Dank an die Baumkunde - Forum - Teilnehmer

Hier findet ihr Platz für sonstige Themen

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Antworten
kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Dank an die Baumkunde - Forum - Teilnehmer

Beitrag von kurt »

Hallo zusammen

Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die mit ihrem breiten Wissen, nicht eng begrenzt auf Dendrologie, mein Wissen enorm erweitert haben. Ich kann hier nach allem möglichen fragen, Stauden, Raupen, Schmetterlingen, Pflanzengallen, Eidechsen, Hornissen, Kameras etc. Es ist immer ein Kenner da, der mich zumindest auf weiterführende Links verweisen kann. Ihr seid auch bereit, uneigennützig zu helfen mit Samen, Jungpflanzen etc.. Ihr akzeptiert auch meine oft wenig diplomatische Ausdrucksweise. Danke. Dieses ist das einzige Forum, in dem ich mein "Unwesen" treibe. Ich brauche kein anderes. Jetzt aber genug der Sentimentalität.

Gruss
Kurt

wolfachim_roland
Beiträge: 5605
Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
Wohnort: Solingen
Kontaktdaten:

Beitrag von wolfachim_roland »

Meine Erfahrung: Wissen teilen macht Spaß. Aber wer sehr aktiv ist, wie Du, gibt oft mehr als er selbst bekommt. Doch das, was er bekommt, lohnt die Anstrengung.

Ich konnte diese Woche ein privates Arboretum in Belgien durch Vermittlung eines Forumteilnehmers besichtigen!!

Viele Grüße
Wolf
Wolf Roland

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Persönlich habe ich bislang noch wenige Teilnehmer kennengelernt. Bin ja auch noch neu hier. Deshalb freue ich mich besonders auf das Baumkunde-Treffen.

Aber auch für mich gilt, dass ich viele interessante Informationen erhalten habe und auch gute Tipps für besuchenswerte Parks und Arboreten.

Auch wenn man es vielleicht kaum vermutet, verfolge ich sehr interessiert die Berichte über Laubbäume. Sehr gut gefallen hat mir auch die Costa-Rica-Reihe. Da bin ich aber eher stiller Zuhörer und Schüler in Demut.

Ps an Kurt: Aber ein Abschied soll das doch hoffentlich nicht sein? :o

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Nein,Nein, kein Abschied! Ich bin doch nicht so dumm, dass ich die Leitung kappe, die mich mit vielen benötigten Informationen füttert. Nur der Geologe im Team reagiert nicht (Vulkangestein aus Teneriffa).

Gruss
Kurt

Harztroll
Beiträge: 681
Registriert: 18 Aug 2005, 17:30
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Harztroll »

Wir, oder zumindest ich für meinen Teil muß dir mindestens genauso viel Dank zurückgeben. Deine vielen Erfahrungsberichte, Fotodokumentationen und Diskussionsgrundlagen stellen für mich eine Bereicherung dar. Bestes Beispiel die Zornnatter, von der ich bis zum heutigen Tag nicht einmal wußte, daß die überhaupt existiert. Und was deine direkte Ausdrucksweise betrifft, sie ist mir viel lieber als irgendwelches Rumgeschleime, ja, wenn ich ganz ehrlich sein soll, konnte ich mir manchmal ein breites Grinsen nicht verkneifen :mrgreen:

Viele Grüße
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

tormi
Moderator
Beiträge: 5728
Registriert: 07 Feb 2007, 19:42
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

Beitrag von tormi »

Harztroll hat geschrieben:Wir, oder zumindest ich für meinen Teil muß dir mindestens genauso viel Dank zurückgeben. Deine vielen Erfahrungsberichte, Fotodokumentationen und Diskussionsgrundlagen stellen für mich eine Bereicherung dar. Bestes Beispiel die Zornnatter, von der ich bis zum heutigen Tag nicht einmal wußte, daß die überhaupt existiert. Und was deine direkte Ausdrucksweise betrifft, sie ist mir viel lieber als irgendwelches Rumgeschleime, ja, wenn ich ganz ehrlich sein soll, konnte ich mir manchmal ein breites Grinsen nicht verkneifen :mrgreen:

