drei Monate dauert...) nicht überleben.
Freilich hatte ich vorausgesetzt, was vielleicht mein Fehler war
, dass das Ziel des Unterfangens kräftige und gut wüchsige Trauerweiden sein sollen, und nicht zig cm lange, dürre und hellgrüne Stiele mit mickrigen Blättern alle 10 cm, die aussehen wie irgendwas, aber nicht wie Trauerweiden, die daraus nicht entstehen werden, selbst wenn sie es bis zum Frühling schaffen sollten.
Wenn Du es eh nicht vorhattest, Tipps zu beherzigen, Leon, wozu dann die Frage
?
Bei der Gehölzvermehrung gibt es nun mal gewisse Regeln und Umstände sowie den Biorhythmus der Gehölze zu beachten, wenn das Ergebnis was taugen soll, da führt leider kein Weg dran vorbei.
Ist quasi dasselbe, als wenn ich jetzt anfange, Tomaten auf dem Balkon zu pflanzen....
Grüße, Andreas
- der auch mal mit Weidenstecklingen anfing, und daher aus Erfahrung spricht
PS: Damit es mal klappt mit den Stecklingen, sollte man vielleicht Tipps von einem befolgen, der ein klitzebisschen Ahnung hat von dem, was er erzählt
.
Ich mag etwas hart klingen, aber ich will die Leute nicht in falschen Hoffnungen bestärken.
Die Stecklinge werden den Winter (der soeben erst angefangen hat, und noch mindestens drei Monate dauert...) nicht überleben.
Freilich hatte ich vorausgesetzt, was vielleicht mein Fehler war
Wenn Du es eh nicht vorhattest, Tipps zu beherzigen, Leon, wozu dann die Frage
Bei der Gehölzvermehrung gibt es nun mal gewisse Regeln und Umstände sowie den Biorhythmus der Gehölze zu beachten, wenn das Ergebnis was taugen soll, da führt leider kein Weg dran vorbei.
Ist quasi dasselbe, als wenn ich jetzt anfange, Tomaten auf dem Balkon zu pflanzen....
Grüße, Andreas
- der auch mal mit Weidenstecklingen anfing, und daher aus Erfahrung spricht
PS: Damit es mal klappt mit den Stecklingen, sollte man vielleicht Tipps von einem befolgen, der ein klitzebisschen Ahnung hat von dem, was er erzählt
Hallo Andreas,
Es tut mir leid, du hast schon recht.Es fällt mir nur schwer die Stecklinge wegzuschmeißen da es bereits der 2. Versuch ist und sie im Moment ganz gut aussehen.Allerdings werde ich mir deinen Rat zu Herzen nehmen und es im Frühling erneut probieren und diese hier wegschmeißen
.
Gruß
Leon
Es tut mir leid, du hast schon recht.Es fällt mir nur schwer die Stecklinge wegzuschmeißen da es bereits der 2. Versuch ist und sie im Moment ganz gut aussehen.Allerdings werde ich mir deinen Rat zu Herzen nehmen und es im Frühling erneut probieren und diese hier wegschmeißen
Gruß
Leon
Ich meine es auch nicht böse, sondern will nur, dass es mal ein Erfolgserlebnis gibt
!
Du könntest auch Steckhölzer probieren, die Du auch jetzt gerade schneiden kannst. Da nimmst Dir ebenfalls am besten aufrecht wachsende, diesjährige Jungtriebe, schneidest die auf ca. 20- 25 cm Länge, und schlägst sie komplett in feuchtem Sand ein, und positionierst sie auf dem Balkon oder im Garten.
Im März/ April dann, wenn keine Fröste mehr drohen, topfst Du die so ein, dass die obersten 1- 2 Knospen aus dem Substrat schauen, und harrst der Dinge. Das sollte ebenfalls schöne kräftige Jungpflanzen ergeben, die im ersten Jahr vielleicht schon einen halben Meter oder mehr wachsen, je nach Nährstoffangebot.
Grüße, Andreas
Du könntest auch Steckhölzer probieren, die Du auch jetzt gerade schneiden kannst. Da nimmst Dir ebenfalls am besten aufrecht wachsende, diesjährige Jungtriebe, schneidest die auf ca. 20- 25 cm Länge, und schlägst sie komplett in feuchtem Sand ein, und positionierst sie auf dem Balkon oder im Garten.
