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Immergrün durch den Winter: Misteln

Verfasst: 22 Mär 2009, 20:22
von wolfram
Auf meiner Fahrt nach Magdeburg bin ich wieder durch Remplin gekommen (liegt an der B104 zw. Malchin und Teterow). Dort fallen mir immer wieder die Massen von Misteln auf, von denen ich diesmal bei gutem Wetter Fotos gemacht habe, die ich Euch nicht vorenthalten will.

Verfasst: 22 Mär 2009, 20:50
von wolfachim_roland
Prima Photos. Die Misteln faszinieren mich auch stets aufs Neue.

Wolf

Verfasst: 22 Mär 2009, 21:34
von Cryptomeria
Mich auch.

Wollte schon immer mal welche ansiedeln, aber die Misteldrosseln können´s besser.

Viele Grüße, Superbilder!

Wolfgang

Verfasst: 22 Mär 2009, 21:38
von Myricaria
Bei uns sind die Pappelreihen auch oft übersät mit diesen Gewächsen, bzw. oft auch die Apfelbäume. Hier in der Gegend wird sie zu Gestecken verwendet.

LG.
Johannes

Verfasst: 23 Mär 2009, 10:03
von wolfram
Hallo,
Danke für die Blumen!

Verfasst: 23 Mär 2009, 20:56
von Piru
Was hast du denn schon versucht Wolfgang?

Verfasst: 24 Mär 2009, 16:23
von Cryptomeria
Hallo Anja,

ich habe einfach vom Weihnachtsmarkt die weißen Früchte benutzt und sie gegen die Zweige gedrückt. Kann man bei Warda gut nachlesen. Soll problemlos gehen. Aber bei mir hat es nicht geklappt. Wurden vielleicht doch über Winter gefressen ( von den vielen Meisen,Amseln). Im Frühjahr soll man es machen. Ist vielleicht gescheiter.

Ist auch schon viele Jahre her. Hab´s dann einfach wieder vergessen.

Viele Grüße

Wolfgang

Verfasst: 24 Mär 2009, 18:09
von wolfram
Meine Erfahrungen damit sind anderer Natur, weswegen ich dem Herrn Warda das nicht abnehme. Die Beeren müssen den Vogeldarm passieren wodurch ihre Keimbereitschaft hergestellt wird.
Wir haben es im Herbst, im Sommer und im Frühjahr probiert, ohne Erfolg.

Verfasst: 24 Mär 2009, 19:10
von Cryptomeria
Hallo Wolfam,

mit dem Vogeldarm habe ich auch gehört. Aber das wird auch immer von Ebereschen behauptet und diese keimen bei mir völlig ohne Probleme. Vielleicht probiere ich es irgendwann nochmal.
Der schon verstorbene Jürgen Dahl beschreibt in seinen Nachrichten aus dem Garten im Dezember ( S 135 ff) die erfolgreiche Ansiedlung der Laubholzmispel auf Apfel und Felsenbirne. Auch einfach wie Warda das beschreibt. Und auch vom Blumenhändler in der Vorweihnachtszeit. Allerdings schreibt er auch, dass von 20/30 Samen auch nur 1/2 heften bleiben. Der Rest wird abgewaschen. Das wird´s dann wahrscheinlich bei mir gewesen sein.

Wer Lust hat, kann ja Versuche starten. Natürlich Laubholzmistel auf Laubholz.

Viele Grüße

Wolfgang

Verfasst: 24 Mär 2009, 19:26
von Taxus
Da bei uns dem Sturm im Januar eine Linde (115 Jahresringe) und eine ca 35m hohe Fichte nicht standhielten, hatte ich wiedermal die Gelegenheit, Misteln aus der Nähe zu betrachten. Faszinierend ist auch die Ansatzstelle am Wirt. Wie ein normaler Ast, mit Verdickung, ohne irgendwelche Auffälligkeiten wie z.B. Rindenanomalien, wächst die gelbgrüne Mistel aus dem fremden Wirt. Misteln gibt es hier, in S/W-Frankreich auch jede Menge. Meine Platanen sind jedoch völlig frei davon.

-Uli-

Verfasst: 24 Mär 2009, 21:09
von Piru
DU könntest versuchen mit einer 1molaren Salzsäure die Magensäure nachzuahmen!

LG

Verfasst: 24 Mär 2009, 21:56
von Matlan
Nachdem Vogelkot ja seeehr gut haften bleibt & schwer abzuwaschen ist, könnte ich mir vorstellen, dass es nicht am Anätzen der Samen durch die Verdauung liegt, sondern einfach am 'Kleber', der verhindert, dass die Samen abgewaschen werden. Ist aber reine Theorie...
LG,
Matlan

Verfasst: 25 Mär 2009, 14:39
von Cryptomeria
Hallo Matlan,

im Innern der Früchte ist schon ganz zäher Schleim. Die Mistel hilft sich schon selbst. Warda schreibt ja, dass die Samen durch den Schleim am Schnabel der Vögel haften bleiben und diese dann versuchen am Zweig diese Samen abzustreifen.

@ danke Anja: ich hatte mir das schonmal überlegt mit der Magensäure nachahmen. Ich denke, es muss auch so gehen.

Viele Grüße

Wolfgang

Verfasst: 25 Mär 2009, 19:34
von Taxus
Hi Anja + Wolfgang.
Kennt jemand den PH-Wert des Vogelmagens? Schätze aber, die meisten Beeren werden von den Vögeln heil, sozusagen unzerkaut runtergeschluckt. Wenige abgestreift oder? Fragt sich bei welcher Methode mehr angehen.
Uli

Verfasst: 25 Mär 2009, 22:05
von Cryptomeria
Hi Uli,

wenn wir wieder Hühner haben, werden diese damit gefüttert und dann die Samenmischung aufgeklebt :D Dann brauchen wir uns keine Gedanken um den ph-Wert des Vogelmagens zu machen. Was ich nicht weiß, wie die Hühner - wenn sie sie fressen - diese magenmäßig vertragen. :cry:

Viele Grüße und gute Heimfahrt!

Wolfgang