Viele Grüße

dem kann ich mich nur anschliessen
LG Nalis

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Hallo Frank

Muss ich mir den Ablauf nach einem Schlangenbiss so vorstellen?:
Eine unbekannte Schlange,ca. 50cm lang, hat mich auf meinem Rundgang gebissen und hängt jetzt an meinem rechten Unterarm. Ohne Brille kann ich nicht feststellen, ob sie senkrecht geschlitzte Pupillen hat. Nach einer Viertelstunde habe ich mein Auto erreicht und fahre noch 10 Minuten zum Hausarzt. Rein ins Wartezimmer, die dort wartenden Patienten verlassen schreiend das Lokal. Wenigstens muss ich so nicht lange warten. Die Schlange baumelt immer noch an meinem Arm. Der Arzt führt mich ins Ordinationszimmer, die Schlange lässt endlich los und verschwindet irgendwo hinter den Aktenschränken. Wir flüchten beide hinaus und schliessen die Türe. Der Hausarzt hat in der kurzen Zeit und mangels Kenntnis natürlich auch nicht erkannt, ob es sich um eine giftige Schlange handelt. Vermutlich gehen wir beide in die naheliegende Apotheke und der Arzt gibt mir eine Spritze auf Verdacht.
Oder wie muss ich mich verhalten?
Uli, was sagst du dazu?

Gruss
Kurt

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9198
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo Kurt,

habe das erst jetzt gesehen, da in einen anderen Thread geraten.

Natürlich beißt eine Sandviper blitzschnell zu und zieht sich gleich zurück. Vor allem ist der Fuß wahrscheinlicher. Sie wird wohl kaum am Arm hängen bleiben. Schade eigentlich, da ein blitzartig leeres Wartezimmer auch was hat!

Ich habe in Italien gesehen, wie dort eine Italienerin auf den Biss einer Sandviper (kaum 20 cm lang) reagierte. Sie sprang mit einem Satz voll auf den Kopf der Schlange, der dann doppelt so breit war. Packte das Tier in ein Taschentuch und ließ sich sofort zum Arzt fahren. In jener Gegend gibt es relativ viele Sandvipern und jeder Arzt kennt die. Ob es in Eurer Region überhaupt welche gibt, kann ich nicht sagen. Falls ja, werden Ärzte wohl auch wissen, was sie spritzen müssen. Lebend würde ich die Schlange nicht gerade mitnehmen, obwohl sie nach dem Biss erst mal wieder die Giftdrüsen auffüllen muss.

In den US-Südstaaten ist das viel gefährlicher. Dort gibt es viele Giftschlangen wie Kobras und auch noch sehr viele Arten. Es gibt auch Forschungsstationen, die die richtigen Gegengifte entwickeln. Ist die Schlange identifiziert, gibt es die special injection. Falls unbekannt, eben den Cocktail, der alles einigermaßen eindämmt. Es ist aber fast üblich, dass man noch jahrelang in bestimmten Abständen Beschwerden bekommt.

Oft hat man die Schlange überhaupt nicht gesehen. Ich hatte mich mal auf einer Radtour an eine Böschung gesetzt und nach hinten mit den Händen abgestützt. Da hat mir eine Schlange ihre zwei Zähne in das Handgelenk gehauen. Es gab sofort einen lähmenden Schmerz. Ich weiß bis heute nicht, was es war, weil ich nur was davonrascheln hörte, nichts sah. Das Handgelenk schwoll mächtig an und es waren zwei schwarze Einstiche zu sehen. Habe sofort die Wunde ausgesaugt (was umstritten ist) und mir in einer Apotheke eine Art Zugsalbe gekauft. Zum Arzt bin ich nicht gegangen (Indianermentalität in der Jugend). Nach einer Woche war alles ok, hat nur noch etwas gejuckt. Wenn es eine Kreuzotter war, hatte diese wohl nicht besonders viel Gift in den Drüsen. Bei einer Natter kann aber auch so eine Reaktion entstehen. Wer weiß, was die gerade vorher gebissen hat?

