Markante Tiere, die Nadelbäume als Behausung, Nahrung oder sonstiges nutzen

Hier findet ihr Platz für sonstige Themen

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Antworten
Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Markante Tiere, die Nadelbäume als Behausung, Nahrung oder sonstiges nutzen

Beitrag von Kiefernspezi »

Für eine Ausstellung "Nadelbäume aus aller Welt" werden alle tangierenden Themenbereiche aufbereitet. Gerne darf sich jeder interessierte einbringen oder ein Themengebiet verantwortlich bearbeiten. Die Namen werden bei der Ausstellung ausgeschildert.

Welche markanten Tiere nutzen speziell Nadelbäume?
Wer hat interessante Informationen oder Storys zu diesem Thema?

Harztroll
Beiträge: 681
Registriert: 18 Aug 2005, 17:30
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Harztroll »

Auf Anhieb fallen mir Tannenhäher und die diversen Kreuzschnäbel, auch Pestvögel genannt, ein. Pestvögel deshalb, weil die Kreuzschnäbel im Gebirge lebend, den Flachlandmenschen völlig unbekannt waren. Und wenn diese nun in sehr strengen Wintern aus Nahrungsmangel in Scharen in die tieferen Gefilde zogen, und die Menschen die Vögel mit ihren gekreuzten Schnäbeln, hier insbesondere die roten Männchen sahen, bekamen sie es mit der Angst, denn sie meinten die Vögelchen wären Vorboten großen Unheils, wie es eben die Pest war.

Die Sache mit den Tannenhähern und den vergrabenen Zirbensamenvorratslagern dürfte ja bekannt sein.
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Hallo Kiefernspezi

Um das Thema möglichst umfassend und repräsentativ darzustellen, solltest du eine zahlenmässig grosse Population nicht vergessen, Buchdrucker und Kupferstecher. Da kann sicher ein einheimischer "Forstsachverständiger" mit eigener Erfahrung für die Präsentation gewonnen werden. Bildmaterial sollte ja ausreichend vorhanden sein. (Beim Thema Eichen würde ich auch den Eichenprozessionsspinner vorstellen). Dabei muss der Schwerpunkt nicht auf seine (vom Menschen so gesehene) Rolle als Schädling gelegt werden, sondern auf eine ganz wertneutrale Präsentation.

Gruss
Kurt

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Hallo Kiefernspezi

Um das Thema möglichst umfassend und repräsentativ darzustellen, solltest du eine zahlenmässig grosse Population nicht vergessen, Buchdrucker und Kupferstecher. Da kann sicher ein einheimischer "Forstsachverständiger" mit eigener Erfahrung für die Präsentation gewonnen werden. Bildmaterial sollte ja ausreichend vorhanden sein. (Beim Thema Eichen würde ich auch den Eichenprozessionsspinner vorstellen). Dabei muss der Schwerpunkt nicht auf seine (vom Menschen so gesehene) Rolle als Schädling gelegt werden, sondern auf eine ganz wertneutrale Präsentation.

Gruss
Kurt

Benutzeravatar
stefan
Moderator
Beiträge: 6100
Registriert: 08 Okt 2006, 19:44
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Beitrag von stefan »

Hallo Kiefernspezi,
dann gehören auch die Blattläuse und Bienen dazu, die gemeinsam für den Tannenhonig (und allgemeiner für den Waldhonig) zuständig sind!
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

campoverde
Beiträge: 1185
Registriert: 25 Okt 2008, 17:28
Wohnort: Bremen

Beitrag von campoverde »

Nicht zu vergessen: Homo sapiens kiefernspeziensis, der sich fast ausschließlich von Zapfen der Gattung Pinus ernährt.

Benutzeravatar
stefan
Moderator
Beiträge: 6100
Registriert: 08 Okt 2006, 19:44
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Beitrag von stefan »

apropos Homo sapiens:
auch wenn man sicher menschliche Nutzung als Bau- und Brennholz o.ä. nicht berücksichtigt, die Nutzung als Lebensmittel von Piniensamen - und vielleicht auch noch anderen - ist ja vielleicht schon relevant.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

@campoverde: Nicht von den Zapfen! Das wäre nicht gut für die Zähne.

@all: Schon mal vielen Dank für die Anregungen. Vieles ist bestimmt interessant zu vertiefen.

Wer hat noch umfassendere Informationen zum White headed woodpeaker?

Viele Grüße

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Es gibt ganz viele Vögel, die in den verschiedensten Nadelbäumen brüten. aber gelegentlich brüten sie natürlich auch in Laubbäumen. Ist das auch gefragt??

Und wie sieht es mit der Nahrung aus: Die Samen werden von ganz vielen Tieren gefressen: Alle Kreuzschnäbel,Buntspecht,Eichhörnchen,Wildschwein,Mäuse usw.

Die Liste würde sehr lang. Oder nimmst du nur die Nahrungsspezialisten.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Mich interessieren vor allem Story´s.
So wird z.B. vom White headed Woodpeaker erzählt, dass die männlichen Vögel sich auf die Samen von Zapfen spezialisiert haben, während die Weibchen überwiegend Insekten sammeln.
Oder die bekannte Geschichte mit den Eichhörnchen: Dass man an den Fraßspuren Rechts- und Linkshänder unterscheiden kann.
Außerdem gelten die Samen als ganzjährig verfügbare Nahrungsreserve für viele Tierarten.
Zapfen können aber auch als klimatisierte Wohnräume für Insekten dienen. So schließen sich die Zapfen bei Regen etc.

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Bei mir gab es letztes Jahr eine nette Story. Ein Schwanzmeisenpärchen baute sein Nest in 10m Höhe in einem Sequoiadendron gig."Pendulum". ER ist so schmal, dass die Elstern sich vergeblich abmüten, dort zu landen. Die Schwanzmeisen schlüpften unter den Nadelvorhang und zogen erfolgreich ihre Jungen groß. Keine Chance für Nesträuber.


Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Die armen Elstern! :wink: :lol:
Schöne Story.

Antworten