Wir haben in Hilden eine stattliche Roteiche, die einen Stammumfang von 4m hat und sicher mind. 200 Jahre alt ist. Am Fuß des Baumes kommt ein mehr als Handteller-großer Pilz aus dem Stamm.
Ist der Baum schwer krank?
Könnte man ihn behandeln?
Wenn notwendig, könnte ich nochmal hingehen und ein Foto machen.
Gruß, Wolf
Pilzschädigung einer Roteiche
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
-
wolfachim_roland
- Beiträge: 5605
- Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
- Wohnort: Solingen
- Kontaktdaten:
Pilzschädigung einer Roteiche
Wolf Roland
Pilz an Eiche
Hallo Roland,
du musst zugeben dass
ein handtellergroßer Pilz
nicht gerade eine berauschende Beschreibung deines Pilzes ist.
Stell bitte mal ein Bild ein und ich versuche dir zur helfen. Ich habe da schon eine Vermutung.
Gruß
Harry
du musst zugeben dass
ein handtellergroßer Pilz
nicht gerade eine berauschende Beschreibung deines Pilzes ist.
Gruß
Harry
dass man immer noch lernen kann ist herrlich- und auch, dass man andere dazu braucht.
-
wolfachim_roland
- Beiträge: 5605
- Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
- Wohnort: Solingen
- Kontaktdaten:
-
wolfachim_roland
- Beiträge: 5605
- Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
- Wohnort: Solingen
- Kontaktdaten:
Hallo, Harry.
Eben habe ich den Pilz fotografiert.
Ein Foto zeigt die 2 Teile des Pilzes in der Spalte am Fuß der Rotweiche. Der hintere Teil ist etwas glänzend schwarz wie Magnetit, 5x9 cm groß, der vordere Teil hat links einen Stiel zum Baum hin. Die Fläche ist ca. 10x10 cm, der Abstand vom Boden ca. 12 cm. Der vordere Teil ist auf der Unterseite weiß.
Gruß, Wolf
Eben habe ich den Pilz fotografiert.
Ein Foto zeigt die 2 Teile des Pilzes in der Spalte am Fuß der Rotweiche. Der hintere Teil ist etwas glänzend schwarz wie Magnetit, 5x9 cm groß, der vordere Teil hat links einen Stiel zum Baum hin. Die Fläche ist ca. 10x10 cm, der Abstand vom Boden ca. 12 cm. Der vordere Teil ist auf der Unterseite weiß.
Gruß, Wolf
Wolf Roland
Schadpilz
Hallo Roland,
bei deinem Pilz handelt es sich um einen Vertreter aus der Gattung Ganoderma, zu deutsch Lackporlinge.
der abgebildetet Pilz könnte entweder Ganoderma adspersum der Wulstige Lackporling oder Ganoderma applanatum der Flache Lackporling sein. Beide Arten sind in freiem Felde nicht immer leicht zu unterscheiden. Beim Durchschneiden, oder besser gesagt beim Durchsägen des Basidiocarpiums kann man sie aber sehr gut auseinanderhalten.
Der Wulstige Lackporling zeigt im innern eine dicke rotbraune Trama ohne jegliche weiße Einschlüsse. Der Flache Lackporling hat ebenfalls eine Braune Trama die aber deutlich mit weißen Steifen durchzogen ist. Mikroskopisch kann man sie sehr gut durch unterschiedliche Sporengrößen auseinanderhalten.
Beide Arten leben normalerweise saprobiontisch an abgestorbenem Holz verschiedener Laub .- seltener auch Nadelbäumen. Sie sind aber auch oft genug in der Lage als Schwäche.- oder Wundparasiten aufzutreten. Bei deiner Eiche sieht es zumindest so aus als ob sich an der Befallstelle eine Wunde befunden hätte.
Beide Arten lösen ein Weißfäule aus und können nach einigen Jahrzenthen die Standfestigkeit des Wirtes gefährden. Hört sich schlimm an ich weiß aber vielleicht ist noch was zu machen.
Schlimmer wäre es wenn der Pilz durch das Wurzelsystem eingedrungen wäre und dieses schon weitgehenst zerstört hätte. Die Roteiche wäre dann nicht mehr zu retten und müsste gefällt werden.
Hier noch ein Link zu einer Abhandlung der Schadwirkungen von Ganodermaarten.
http://www.tree-consult.org/images/pdf/ ... orling.pdf
Gruß
Harry
bei deinem Pilz handelt es sich um einen Vertreter aus der Gattung Ganoderma, zu deutsch Lackporlinge.
der abgebildetet Pilz könnte entweder Ganoderma adspersum der Wulstige Lackporling oder Ganoderma applanatum der Flache Lackporling sein. Beide Arten sind in freiem Felde nicht immer leicht zu unterscheiden. Beim Durchschneiden, oder besser gesagt beim Durchsägen des Basidiocarpiums kann man sie aber sehr gut auseinanderhalten.
Der Wulstige Lackporling zeigt im innern eine dicke rotbraune Trama ohne jegliche weiße Einschlüsse. Der Flache Lackporling hat ebenfalls eine Braune Trama die aber deutlich mit weißen Steifen durchzogen ist. Mikroskopisch kann man sie sehr gut durch unterschiedliche Sporengrößen auseinanderhalten.
Beide Arten leben normalerweise saprobiontisch an abgestorbenem Holz verschiedener Laub .- seltener auch Nadelbäumen. Sie sind aber auch oft genug in der Lage als Schwäche.- oder Wundparasiten aufzutreten. Bei deiner Eiche sieht es zumindest so aus als ob sich an der Befallstelle eine Wunde befunden hätte.
Beide Arten lösen ein Weißfäule aus und können nach einigen Jahrzenthen die Standfestigkeit des Wirtes gefährden. Hört sich schlimm an ich weiß aber vielleicht ist noch was zu machen.
Schlimmer wäre es wenn der Pilz durch das Wurzelsystem eingedrungen wäre und dieses schon weitgehenst zerstört hätte. Die Roteiche wäre dann nicht mehr zu retten und müsste gefällt werden.
Hier noch ein Link zu einer Abhandlung der Schadwirkungen von Ganodermaarten.
http://www.tree-consult.org/images/pdf/ ... orling.pdf
Gruß
Harry
dass man immer noch lernen kann ist herrlich- und auch, dass man andere dazu braucht.
-
Cryptomeria
- Beiträge: 9538
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Hallo,zusammen.Habe auch an einer alten,sehr mächtigen eiche diesen flachen lackporling,die ansonsten,wie in dem link aufgeführt,sehr gesund aussieht.Hoffe aber doch,daß es,wie angegeben, jahrzehnte dauert,bis seine untergrundaktivitäten zerstörerisch auf das ganze wirken.-Scheint mir ein taxus zu sein,neben der eiche,wachsen wild ja meist direkt an bäumen.