Im März/ April dann, wenn keine Fröste mehr drohen, topfst Du die so ein, dass die obersten 1- 2 Knospen aus dem Substrat schauen, und harrst der Dinge. Das sollte ebenfalls schöne kräftige Jungpflanzen ergeben, die im ersten Jahr vielleicht schon einen halben Meter oder mehr wachsen, je nach Nährstoffangebot.
Grüße, Andreas
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Mostviertler
- Beiträge: 302
- Registriert: 28 Aug 2010, 18:08
- Wohnort: A-3393 Mannersdorf 11
Das Risiko des Überwinterns kannst du dir eigentlich ersparen, wenn du die Steckhölzer gleich im März (kurz vor dem Austreiben der Zweige) schneidest und möglichst noch am gleichen Tag, wie von Kiefer beschrieben im Substrat versenkst.
Das ist die Methode, die ich in meinem Forstpflanzgarten mit sehr gutem Erfolg praktiziert habe. Die Länge der Stecklinge passt so wie auf deinen Fotos, wenn sie etwas stärker im Duchmesser sind ist das von Vorteil, aber es wachsen auch solche, die du im Wasser stehen hast.
Wenn du die Stecklinge dann nach einem Jahr auspflanzt, ist es gut (aber nur bei den Weiden und eventuell bei Pappeln), wenn du das Bäumchen etwas tiefer in die Erde setzt, als der Steckling eingepflanzt war.
Gruß
Hannes
Das ist die Methode, die ich in meinem Forstpflanzgarten mit sehr gutem Erfolg praktiziert habe. Die Länge der Stecklinge passt so wie auf deinen Fotos, wenn sie etwas stärker im Duchmesser sind ist das von Vorteil, aber es wachsen auch solche, die du im Wasser stehen hast.
Wenn du die Stecklinge dann nach einem Jahr auspflanzt, ist es gut (aber nur bei den Weiden und eventuell bei Pappeln), wenn du das Bäumchen etwas tiefer in die Erde setzt, als der Steckling eingepflanzt war.
Gruß
Hannes
ok vielen Dank für die Tipps,
ich werde mir dann im März Stecklinge besorgen und diese dann in feuchtem sand versenken.Wie lange müssen die im Sand bleiben und wo soll ich die hinstellen von der Sonneneinstrahlung her?Kommen die in normalen Sand oder soll da noch etwas dazu?Dann noch die letzte Frage: wie lange kann man so eine weide im Topf lassen bevor sie ausgepflanzt werden muss?
Gruß
Leon
ich werde mir dann im März Stecklinge besorgen und diese dann in feuchtem sand versenken.Wie lange müssen die im Sand bleiben und wo soll ich die hinstellen von der Sonneneinstrahlung her?Kommen die in normalen Sand oder soll da noch etwas dazu?Dann noch die letzte Frage: wie lange kann man so eine weide im Topf lassen bevor sie ausgepflanzt werden muss?
Gruß
Leon
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Mostviertler
- Beiträge: 302
- Registriert: 28 Aug 2010, 18:08
- Wohnort: A-3393 Mannersdorf 11
Ich würde sie, wenn möglich gleich in den Garten, in normale Gartenerde stecken, Sand alleine ist zu wenig, der Steckling braucht ja sobald er Wurzeln angesetzt hat, Nährstoffe wie jeder andere Baum auch.
Im Garten, genügt eine leichte seitliche Beschattung z. B. durch einen Strauch oder Blumen. Die Trauerweide verträgt durchaus die Sonne.
Aus einem solchen Quartier kannst du sie nach einer Vegetationsperiode, also im Herbst oder im nächsten Frühling in die Natur verpflanzen. Da gilt wieder, das Risiko beim Umpflanzen ist im Frühling geringer.
Ich wünsch dir viel Erfolg
Hannes
Im Garten, genügt eine leichte seitliche Beschattung z. B. durch einen Strauch oder Blumen. Die Trauerweide verträgt durchaus die Sonne.
Aus einem solchen Quartier kannst du sie nach einer Vegetationsperiode, also im Herbst oder im nächsten Frühling in die Natur verpflanzen. Da gilt wieder, das Risiko beim Umpflanzen ist im Frühling geringer.
Ich wünsch dir viel Erfolg
Hannes