Faszination Baum

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baumlaeufer
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Faszination Baum

Beitrag von baumlaeufer »

kurt hat geschrieben:Hallo Wolfgang

...Man fühlt deine Leidenschaft.

Gruss
Kurt
Ich möchte meine Begeisterung von alten Bäumen mal versuchen zu beschreiben, aber das fällt mir schwerer als Fotos zu machen.
Es jedesmal wie Weihnachten, wenn man einen alten Baum besucht. Man weiß nicht, was man kriegt/siehen wird. Manchmal kriegt man auch nichts....
Steh' ich dann vor dem Baum, merke ich immer diese Ausstrahlung, vor allem des Alters, die Spuren, die die Zeit im Baum hinterlassen hat. Keiner gleicht dem anderen. In der Jugend mögen sie zumeist alle gleich aussehen. Achtung bekomme ich schon bei dem Gedanken, was der einzelne Baum alles in seiner Umgebung erlebt hat, wie sich alles ändert, nur er steht noch/immer da.
Ich erkenne den Lebenswillen: Blitzschaden , abgebrochener Krone oder Schnittmaßnahmen zu trotzen und wieder ständig auszutreiben. Eine Linde verwandelt sich durch die innere Erneuerung vollkommen, bekommt eine andere Form (Beispiel Tassolinde in Wessobrunn).
In faszinierenden Huteeichen am Rheinhardswald oder in den knorrigen Weidbuchen am Schwarzwald erkenne ich die Spuren, die sie durch Tiere erhalten haben und sich so zu eindrucksvollen Formen entwickelten. Oder die Wildheit von Süntelbuchen....
Beachtenswert auch, die Fähigkeit bei jahreszeitlich Temperaturunterschieden zu leben, mal kalt, mal heiß. Habe daran schon häufig gedacht für einen konkreten Baum, wenn es wochenlang regnet, tiefste Temperaturen alles zufrieren lassen oder über Tage Stürme toben. Ganz extrem spürte ich das beim Betrachten der Grannenkiefern auf 3000 Metern Höhe.
Und ich merke eigentlich, das Laubbäume mehr an Faszination ausstrahlen auf mich, da sie in unseren Breiten m.E eine größere Bandbreite durch Veränderungen im Jahreszeitenrythmus und im Alterungsprozess haben.
Selbst Todholz steht noch- wenns gelassen wird - über Jahre und dient noch als Lebensraum.
Die Magie des alten Baumes wird durch die menschliche Komponente bei Gerichtsbäumen, Grenzbäumen oder Tanzlinden bereichert.
Eine Reise zu machen, ohne einen Baum zu besuchen, kann ich mir nicht vorstellen..
meint
Baumläufer-Wolfgang
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
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Piru
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Beitrag von Piru »

Ja da kann ich einiges gut mitfühlen, besonders die Ausstrahlung ist faszinierend!!! Verweilen könnte man ewig an so einem Platz...
Traurig stimmt einem aber auch wenn man sieht wie achtlos mit so einem Schatz umgegangen wird. Wie Gleichgültig die Menschen an so was heran gehen.
Dafür gibt es immer wieder Beispiele, selbst wenn es "nur" das jahrelange vorbeigehen an so einem Baum ist ohne zu wissen das er überhaupt da ist....was eine alte Eiche...ne keine Ahnung...oder ja die gab’s mal, steht aber nicht mehr (10 m weiter findet man sie dann)...

Bekommen wir irgendwann mal ein Buch von dir? :D Würde mir schonmal eines resiervieren. :wink:
Viele kleine Leute,
die viele kleine Schritte tun,
gestallten unsere Erde neu!

Gabi Paubandt
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Faszination Baum

Beitrag von Gabi Paubandt »

Hallo Wolfgang,

besser könnte ich es auch nicht ausdrücken! Du sprichst mir aus der Seele.

Was wäre die Welt ohne Bäume?!

Gruß Gabi
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Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Piru hat geschrieben:....was eine alte Eiche...ne keine Ahnung...oder ja die gab’s mal, steht aber nicht mehr (10 m weiter findet man sie dann)...
Kommt mir irgendwie bekannt vor ;)
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Piru
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Beitrag von Piru »

Ich hab sie zu erst gesehen :P
Viele kleine Leute,
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gestallten unsere Erde neu!

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo Baumläufer

Schau mal in die Threads "Angkor Baum 2" und "Angkor Baum 3". Die könnten dir auch gefallen. Warst du schon mal dort?
Und "Angkor Baum 9".

Gruss
Kurt

Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Piru hat geschrieben:Ich hab sie zu erst gesehen :P
Du siehst eh immer alles zuerst :?