Ich würde einfach mal die Nachbarn fragen, ob es überhaupt Giftschlangen bei Euch gibt. Dann kannst Du Deine Frau beruhigen. Sie wird wohl von daheim etwas gefährlichere Biester kennen.

Gruß Frank

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Sorry, natürlich falscher Thread.
Ja, es gibt hier Vipern. Die Jäger z.B. versuchen, ihre Hunde zurückzuhalten, wenn sie ins Unterholz kriechen wollen. Ich habe allerdings bisher nur die grösseren Nattern gesehen. Kann man sich darauf verlassen, dass die Vipern nach dem Biss sofort loslassen? Bei der Zornnatter hast du es anders beschrieben.

Gruss
Kurt

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9198
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo Kurt,

giftige und ungiftige Schlangen jagen vollkommen unterschiedlich. Die Giftschlange schlägt blitzschnell zu und zieht sich wieder zurück. Sie wird wohl auf die Wirkung des Giftes warten. Sie kann dank gutem Geruchssinn die Spur der Beute verfolgen.

Nattern und erst recht große Würgeschlangen müssen die Beute festhalten, evtl. erdrücken und hinunterschlingen.

Was die Vipern bei Euch angeht, frage doch die Jäger, ob es verschiedene gibt und wie Ärzte auf Schlangenbisse vorbereitet sind. Es ist schon wichtig, dass man weiß, welche Schlange gebissen hat, denn ein Gegengift gegen einen Natternbiss ist wohl auch kontraproduktiv. Grundsätzlich dürften aber sehr große Schlangen mit über 1 m Länge eher zu den Nattern gehören. Normalerweise flüchtet die Natter und beißt den Menschen nur, wenn man drauftritt oder sie in die Enge treibt. Das ist dann ein Akt der Verteidigung, nicht Beutemachen.

Gruß Frank

kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

Beitrag von kurt »

Hallo Frank

Ich habe natürlich Jäger gefragt. Das sind aber keine Zoologen, da kommt nur allgemeines Blabla heraus, einer hat vom andern was gehört, man nennt die Schlangen allgemein Vipern. Werde gelegentlich mal einen Arzt fragen.
Danke für alle Informationen, bin wieder etwas schlauer geworden.

Gruss
Kurt

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Kurt,

die Unwissenheit der Jäger bestätigt genau die Situation bei uns hier. Keiner hat eine Ahnung. Rel. häufig rufen bei mir Leute an, sie hätten eine Kreuzotter gesehen.Es sind immer die ungiftigen Schlingnattern ( haben ebenfalls ein Zickzackband auf dem Rücken.Größe ähnlich Kreuzotter). Öfters werde ich auch zu überfahrenen Schlangen gerufen. Es sind immer Ringelnattern ( die beim Aufwärmen oder Sonnen auf dem dunklen, warmen Asphalt erwischt werden).
Ich habe noch eine Auflistung aus dem letzten Jahrhundert, wie viele Schlangen als vermeintliche Giftschlanegn totgeschlagen wurden, darunter auch jede Menge Blindschleichen.
Die Leute sehen auch bei uns Vipern,Ottern,Äskulapnattern. Seit 25 Jahren gehe ich allen Meldungen nach, aber immer sind es Blindschleichen, Ring- und Schlingnattern. Nach den Kartierungen von Nabu,BUND ist auch nichts anderes möglich.

Soll heißen, selbst ist der Mann. Selbst informieren, bei Reptilien kann man kaum jemand fragen.

Viele Grüße

Wolfgang
P.S. Übrigens Uli ist wieder in Urlaub, sitzt also selten vor dem Computer.Er kann sich aber gelegentlich zu dem Problem Schlangenbiss äußern. Zumal er in seiner Gegend auch mit Schlangen zu tun hat. Wir tauschen uns per mail sowieso ab und zu aus.
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Antworten