Frage zu Motorsensen

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babayaga
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Frage zu Motorsensen

Beitrag von babayaga »

Hallo zusammen,

leider habe ich zunehmend Stellen im Rasen die ich nicht mehr mähen kann,
ohne dass ich den Mäher 'zerminna' mache ;)
Einfach gesagt wegen der vielen Flachwurzeln der Fichten.

Nun hatte ich zwar noch nie eine Motorsense in der Hand,
denke aber das wäre vielleicht das Beste für solche Stellen.

Wäre das okay bzw. geht das überhaupt oder macht sich so eine Motorsense auf grobwurzeligen (unterarmstark) Böden eher schlecht oder geht kaputt?

Wenn ihr etwas Erfahrung haben solltet, gebt bitte mal Laut und vor allem,
worauf man beim Kauf achten sollte.

Liebe Grüße,
Nancy
--
ps: die Alternative wäre die Wurzeln raus-/abzuhacken, aber das ist
a) ne Sauarbeit
b) viel zu viel bei ca. 40 über 35 Jahre alten Bäumen
c) eine Frage der Standsicherheit ;)
'Warum ich?' fragte der Frosch.
'Reine Geschmackssache.' sagte der Storch.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy,

habe seit Jahren eine von Stihl. Super. Bin sehr zufrieden. Du könntest natürlich auch eine Baumscheibe um die Bäume anlegen oder einige Inseln einfach stehen lassen. Wenn es nicht viel ist, kann man auch mit einer einfachen Sense/Sichel oder Heckenschere alles per Hand schnell wegnehmen. Das kostet um einiges weniger und ist nicht so laut.

Ich habe jehrelang die Motorsense gespart und mit Heckenschere +o. Sense gearbeitet. Für ein kleines Stück würde ich nicht so viel Geld dranhängen.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo Wolfgang,

flächenmässig ... weiss nicht so recht.

Habe mal zwei Fotos drangehängt, die Bereiche mit den roten Strichen
sind die mäherfeindlichen, wobei auf dem Frühlingsbild das Ganze nochmal rückwärtig und rechts vom Wäldchen hinzukommt.

Tendiere eher zu was motormässigem auch wenn man das sicher nur 1/4 soviel benützen wird, wie den Rasenmäher.
Oder was sagt ein Mann? :wink: :)

Achja im Falle eines Falles, wäre das also das geeignetste Werkzeug, erstmal Grundfrage beantwortet ;)

Danke Dir & Grüße Nancy
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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Nancy,
Wurzeln abschneiden ist kaum eine Alternative, da dann den Bäumen tatsächlich Wurzelmasse zur Wasser- und Nährstoffversorgung fehlt und die Standsicherheit leidet.
Eine Alternative wäre noch der Auftrag von Mutterboden. Eine Schicht von 10 cm über den Wurzeln, darauf dann neuer Rasen - dann hast Du ein paar Jahre Ruhe.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy,

das kommt darauf an, wie viel man monetär investieren will. Unter den Blaufichten und der grünen Tanne in Bild 1 wird nicht so viel wachsen. Auf Bild 2 sieht alles nach ziemlich safigem Rasen aus. Aber die Flächen sind nicht groß. Es gibt auch die viel leichteren Elektro-Motosensen. Ich würde auf ein gutes Sonderangebot warten ( oder ebay). Dann kannst du eben bequem - wie du es willst - alles kurzhalten. Motorsense ist schwerer und kann etwas ins Kreuz gehen ( evtl. Rückengurt tragen , ist dabei). Elektrosense ist leicht zu händeln.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Sebastianii
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Registriert: 30 Mai 2008, 22:28

Beitrag von Sebastianii »

"händeln"
Kommt das vom "Händel"? :wink:

edit: Das soll nicht als Kritik verstanden werden. Ich habe nichts gegen Eindeutschen.

arbo71
Beiträge: 19
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Beitrag von arbo71 »

Das Überfüllen von Wurzeln, selbst wenn es nur 10 cm wären ist sicher eine der schelchtesten Lösungen. Hier kommt es immer wieder zu Problemen mit der Närhstoff -bzw Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Dies macht sich nach einigen Jahren durch abnehmende Vitalität der Bäume bemerkbar.
Hier verhält es sich dann ähnlich wie bei Tiefbauschäden an Bäumen d.h. dadurch das zwischen dem Beginn der Störung und den Erkennbaren Schäden zumeist einige Jahre liegen wird der Vitalitästverlust in den seltensten Fällen der Überfüllung zugeordnet und somit die Schadursache selten richtig erkannt.

