Gaaaanz langsam richte ich mir Raum für Raum im neuen Häuschen ein. Und jetzt wird es schon langsam Zeit für Zimmerpflanzen.
Wenn es nicht anders geht, werd ich halt auf das Übliche zurückgreifen - Ficus, Yucca, Zitronenbäumchen etc...
Aber lieber wär mir noch ein Baum aus dem Wald. Nicht nur wegen der Kosten, sondern weil ich es einfach cool finden würde.
Geht das?
Welche "Wildbäume" kann ich auch im Zimmer ziehen?
Kann ich da einfach in den Wald marschieren, ein Bäumchen (50 - 120 cm) ausgraben, eintopfen und ins Zimmer stellen?
zur Verfügung hätte ich so ja alles mögliche von Eiche bis Robinie, von Vogelkirsche bis Weißdorn uva
Baum als Zimmerpflanze?
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Cryptomeria
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Hallo Vargas
Im Wald ausgraben geht erfolgreich fast nur mit 10 bis 20 cm großen Sämlingspflanzen. Da kannst du sicher alles probieren was nicht geschützt ist. Nimmst du größere, ist die Überlebenschance nicht so groß, weil die Pflanzen im Wald meistens eine lange Wurzel bilden, die dann irgendwohin führt und sonst wenige Feinwurzeln. Die kappst du beim Ausgraben, weil du meist nicht so tief graben kannst. In der Baumschule werden die Pflanzen deshalb ständig umgepflanzt, damit sie an den Schnittstellen immer wieder viele Feinwurzeln bilden. So erhälst du einen Wurzelballen und da ist die Anwuchschance natürlich viel größer.
Ob die Pflanzen dann in deiner trockenen Zimmerluft den ganzen Winter überstehen, ist die andere Frage. Außerdem im Zimmer im Herbst nicht denken die Pflanze geht ein, wenn sie alle Blätter verliert, sie macht nur Winter. Mir ging das einmal so mit ganz vielen Ginkgo - Sämlingspflanzen, die ich verschenkt hatte. Viele dachten im Herbst, der Ginkgo am Fensterbrett würde eingehen.
Viele Grüße
Cryptomeria
Im Wald ausgraben geht erfolgreich fast nur mit 10 bis 20 cm großen Sämlingspflanzen. Da kannst du sicher alles probieren was nicht geschützt ist. Nimmst du größere, ist die Überlebenschance nicht so groß, weil die Pflanzen im Wald meistens eine lange Wurzel bilden, die dann irgendwohin führt und sonst wenige Feinwurzeln. Die kappst du beim Ausgraben, weil du meist nicht so tief graben kannst. In der Baumschule werden die Pflanzen deshalb ständig umgepflanzt, damit sie an den Schnittstellen immer wieder viele Feinwurzeln bilden. So erhälst du einen Wurzelballen und da ist die Anwuchschance natürlich viel größer.
Ob die Pflanzen dann in deiner trockenen Zimmerluft den ganzen Winter überstehen, ist die andere Frage. Außerdem im Zimmer im Herbst nicht denken die Pflanze geht ein, wenn sie alle Blätter verliert, sie macht nur Winter. Mir ging das einmal so mit ganz vielen Ginkgo - Sämlingspflanzen, die ich verschenkt hatte. Viele dachten im Herbst, der Ginkgo am Fensterbrett würde eingehen.
Viele Grüße
Cryptomeria
Vielen Dank für den Tip mit der Größe!
Welche Bäume würd der Fachmann den besonders empfehlen, d.h. welche sind denn am wenigsten empfindlich bei Umpflanzen, welche brauchen am wenigsten Tiefe, etc...
Welche Erde soll ich nehmen? Gleich die, die am ursprünglichen Standort ist oder was Spezielles (Superhumus oder so...)
im Winter könnte ich sie ja auf den Balkon stellen.
Welche Bäume würd der Fachmann den besonders empfehlen, d.h. welche sind denn am wenigsten empfindlich bei Umpflanzen, welche brauchen am wenigsten Tiefe, etc...
Welche Erde soll ich nehmen? Gleich die, die am ursprünglichen Standort ist oder was Spezielles (Superhumus oder so...)
im Winter könnte ich sie ja auf den Balkon stellen.
"Ich bin enorm in Form, ich könnte Bäume einpflanzen!"
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Cryptomeria
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Hallo Vargas,
ich würde einiges ausprobieren. Ich habe schon kleine Eichen, Buchen, Vogelbeeren ,Robinien( können sehr viel Trockenheit vertragen), aber auch kleine Sämlingspflanzen aus dem Garten teilweise am Fenster überwintert. Wenn sie genug Wasser haben, nicht zu sehr der trockenen Heizungsluft ausgesetzt sind, eigentlich kein Problem. Wenn du sie auf den Balkon stellst, musst du aufpassen, dass sie nicht vertrocknen, vor allem Nadelbäumchen, denn die verdunsten im Winter auch und wenn der Topf eventl. durchgefroren ist, verdursten sie. Was auch Spaß macht, z. B. die versch. Samen von Früchten, die du zu kaufen bekommst, einfach in einen Topf stecken.Litschi, Orange, Zirone, Pampelmuse, Dreiblättrige Zitrone usw........Die halten alle besser aus, es sind Hartlaubgewächse ( Pflanzen des Mittelmeerraumes), die kommen mit der trockenen Zimmerluft gut zurecht.
