Hallo!
Gestern war ich auf der Suche nach Brombeerlaub für meine Gespentschrecken, als ich mitten in der Berliner Jungfernheide diesen jungen Götterbaum fand.

Entschuldigt die schlechte Bildquali, aber es war schon arg dämmerig, und ich habe es mittels Bildbearbeitung etwas aufgehellt.
Jedenfalls steht dieser kleine Götterbaum mitten in einem alten, natürlichen Forstgebiet, das nächste dauerhaft bewohnte und beheizte Haus steht mindestens 600 m entfernt, und es verlaufen auch keine Heizungsrohre etc. unter ihm entlang.
Auch ist zu sehen, daß er nicht besonders sonnenexponiert steht, eher im Gegenteil. Ich habe nach Westen fotografiert, die Eiche links neben ihm steht also "im Süden"...
So, was ist da nun davon zu halten, daß der Götterbaum sich nicht weiter als im nahen Außenbereich von Siedlungen blicken lässt, und das er auf die Wärmeinseln von Häuserschluchten etc. angewiesen ist?
Selbst die -18 Grad letzten Winter hat der Kleine da mitten in der Pampa überlebt, und ich hoffe wirklich, daß er fürs erste stehen gelassen wird, um zu sehen, wie er sich da als quasi Bestandteil der Waldgesellschaft macht, welcher Standort ja hierzulande für Götterbäume noch ein absolutes Novum ist...
Was denkt ihr nun dazu?
Passen sich die Götterbäume langsam unserem Klima an, so daß sie nicht mehr ausschließlich im unmittelbaren Umfeld oder mitten in Siedlungen gedeihen können, sondern auch wirklich "draußen" in der Natur, oder liegts an den höher steigenden Durchschnittstemperaturen?
Grüße, Andreas
PS: Es ist wirklich ein A. altissima, habe den Schnüffeltest gemacht, und ja, das Laub stank