Griezi liebe Baugemeinde,
dass ein Baum ein mehrjähriges Holzgewächs ist und Jahr für Jahr um Höhe und Breite zunimmt dürfte jedem bewusst sein... weit gefehlt! Wir erleben immer wieder, dass Bäume zu nahe an Häuser, Wege, Straßen und Parkplätze gepflanzt werden und früher oder später für den Menschen zum Problem werden, wobei wir die Verursacher sind.
Dieses Thema soll den richtigen und falschen Standort von verschiedenen Baumarten im Garten behandeln. Wer Erfahrungen, Planungshilfen, Positiv- oder Negativbeispiele hat möge sie bitte hier einstellen.
Diese 20jährige Andentanne (Araucaria araucana) steht 1 m neben dem Haus. Der Besitzer entfernte mühselig ihre unteren Äste, doch sie treibt an gleicher Stelle schon wieder aus (siehe Ausschnitt rechts unten)! Er wusste nicht, was er da pflanzte, als er sie damals für 3 Mark aus dem Baumarkt mitnahm. Er meinte: "Das Bäumchen war damals nur 30 cm groß", darauf ich: "Irgendwann ist jeder Baum einmal 30 cm hoch". Die meisten Hobbygärtner wissen einfach nicht, wo ein geeigneter Standort für eine bestimmte Baumart in ihrem Garten ist.
Vielleicht können wir durch Information einigen Menschen viel unnötige Arbeit ersparen und dazu beitragen, dass Bäume ungestört wachsen können.
In diesem Sinne
liebe Grüße
Fraxinus
Baum küsst Haus
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Baum küsst Haus
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Zuletzt geändert von Fraxinus am 28 Mai 2006, 00:04, insgesamt 1-mal geändert.
Man sollte Papier nie so wichtig nehmen wie Bäume, aus denen es hergestellt wird.
otz-online am 08.08.04
Erster Buga-Baum leidet unter Käferbefall
Standort-Wahl ist vermutlich Verhängnis Grobsdorf. (-um-) Der erste für die Bundesgartenschau 2007 gepflanzte Baum ist schwer erkrankt. Besorgte Bürger meldeten sich in unserer Redaktion, um auf das Schicksal der Sumpfeiche aufmerksam zu machen, die im Gessental, auf einer Wiese wenige Meter abseits der Ortsverbindungsstraße Grobsdorf - Kauern, ihren Platz hat.
Der Baum ist mit großem Aufwand am 21. Dezember 2000 gesetzt worden: Die damals 45 Jahre alte Sumpfeiche war aus einer niedersächsischen Baumschule geliefert worden, die Bundesgartenschau GmbH Bonn, das mit Buga-Planungen beauftragte Landschaftsbüro Knoll Ökoplan und die Baumschule selbst hatten den Baum gestiftet. Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch (parteilos), die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg und der Ronneburger Bürgermeister Manfred Böhme (beide CDU) sowie Baumspender Jochen D.Bruns hatten zum Spaten gegriffen, um im Gessental mit der Baumpflanzung den symbolischen Start der Arbeiten für die Bundesgartenschau zu vollziehen.
Die Sumpfeiche (Quercus palustris) ist eigentlich für ihre sehr schöne und lang anhaltende Herbstfärbung bekannt - ein Baum, der für seine prächtige, dekorative Krone berühmt ist. Doch von Farbenpracht und üppigem Wuchs ist bei der Buga-Sumpfeiche, die der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, Karl Zwermann, zur Baumpflanzung kurz vor Weihnachten 2000 als "Symbol des wachsenden Gemeinschaftsgeistes" bezeichnet hatte, nichts mehr zu erkennen. Die Sumpfeiche kümmert vor sich hin, die Tafel, die an die erste Buga-Baumpflanzung im Gessental erinnert, ist umwachsen von Brennnesseln und hohem, vertrocknetem Gras. Statt einer breiten, kegelförmigen Krone ragt ein dürrer hölzerner Stummel in den Herbsthimmel.
Die hiesige Buga GmbH kämpft seit einem Jahr um das Überleben der Sumpfeiche im Gessental. Der Baum sei vom Eichensplintkäfer befallen, wurde bereits 2003 gespritzt und wird auch 2004 behandelt, teilte Buga-Sprecherin Anja Dohrenwendt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Krankheit ist kein regionales Phänomen; der Baumschädling trete deutschlandweit massiv auf. Eine Heilbehandlung bereits befallener Bäume halten Experten für unmöglich.
Es bleibt die Frage, ob der Schädlingsbefall am ersten Buga-Baum vermeidbar war. Der Eichensplintkäfer (Scolytus intricatus) greift Bäume an, die unter Wassermangel leiden. Die Sumpfeiche benötigt - ihr Name legt es nahe - feuchte und nährstoffreiche Böden. Naturschützer kritisieren, dass das Schicksal des 20 000 D-Mark teuren Baumes vorhersehbar gewesen sein muss. Der Standort im Gessental befindet sich oben auf hangigem Gelände, wo das Wasser rasch wegfließt. Das hätte - ohne größere botanische Vorkenntnisse - allen bekannt sein müssen, die den Platz ausgesucht hatten. Die Sumpfeiche (auch Spree-Eiche genannt) hält zwar auch ein gewisses Maß an Trockenheit aus - dann trocknen ihre Äste aus - doch möglicherweise war im Gessental auf Halbtrockenrasen der Wasseranspruch des ersten Buga-Baumes unterschätzt worden.
Erster Buga-Baum leidet unter Käferbefall
Standort-Wahl ist vermutlich Verhängnis Grobsdorf. (-um-) Der erste für die Bundesgartenschau 2007 gepflanzte Baum ist schwer erkrankt. Besorgte Bürger meldeten sich in unserer Redaktion, um auf das Schicksal der Sumpfeiche aufmerksam zu machen, die im Gessental, auf einer Wiese wenige Meter abseits der Ortsverbindungsstraße Grobsdorf - Kauern, ihren Platz hat.
