hallo, eine Fachfrage:
möchte in 2010 1000St. Rot-Eiche pflanzen. was ist zu beachten??
Pflanzzeit, Abstände zu den einzelnen Pflanzen, Dünngung? Pflege, Zaun, usw. Auch 200 Blaufichten sollen mit dabei sein...
Danke, für eien Antwort.
MfG
Willst du Sämlinge erstmal verschulen oder gleich an Ort & Stelle?
Was bezweckst du mit den 1000 Eichen (als Monokultur oder gemischt)?
Kommt auf deine Gegend an, ob Wildverbiss eine Rolle spielen könnte,
ein echter Wildzaun ist eine recht kostenintensive Sache denke ich.
Zum Pflanzzeitpunkt:
Zeitiges Frühjahr oder Vollherbst, hmmm eigentlich wurscht.
Früher wurde der Frühling bevorzugt, muss aber heute nicht mehr so sein.
Wichtig ist der Boden ist nicht gefroren und reichlich feuchte Witterung steht an. Oder könntest du die 1200 Bäumchen bei Trockenheit bewässern?
In der Regel bekommt man ja 1200 Bäumchen von irgendjemanden,
zB einer Forstbaumschule oder vom Förster selber.
Das wären u.U. recht geeignete Ansprechpartner beim Kauf, nochdazu sollten sie aus deiner Umgebung kommen.
Pflanzabstände kann ich nix beitragen bei Eichen, bei Blaufichten vielleicht ca. 7m?? oder sollen das Christbäume werden?
Viele Grüße erstmal soweit,
Nancy
'Warum ich?' fragte der Frosch.
'Reine Geschmackssache.' sagte der Storch.
Um eine einigermassen zutreffende Antwort geben zu können, muss das Ziel der Pflanzung bekannt sein. Z.B.:
- Willst du in 150 Jahren 1000 hochstämmige, gerade, astfreie, einen Durchmesser von 60 bis 80 cm aufweisende Roteichen zwecks Verkauf an das Sägewerk haben?
- Oder was sonst?
Roteichen sind recht robust, nur beim Pflanzmaterial muss man acht geben.
2-0 ist mitunter besser geeignet als 3-0, kommt darauf an wie viel Pflege du /ihr anwenden könnt, also vor allem in den ersten beiden Jahren das Gras kurz halten.
Das Problem bei größeren Eichen ist, dass in den Baumschulen häufig getochen wird, also die Pfahlwurzel gekappt wird. Ein 3-0 Baum, geht dann ein, der 2-0 regeneriert sich. Eingehen würde auch der 3-0 nicht, aber ich nehme nicht an ihr habt vor zu wässern. Wenn er dann bis zum Grund abstirbt, treibt er zwar nächstes Jahr aus der Wurzelkrone, aber das Gras gibt ihm den Rest.
Am besten nach 2-0 fragen und gezogen, nicht gestochen. Das ordentliche Verbringen der Pfahlwurzel ist entscheidend!
das ist eine (alte) Gütebezeichnung der Forstbaumschulen.
1/0 = 1 jähriger Sämling, 0x verpflanzt, 2/0 = 2 jähriger Sämling, 0x verpflanzt, etc.
Nur der Begriff 3/0 ist m.E. hierzulande eher unüblich, da meistens bei drei und mehrjährigen mindestens 1x verpflanzt bzw. unterschnitten wurde.
Nachstehendes Foto von heute als Anhang zu einer PN, die ich dir heute oder morgen senden werde. Die Stieleiche ist ca. 20 Jahre alt, aus einer wild versamten Eichel gewachsen. Höhe 12 m, BHD (BrustHöhenDurchmesser: 30 cm.
Gruss
Kurt
Dateianhänge
P1000701 Eiche 20 Jahre alt .JPG (203.29 KiB) 6003 mal betrachtet
kurt hat geschrieben:Um eine einigermassen zutreffende Antwort geben zu können, muss das Ziel der Pflanzung bekannt sein. Z.B.:
- Willst du in 150 Jahren 1000 hochstämmige, gerade, astfreie, einen Durchmesser von 60 bis 80 cm aufweisende Roteichen zwecks Verkauf an das Sägewerk haben?
- Oder was sonst?..
Genau darauf kommt es an. Wenn einfach ein paar Bäume wachsen sollen, ist der Pflanzverband ziemlich egal.
Zu Sägewerk: Roteiche ist bisher ein ziemlicher Ladenhüter, die Amerikaner versuchen immer wieder, den Export anzukurbeln, meines Wissens mit nicht so dollem Erfolg, auch wenn manche Anzeigen ganz gut sind, z.B.: http://www.americanredoak.com/red_oak/de/index.stm
Frag mich eh, warum es Rot-Eichen sein müssen und keine Stiel- oder Traubeneichen...
(jaja, halt ja schon meine Klappe)
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -
@Harztroll Die Bemerkung ist durchaus begründet. Vor allem da die Roteiche in Holzqualität der Stieleiche hinterherhinkt. Aus ökologischer Sicht grenzt eine Roteichenkultur fast an eine Katastrophe: Die Artnevielfalt ist bedeutend geringer als bei den einheimischen Eichen.
Zwei Eigenschaften machen Sie aber zu den einheimischen Eichen konkurenzlos: Verdichtete Böden kann sonst nur noch die Kiefer besser erschließen und die Masseleistung besonders auf armen Böden ist um ein vielfaches Höher bei den Roteichen und wird auch bis zum hiebreifen Alter von der einhemischen Eiche nicht mehr eingeholt ...