Fragt sich nur, ob die Mehreit der Leute solche Dinge mit Absicht nicht sehen wollen, oder es nie gelernt haben, bzw. es verlernt haben zu sehen...
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

kurt hat geschrieben:Hallo Baumläufer

Schau mal in die Threads "Angkor Baum 2" und "Angkor Baum 3". Die könnten dir auch gefallen. Warst du schon mal dort?
Und "Angkor Baum 9".

Gruss
Kurt
@ Kurt, nein , bis Asien habe ich es noch nicht geschafft...Gesehen habe ich deine Serie schon mal....Danke für die Erinnerung....

@Anja, nen Buch nur mit Fotos, wer kauft denn so was?? Und Kühn /Ullrich überschütten Deutschland mit tollen Eindrücken/Geschichten unserer Baumveteranen. Trotzdem, daran gedacht habe schon, gleichwohl fehlt mir der Rahmen/Titel. Zumal ich es bei den Ausstellungen auch mal verkaufen könnte....

@ Alle... wäre schon mal interessiert, ob es dazu noch andere Gedanken gibt . Immerhin sind das alles Unikate... und vergänglich...und jeder hier denkt anders darüber.
Und allein den Baum zu sehen, nach mehr oder weniger langem Suchen dann zufrieden zu sein, ihn bestimmt zu haben, kann hier das starke Interesse z.B. hier im Forum auch nicht allein ausmachen.
Baumlaeufer-Wolfgang
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Ich fand immer die Jahresringe faszinierend. Diese Eichenstammscheibe hat leider nur einen Platz im Keller. Der Baum wurde 176 Jahre alt, ist letztes Jahr gefällt worden. Gibt natürlich viel ältere Exemplare. Aber wenn man bedenkt, dass die Pflanze schon 1832 existiert hat, also im Todesjahr von Goethe...
Hat eben eine Menge miterlebt.
Es gibt ja sogar Bäume, die schon die Zeit der Pyramiden miterlebt haben.
Kaum vorstellbar.
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Eichenstammscheibe 176 Jahre
Eichenstammscheibe 176 Jahre
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Noch faszinierender finde ich versteinertes Holz.
Der hier gezeigte versteinerte Baumstamm wurde zu Lebzeiten nicht so alt wie die Eichenstammscheibe, aber hat als Fossil 33 Mio Jahre überdauert.
Leider steht die auch nur im Keller rum.
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versteinertes Holz
versteinertes Holz
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Deutlich kann man die Jahresringe sehen
Deutlich kann man die Jahresringe sehen
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kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo Baumläufer

Du hast geschrieben:
"Achtung bekomme ich schon bei dem Gedanken, was der einzelne Baum alles in seiner Umgebung erlebt hat, wie sich alles ändert, nur er steht noch/immer da".
Auf diesen Satz wollte ich mich beziehen mit meinem Hinweis auf Angkor. Dort trifft der Gigantismus der Natur noch deutlicher auf den Gigantismus der menschlichen Architektur, direkt Seite an Seite. Wie muss es zur Zeit der Wiederentdecker ausgesehen haben. Der ganze Komplex von Angkor war vollkommen von den Urwaldriesen in Besitz genommen, überwuchert, durchdrungen, diente den Bäumen sogar als Stütze für ihr Höhenwachstum. Dann fielen die meisten wieder der Axt zum Opfer. Was haben die Ueberlebenden alles gesehen. Müssen sie nur lang genug ausharren, um eine neue Chance zu bekommen?
Frei erkunden kann man die dortigen Wälder wegen der Minengefahr nicht. Ich hätte gerne einige Tage investiert.
Aber ich will nicht zu sehr von deinen Berichten ablenken.

Gruss
Kurt

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo Wolfgang!

Ich kann mich deinem Elnleitungspost nur voll anschließen..

Hier ganz in meiner Nähe, nur etwa ein gemütliches halbes bis dreiviertel Stündchen zu laufen, steht der mit 900 Jahren älteste Baum Berlins, die "Dicke Marie", eine Stieleiche.
Die hat ihren Namen von niemand geringerem als von den Gebrüdern von Humboldt, die im nahen Schloß Tegel aufwuchsen, und welches Wilhem von Humboldt schließlich auch zum Alterssitz wurde. Benannt hatten die jugendlichen von Humboldts die Eiche nach der wohlbeleibten Köchin des Schlosses Tegel, und sogar Johann Wolfgang von Goethe hat einst in ihrem Schatten verweilt, und den Ort Tegel schließlich sogar in seinem "Faust" erwähnt.