Der Baum ist mit großem Aufwand am 21. Dezember 2000 gesetzt worden: Die damals 45 Jahre alte Sumpfeiche war aus einer niedersächsischen Baumschule geliefert worden, die Bundesgartenschau GmbH Bonn, das mit Buga-Planungen beauftragte Landschaftsbüro Knoll Ökoplan und die Baumschule selbst hatten den Baum gestiftet. Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch (parteilos), die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg und der Ronneburger Bürgermeister Manfred Böhme (beide CDU) sowie Baumspender Jochen D.Bruns hatten zum Spaten gegriffen, um im Gessental mit der Baumpflanzung den symbolischen Start der Arbeiten für die Bundesgartenschau zu vollziehen.
Die Sumpfeiche (Quercus palustris) ist eigentlich für ihre sehr schöne und lang anhaltende Herbstfärbung bekannt - ein Baum, der für seine prächtige, dekorative Krone berühmt ist. Doch von Farbenpracht und üppigem Wuchs ist bei der Buga-Sumpfeiche, die der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, Karl Zwermann, zur Baumpflanzung kurz vor Weihnachten 2000 als "Symbol des wachsenden Gemeinschaftsgeistes" bezeichnet hatte, nichts mehr zu erkennen. Die Sumpfeiche kümmert vor sich hin, die Tafel, die an die erste Buga-Baumpflanzung im Gessental erinnert, ist umwachsen von Brennnesseln und hohem, vertrocknetem Gras. Statt einer breiten, kegelförmigen Krone ragt ein dürrer hölzerner Stummel in den Herbsthimmel.
Die hiesige Buga GmbH kämpft seit einem Jahr um das Überleben der Sumpfeiche im Gessental. Der Baum sei vom Eichensplintkäfer befallen, wurde bereits 2003 gespritzt und wird auch 2004 behandelt, teilte Buga-Sprecherin Anja Dohrenwendt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Krankheit ist kein regionales Phänomen; der Baumschädling trete deutschlandweit massiv auf. Eine Heilbehandlung bereits befallener Bäume halten Experten für unmöglich.
Es bleibt die Frage, ob der Schädlingsbefall am ersten Buga-Baum vermeidbar war. Der Eichensplintkäfer (Scolytus intricatus) greift Bäume an, die unter Wassermangel leiden. Die Sumpfeiche benötigt - ihr Name legt es nahe - feuchte und nährstoffreiche Böden. Naturschützer kritisieren, dass das Schicksal des 20 000 D-Mark teuren Baumes vorhersehbar gewesen sein muss. Der Standort im Gessental befindet sich oben auf hangigem Gelände, wo das Wasser rasch wegfließt. Das hätte - ohne größere botanische Vorkenntnisse - allen bekannt sein müssen, die den Platz ausgesucht hatten. Die Sumpfeiche (auch Spree-Eiche genannt) hält zwar auch ein gewisses Maß an Trockenheit aus - dann trocknen ihre Äste aus - doch möglicherweise war im Gessental auf Halbtrockenrasen der Wasseranspruch des ersten Buga-Baumes unterschätzt worden.
Ein Grund ist auf jedenfall die Bodenbeschaffenheit: Standort 1 ist mit Baumscheibe, die noch durch eine Hecke beschattet und entsprechend feucht gehalten wird. Die Kiesfläche von Standort 2 und 3 scheint mir sehr verdichtet zu sein (kein Grasaufwuchs) - eine Baumscheibe ist gar nicht zu sehen - so daß die Wasserversorgung mehr als ungenügend sein wird.
Ich kenn ein solches Beispiel mit Feld-Ulmen, die man Anfang der 90iger an eine Straße gepflanzt hat. Teilweise in die angrenzende Grünfläche, teilweise in so kleine Pflanzflächen (1 m breit), die als Schikane in die Straße ragen. Die Pflanzflächen sind mit Borden umgeben, deren Betonrückenstützen so mächtig sind, daß diese den Untergrund der Pflanzfläche ausfüllen, quasi eine Wanne bilden und das Ding vollkommen abdichten. Der Unterschied ist sofort zu erkennen, die Bäume auf der Grünfläche sind sehr gut gewachsen, kräftig und dicht belaubt. Der Stammdurchmesser der Bäume in den Pflanzflächen beträgt nicht einmal die Hälfte von den kräftigen, sie sind noch genauso schmächtig wie zu ihrer Pflanzzeit. Die Krone ist locker, die Blätter sehr hell...
So viel zur Kompetenz der Planer und auch der ausführenden Firma...
Viele Grüße
Ich kenn ein solches Beispiel mit Feld-Ulmen, die man Anfang der 90iger an eine Straße gepflanzt hat. Teilweise in die angrenzende Grünfläche, teilweise in so kleine Pflanzflächen (1 m breit), die als Schikane in die Straße ragen. Die Pflanzflächen sind mit Borden umgeben, deren Betonrückenstützen so mächtig sind, daß diese den Untergrund der Pflanzfläche ausfüllen, quasi eine Wanne bilden und das Ding vollkommen abdichten. Der Unterschied ist sofort zu erkennen, die Bäume auf der Grünfläche sind sehr gut gewachsen, kräftig und dicht belaubt. Der Stammdurchmesser der Bäume in den Pflanzflächen beträgt nicht einmal die Hälfte von den kräftigen, sie sind noch genauso schmächtig wie zu ihrer Pflanzzeit. Die Krone ist locker, die Blätter sehr hell...
So viel zur Kompetenz der Planer und auch der ausführenden Firma...
Viele Grüße