Aber zur Ausgangsfrage :

Eine Motorsense wäre hier sicher das Gerät der Wahl. Ich empfehle hier ein Gerät eines bekannten Herstellers zu nehmen der in Deiner Nähe such über einen Händler verfügt der auch noch nach einigen Jahren in der Lage ist Ersatzteile zu besorgen bzw. für Serviceleistungen zur Verfügung steht.
In den letzten Jahren bieten einige Hersteller sog. Kombigeräte an die neben der Verwendung als Motorsense noch die Benutzung von verschiedenen Anbaugeräten wie z.B. Heckenscheren an. Evtl. macht so eine vielseitigere Verwendung die Anschaffung wirtschaftlich interessanter.

Mahaleb
Beiträge: 853
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Beitrag von Mahaleb »

stefan hat geschrieben:Hallo Nancy,
Wurzeln abschneiden ist kaum eine Alternative, da dann den Bäumen tatsächlich Wurzelmasse zur Wasser- und Nährstoffversorgung fehlt und die Standsicherheit leidet.
Eine Alternative wäre noch der Auftrag von Mutterboden. Eine Schicht von 10 cm über den Wurzeln, darauf dann neuer Rasen - dann hast Du ein paar Jahre Ruhe.
Gute Idee von Stefan.
Ich möchte ergänzen: Dazu den Boden mit Sand / Splitt / Kies - was vor Ort verfügbar ist - mischen, dann bekommen die Wurzeln auch Sauerstoff und können ihr CO² abgeben. Ob dann tatsächlich 10cm erforderlich sind, wird sich zeigen. :)

JohnDoe
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Beitrag von JohnDoe »

Handelt es sich nur um diese Fläche und hast du weiter keine Anwendung für eine Motorsense, würde ich dir unbedingt zu einer elektrischen raten. Ist von der Bedienung einfacher, läuft zuverlässig und ist außer evtl. Akku im Winter ins Haus bringen und nicht in der Gartenhütte lassen (Temperatur) komplett wartungsfrei.

Hast du erst mal eine, wirst du merken, wie praktisch das Ding ist, besonders um zwischen Blumentöpfen, an Kanten, .... , das Gras zurz zu halten.

lG,
Johann

Mahaleb
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Beitrag von Mahaleb »

Bleibt zu ergänzen: Auf vernünftige Motorleistung und Konstruktion achten.
Es gibt Elektromotor-Sensen die sind vom Prinzip wie Verbrennungsmotor-Sensen aufgebaut und somit ergonomisch gut (z.B mit Schultergurt für leichtes Tragen bei der Arbeit) ausgelegt. Die sind nicht zu vergleichen mit dem einfachen Fadentrimmer. Bei einem leistungsfähigen Elektromotor liegt der Kostenpunkt um 150 €.

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo und Danke für die Antworten,

... alsooo - ich habe heute mal eine 'Benziner' ausprobiert,
mein einer Nachbar hat eine und hat sie mir mal überlassen,
einfach mal um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Gesenst habe ich ca. 1 Stunde am Stück an verschiedenen Stellen,
gewichtsmässig war es eigentlich okay, also nicht zuuu schwer.
Aufpassen muss man bur bissel, weil auch ratzbatz junge Eiben/Aststpitzen etc. mit weg sind.

Einzige Sache oder ich sage mal Prozedere ist das Anlassen bzw. Starten,
das ist bissel komplizierter als bei einem Benzinmäher und blöderweise musste man das Starterseil auch noch mit Links ziehen,
aber ich habs hingekriescht ;)

Ansonsten ging das ganz gut, sicher machts mehr Krach als elektrisch,
aber man kann ja auch das Gas dosieren.

Angst hatte ich nur, dass mir Schnecken(fetzen) um die Ohren fliegen :lol:
aber war nix. Beim Kärchern wird man dreckiger ;)

Allesinalllem nochmal Danke für die Tips und mit dem heutigen 'EinfachMalMachen' bekommt man einen ersten Eindruck.

Viele Grüße,
Nancy
'Warum ich?' fragte der Frosch.
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babayaga
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Beitrag von babayaga »

Achja noch @Sebastianii,

'Händeln' - keine Ahnung, (kommt aber auf jeden Fall nicht von dem Komponisten ;) ) aber ich denke es könnte:

a) vom engl. to handle/handling/(error)handler

oder

b) eine Abkürzung vom deutschen 'handhaben' sein.

Oder einfach gesagt, im Deutschen als auch im Englischen bedeutet es soviel wie 'mit etwas umgehen, bedienen, führen, steuern',
woher's aber wirklich stammt müsste man mal bei Leo erfragen ;)

lg Nancy
'Warum ich?' fragte der Frosch.
'Reine Geschmackssache.' sagte der Storch.

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