Cryptomeria
ich würde einiges ausprobieren. Ich habe schon kleine Eichen, Buchen, Vogelbeeren ,Robinien( können sehr viel Trockenheit vertragen), aber auch kleine Sämlingspflanzen aus dem Garten teilweise am Fenster überwintert. Wenn sie genug Wasser haben, nicht zu sehr der trockenen Heizungsluft ausgesetzt sind, eigentlich kein Problem. Wenn du sie auf den Balkon stellst, musst du aufpassen, dass sie nicht vertrocknen, vor allem Nadelbäumchen, denn die verdunsten im Winter auch und wenn der Topf eventl. durchgefroren ist, verdursten sie. Was auch Spaß macht, z. B. die versch. Samen von Früchten, die du zu kaufen bekommst, einfach in einen Topf stecken.Litschi, Orange, Zirone, Pampelmuse, Dreiblättrige Zitrone usw........Die halten alle besser aus, es sind Hartlaubgewächse ( Pflanzen des Mittelmeerraumes), die kommen mit der trockenen Zimmerluft gut zurecht.
Cryptomeria
Hallo zusammen,
Warum kaufen? Ich habe einfach Orangen- und Grapefruitkerne nach dem Essen in Töpfe gesteckt. Ich könnte jetzt eine Plantage betreiben, es sind praktisch alle gekeimt und herangewachsen. Im Winter hatte ich sie natürlich im Haus. Eine Yucca, allerdings gekauft, blüht jedes Jahr im Wohnzimmer.
Beste Grüsse
Kurt
Warum kaufen? Ich habe einfach Orangen- und Grapefruitkerne nach dem Essen in Töpfe gesteckt. Ich könnte jetzt eine Plantage betreiben, es sind praktisch alle gekeimt und herangewachsen. Im Winter hatte ich sie natürlich im Haus. Eine Yucca, allerdings gekauft, blüht jedes Jahr im Wohnzimmer.
Beste Grüsse
Kurt
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Raimond Mesenbrink
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- Registriert: 22 Okt 2005, 16:01
- Wohnort: Trier
- Kontaktdaten:
Hallo Vargas,
man sollte auch bedenken, das die Waldpflanzen im Zimmer nicht richtig ausreifen, wenn sie dann im Herbst/Winter nach draußen gestellt werden, kommt es sicherlich zu Frostschäden.
Ich würde mich auch eher an den von Wolfgang und Kurt genannten mediterranen Pflanzen orientieren, wenn man etwas ausgefalleneres haben möchte.
Viele Grüße
Raimond
man sollte auch bedenken, das die Waldpflanzen im Zimmer nicht richtig ausreifen, wenn sie dann im Herbst/Winter nach draußen gestellt werden, kommt es sicherlich zu Frostschäden.
Ich würde mich auch eher an den von Wolfgang und Kurt genannten mediterranen Pflanzen orientieren, wenn man etwas ausgefalleneres haben möchte.
Viele Grüße
Raimond
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Cryptomeria
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Hallo Raimond
apropos Orangen, Zitronen.....
In diesem Zusammenhang wollte ich einmal auf die Dreiblättrige Zitrone
( Poncirus trifoliata ) hinweisen.Ein sehr ausgefallener , vor allem winterharter Strauch, der auch bei uns blüht und fruchtet, d.h. im Herbst bis Dezember/Januar hängen die , leider nichr essbaren Zitronen am Strauch.Ich habe vor vielen Jahren einige Zitronen aus dem Bot. Garten in Frankfurt mitgenommen und ausgesät, alle aufgelaufen, viele verschenkt, 2 Pflanzen im Garten meiner Mutter in der Pfalz ( Rheinebene) ausgepflanzt und diese Pflanzen sind ca. 3 m hoch und tragen auch wieder jedes Jahr ihre Zitronen. Sie sind trocken ohne Saft aber die Schale kann man als Abrieb nutzen. Ich säe jedes Jahr wieder aus und selbst bei mir im hessischen Mittelgebirge ( - 20 Grad C ) gedeihen sie gut.In ganz strengen Wintern frieren die ganz kleinen Pflanzen etwas zurück, aber ab 8o/ 1oo cm passiert (bisher) nichts mehr.
Es lohnt sich den Strauch öfter zu pflanzen, er hat allerdings bis 3 cm große Stacheln, also ein bisschen Abstand von Gehwegen.
Ich nehme an du kennst ihn
Viele Grüße
Wolfgang
apropos Orangen, Zitronen.....
In diesem Zusammenhang wollte ich einmal auf die Dreiblättrige Zitrone
( Poncirus trifoliata ) hinweisen.Ein sehr ausgefallener , vor allem winterharter Strauch, der auch bei uns blüht und fruchtet, d.h. im Herbst bis Dezember/Januar hängen die , leider nichr essbaren Zitronen am Strauch.Ich habe vor vielen Jahren einige Zitronen aus dem Bot. Garten in Frankfurt mitgenommen und ausgesät, alle aufgelaufen, viele verschenkt, 2 Pflanzen im Garten meiner Mutter in der Pfalz ( Rheinebene) ausgepflanzt und diese Pflanzen sind ca. 3 m hoch und tragen auch wieder jedes Jahr ihre Zitronen. Sie sind trocken ohne Saft aber die Schale kann man als Abrieb nutzen. Ich säe jedes Jahr wieder aus und selbst bei mir im hessischen Mittelgebirge ( - 20 Grad C ) gedeihen sie gut.In ganz strengen Wintern frieren die ganz kleinen Pflanzen etwas zurück, aber ab 8o/ 1oo cm passiert (bisher) nichts mehr.
Es lohnt sich den Strauch öfter zu pflanzen, er hat allerdings bis 3 cm große Stacheln, also ein bisschen Abstand von Gehwegen.
Ich nehme an du kennst ihn
Viele Grüße
Wolfgang