Wenn ich mir nun vors geistige Auge rufe, daß sie ca. 1100 keimte, und was zu dieser Zeit alles noch war/ nicht war:
- Berlin erst eine Ansammlung von Hütten am Spreeufer
- Hochmittelalter
- Noch Bären, Ure, Wölfe in den Wäldern
- Friedrich Barbarossa deutscher Kaiser

... und mir dann überlege, was sie er- und überlebt hat

- Die Entdeckung Amerikas
- Das Aussterben von so zahlreichen Arten wie Dodo, Quagga, Stellersche Seekuh, Thylacin und so vielem mehr
- Hunderte Kriege, Klimaschwankungen, verheerendste Seuchen

... was sie also für Äonen miterlebt hat, trotz ihrer "nur" 900 Jahre (nur im Hinblick auf die Pinus aristata und longaeva, die ja schon angesprochen wurden...), da kann man nur das Knie beugen, sich verneigen und vor solcher Majestät den Hut ziehen, ehrlich.

Wir als Menschen, von uns wird sehr schnell nichts mehr übrig sein, wenn es uns einmal nicht mehr gibt, innerhalb von 500 Jahren wäre es schon weitestgehend so, und dann stünden solche Monumente noch immer stark und stämmig und zeugen von lange vergangenen Zeiten.

Jedesmal, wenn ich die Dicke Marie besuche, nehme ich mir lange Zeit, und lasse ihre Magie auf mich wirken, wie sie da mit ihren 2,10 m Durchmesser da steht, ihre wenigen noch grünen Äste ans Licht hält, und versuche mir zu denken, wie es einst war.
Sie steht am Fuße eines ausgedehnten ehemaligen Wanderdünengebietes, auf dem der Tegeler Forst stockt, und direkt an einem kleinen Erlen/ Ahorn/ Ulmenbruch. Das Bodenniveau sinkt relativ rasch zum sumpfigen Teil ab, und also war der Tegeler See zu früheren Zeiten bis in ihren Kronenbereich ausgedehnt, und aufgrund ihrer tief ansetzenden dicken Astrelikte kann man ersehen, daß sie auch einst Solitärstand hatte...
Nun kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, daß sie wohl auf einer ausgedehnten Wiese/ Weide direkt am See stand...
Aber naja, gerade all das fasziniert mich so. EIN Lebewesen, seit Jahrhunderten das selbe an genau diesem Ort...
Ich habe meiner zukünftigen Frau unter der Marie den ersten Kuss gegeben, weil ich mir keine altehrwürdigere und passendere Zeugin unserer sicher auch schon uralten Liebe vorstellen konnte (zu vieles ist seltsam mit uns, als das diese Liebe erst diese kurze Zeit bestehen könnte ;) ), und fragte mich, wieviele Paare sich unter ihr schon ihre unverbrüchliche Treue und Liebe schworen, in all der langen Zeit.

Und mit ebensolcher inneren, aufrichtigen Ehrfurcht gehe ich an alle Bäume heran, und will als Landschaftsgärtner, der ich bin, nur ihr bestes. Den richtigen Schnitt, den optimalen Standort etc. ... Und weiß halt einfach grundsätzlich in meinem Inneren, daß ein Baum, nahezu egal welcher, mich im Lebensalter locker schlägt und außerdem um Welten härter ist, als ich als Mensch es jemals sein werde. Schon allein diese Tatsachen sollten einen nur Ehrfurcht und tiefsten Respekt nicht nur vor den ältesten Veteranen fühlen lassen.

Ansonsten bin ich dieses Jahr sehr glücklich, endlich mal den Wildschweinen zuvorgekommen zu sein, und 15 Eicheln der Dicken Marie geretten haben zu können, die auch allesamt bereits wurzeln.
Sehr viel trägt das alte Mädchen nicht mehr, wovon noch die Hälfte angebohrt ist, ansonsten finden alles die Schweine, so daß sie schon seit längeren Jahren sicherlich keinen Nachkommen mehr produzierte, bereits Anfang Oktober waren in den letzten Jahren alle Eicheln bereits gefressen.

Nun überlege ich etwas...
Trotz ihrer 900 Jahre ist sie durchaus noch zu kräftigem Johannistrieb in der Krone fähig, und ich überlegte, einen solchen von ihr zu veredeln.
Nun wäre es aber auf den Wurzeln einer fremden Eiche ja keinesfalls Marie selber, und auch das Wurzelwerk ist ja ein Grund dafür, daß sie so alt wurde. Was meint ihr, wenn man einen Reis von ihr auf einen ihrer Sämlinge veredeln würde?
Dann wäre die Wurzel zumindest zur Hälfte ihrer Genetik, wenn nicht sogar zum höheren Prozentsatz, da die umstehenden Stieleichen vom Alter her ja locker ihre Nachkommen sein könnten, und so könnten vielleicht dann auch diese "veredelten Maries" ein ähnliches Alter erreichen...
Meint ihr, das wäre in Ordnung, vom ethischen her, oder sollte der Respekt vor diesem Baum einen von solchem Tun Abstand nehmen lassen?

