Hy Wolfgang,
da du dich offensichtlich gut mit den verschiedenen Cultivaren des Mammuts auskennst frag ich dich einfach mal.
Welche Sorten sind denn für den 'kleineren' Standort zu empfehlen?
Wann tauchten überhaupt die ersten Sorten des Mammutbaums auf und wie sehen sie heute aus?
Also welche Sorte konnte das halten, was sie verspricht.
Ein Mensch kann ja, wenn er überdurschnittlich alt wird schon die 100 knacken, aber für Sequoiadendren ist das ja noch Pubertät
Mich würde mal interessieren, wie die Sorte 'Pendulum' im Alter aussieht.
Die Bäume bei google sehen alle noch recht jung aus...
nicht mal Pubertät. Vom Alter noch Babies, allerdings fruchten schon viele.Also doch dann Beginn der Pubertät.
Für den allerkleinsten Standort bietet sich "Julian", "Little Stan", "Pirat", "Yellow Stone" an. Für den etwas größeren "Phillip Curtis", "Blauer Eichzwerg", "Pévé Bonsai". Wieder etwas größer "Conrad Appel", "Von Martin", "Pygmaeum", "Nanum". Wieder etwas größer dann "Chief", und die bunten Sorten "Argenteo-spica, "French Beauty", "Variegatum". Noch etwas größer ( je nach Klon) "Compactum".
Bei den ganzen Sorten stellt sich immer die Frage willst du nur einen Miniaturmammut, das ist "Von Martin" oder eine gänzlich andere Wuchsform oder einen Habitus, bei dem du Sequoiadendron überhaupt nicht mehr erkennst.
Die ersten Sorten sind in den Baumschulen vor 100/150 Jahren als Mutation aufgetreten, so sind "Pygmaeum", "Argenteum", "Aureum", "Pendulum" alte Sorten.Teilweise sind diese alten Bäume aber nicht mehr vorhanden. Es gibt auch am Naturstandort schon diese Variabilität.
Seit 50/60 Jahren werden 10 000 -de von Samen in den versch. Baumschulen ausgesät und dazu Hexenbesen veredelt. Dadurch explodieren die Sorten ( Nicht nur bei Seqoiadendron). Jeder benennt seine Sorte und so haben wir heute viele, die ( fast) identisch und zumindest so ähnlich sind, dass sie in der Jugend kaum oder nicht zu unterscheiden sind, so z.B. "Moonies Mini" + "Neuchatel" oder "Hazel Smith" + "Powdered Blue" oder "YellowStone" + "Green Stone".
Viele der Zwerge sind je nach Standort ( mit hoher Luftfeuchtigkeit) sehr anfällig gegen Botritys.
Alte Bäume gibt es deshalb noch nicht.Wo der älteste " Pendulum" Europas steht, weiß ich nicht. Hier gibt es 2 Klone. Der eine wächst kerzengerade in den Himmel, manchmal auch als Typ "Meylan" bezeichnet. Der andere verzweigt sich früh und sieht etwas älter sehr interessant aus , etwa wie ein "Langhalssaurier" oder ein anderes Phantasietier.
Übrigens einige der Sorten findest du bei Enneking, Edwin Smits , Van
Gelderen + Cees van Ostaayen abgebildet ( www.baumschulgarten-ennking.de,www.edwinsmitsconifers.com,www.esveld,nl,www.hulsdonk.nl)oder auch Het Leen (Jan).
Zum Standort heute lebender Bäume besuche das Mammutbaumforum. Das kennst du ja. Die kennen sich viel besser in dieser Hinsicht aus als ich, weil sie alle Metas, KM + BM europaweit auflisten.
Viele Grüße
Wolfgang
P.S. Genaueres zu den einzelnen Sorten kannst du auch noch erfahren, vielleicht dann aber über pn oder in einem neuen Thread.
Zuletzt geändert von Cryptomeria am 20 Jun 2009, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Meistens ist es doch eher so, dass die meisten Zuchtformen kleiner bleiben als die Art. Ich habe einen kleinen Sämling der Art. Da will ich mal versuchen, den nur in so nem kleinen Topf zu halten. Mal sehen, was passiert
Er macht im 1. Jahr schon eine meterlange Pfahlwurzel, die im Topf spiralig wächst und sich irgendwann selbst den Saft abdrückt. Also möglichst schnell ins Freiland an die endgültige Stelle. Sequoiadendron lässt sich schwer umpflanzen. Er bleibt nicht kleiner. nur weil er im kleineren Topf sitzt. Er wird schütter und gelb, wenn ihm Wasser + Nährstoffe ausgehen und kümmert. So gesehen bleibt er doch kleiner. Aber das ist Quälerei und eines solchen Lebewesens nicht würdig.
Viele Grüße
Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Man kann ihn durch vorsichtigen Wurzelschnitt und Düngung einige Jahre im Topf halten, da er im ganz frühen Stadium auch frostempfindlich ist. Aber immer wieder in den nächst größeren Topf umpflanzen und dann natürlich irgendwann in die Freiheit.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Bei Deinem Leitsatz muss ich glatt an die Mammutbäume im botanischen Garten Bochum denken. Die sind nur ca. 20 Jahre alt und schon ordentlich groß. Vor einigen Monaten habe ich die Frau gesehen, die diese eingepflanzt hat. Sah schon lustig aus: Sie, gute 50, vor den jungen Bäumen, vor denen sie klein aussah.
Hallo Kurt,
Wenn du noch fast keine Nadelbäume hast: Ich habe 3 ziemlich kleine (derweil noch zu klein zum Verschicken- aber fleißig am Wachsen) Thuja plicata sowie fünf Unbekannte, die in Richtung Juniperus gehen (sie fangen schon an zu pieksen).
Falls du daran interessiert sein solltest, einfach pn, ich bin nämlich über jedes gute Plätzchen für die Jung-Bäumchen froh.
Hi Kurt, anbei ein Bildchen von meinem kleinen "Schatz".
Sehen wir uns im September beim Baumkunde-Treffen?
Vielleicht kann ich das eine oder andere dann mitbringen, was Du haben möchtest.
Wie man Jungpflanzen versendet, weiß ich nicht.