Grüße, Andreas

PS:
Sorry, wenn es mich jetzt bissi packt ;), aber wenn man bedenkt, welche Überbringerin uralter Genetik und Zeiten die Marie ist...
1100 war die Römerzeit soeben etwas über 600 Jahre her, was bedeutet, das ihre Eltern möglicherweise diese noch miterlebten, eine Zeit also, in der Mitteleuropa noch größtenteils dichtester Urwald vom Ural bis an die Pyrenäen war.
Was für eine Zeugin und für ein direktes Produkt so alter Zeiten sie also ist, oder noch "schlimmer", die 1200jährigen Eichen von Ivenack in Schleswig- Holstein...
Im Jahre 800 verbreitete sich soeben noch das Christentum, und tanzten noch Druiden um die Bäume... Es ist soooo ein Wahnsinn!

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Hallo Kurt
kurt hat geschrieben:....mit meinem Hinweis auf Angkor. Dort trifft der Gigantismus der Natur noch deutlicher auf den Gigantismus der menschlichen Architektur, direkt Seite an Seite. Wie muss es zur Zeit der Wiederentdecker ausgesehen haben.
.
Gruss
Kurt
Ja, als ich mir deine Angkor Bilder angesehen habe, mußte ich auch daran denken, wie schnell dort die Natur sich etwas wiederholt. Beeindruckende Bilder.
kurt hat geschrieben: "Ich hätte gerne einige Tage investiert.....
das kann ich mir gut vorstellen!!! Kommt man sich da als Mensch nicht irgendwie klein z.B. vergeichsweise wie ne Ameise vor ? an was dachtest du damals??
beste Grüße von
Baumlaeufer-Wolfgang

P.S.Noch was nebenbei. Ich kann und werde nicht der reisende Baumbeschreiber werden. Lieber wäre mir, das (Baum)Register wäre aktueller mit mehr Daten , auch von anderen, dann könnten wir die Faszination Baum hier auch auf breitere Basis stellen.
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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Freut mich, deinen Beitrag zu lesen
Andreas !
Kiefer hat geschrieben: Ich habe meiner zukünftigen Frau unter der Marie den ersten Kuss gegeben, weil ich mir keine altehrwürdigere und passendere Zeugin unserer sicher auch schon uralten Liebe vorstellen konnte (zu vieles ist seltsam mit uns, als das diese Liebe erst diese kurze Zeit bestehen könnte ;) ), und fragte mich, wieviele Paare sich unter ihr schon ihre unverbrüchliche Treue und Liebe schworen, in all der langen Zeit.
Hurrah, es gibt sie noch, die Romantiker unter uns !!!:D :D :D :D :D
Kiefer hat geschrieben:Und mit ebensolcher inneren, aufrichtigen Ehrfurcht gehe ich an alle Bäume heran
Ich finde Erfurcht ist hier der richtige Begriff . Ich tue mich schon etwas schwer mit ihm. Aber in der Gegenwart von solch alten Bäumen ist er mehr als passend.
Zum Thema Veredelung:
Kiefer hat geschrieben:
Meint ihr, das wäre in Ordnung, vom ethischen her, oder sollte der Respekt vor diesem Baum einen von solchem Tun Abstand nehmen lassen?
Laß dich nicht erwischen, beim dem Naturdenkmal was zu tun. :wink: Ich jedenfalls habe schon immer wieder Hemmungen, an oder an solchen Bäumen rumzuklettern. Weil ich den Bäumen dann auch schade. So könnte ich nicht in die Kamineiche im Reinhardswald reinklettern...
Kiefer hat geschrieben: Was für eine Zeugin und für ein direktes Produkt so alter Zeiten sie also ist, oder noch "schlimmer", die 1200jährigen Eichen von Ivenack in Schleswig- Holstein...

nur so nebenbei. Laß das nicht deine Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern hören, daß du Ivenack zwei Bundesländer weiter westlich einsortierst :shock:
baumstarke Grüße von
Baumlaeufer-Wolfgang
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Gabi Paubandt
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Faszination Baum

Beitrag von Gabi Paubandt »

Ich habe tatsächlich von einer Initiative gehört - ich glaube der Uni Kassel, die von den noch vorhandenen Samen der alten Baumveteranen im Reinhardtswald und Umgebung neue Bäumchen ziehen. Diese kann man auch käuflich erwerben.
Gruß Gabi

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