blätterfall im winter

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myosotis arvensis
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blätterfall im winter

Beitrag von myosotis arvensis »

hallo zusammen

wer könnte mir dabei helfen eine lösung auf meine frage zu finden. ich würde sehr gerne wissen warum gewisse bäume unter anderem z.b die hainbuche ihre blätter im winter nicht verlieren sondern erst im frühling wenn neue triebe kommen?
gibt es dafür eine erklärung, weil ich kann mir kein sinn dahinter vorstellen.

vielen dank
liebe grüsse
jacqueline

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

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Zuletzt geändert von Andreas75 am 22 Apr 2017, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.

Omorika
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Beitrag von Omorika »

Hallo,

zwar kann ich nicht so exakt und fachmännisch antworten, wie manch ein anderes Mitglied hier, aber ich glaube, daß Du da schon ganz richtig liegen könntest. Hainbuchen haben (schwer als Laie auszudrücken) keine "Trennungszonen", die für das Abfallen der Blätter sorgen (bzw. kann ein Sturm dafür sorgen, daß fast das gesammte vertrocknete Laub weg ist).
Dieses lange Behalten von vertrocknetem Laub könnte genau die Stellen schützen, wo das einstige Blatt und der Zweig verbunden waren und erst der neue Austrieb sorgt dann spätestens dafür, daß dann das vertrocknete Blatt abfällt. Andererseits ist es doch so, daß Hainbuchen bei strengem Frost recht schnell ihr Laub verlieren können? Somit ist dann dieser "Schutz" weg...?

Gruss

myosotis arvensis
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Beitrag von myosotis arvensis »

hallo

danke für eure anmerkungen. das es ein schutz sein könnte leuchtet mir ein, mich wundert es dann nur warum andere jungbäume das nicht auch so handhaben?

ich hab keine ahnung wie bei frost die bäume reagieren, ich hab erst gedacht, dass wenn plötzlich frost kommt, die bäume nicht rechtzeitig mit der "abtrennung" oder "vernarbung" der blätter fertig sind und dies einstellen und deshalb die blätter nicht abfallen, aber das wird wohl falsch sein, meine überlegung.
nimmt mich wunder ob noch andere was dazuschreiben.

grüsse
jacqueline

Andreas75
Beiträge: 3995
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Beitrag von Andreas75 »

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Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Normalerweise verhindert der Laubfall ein Erfrieren des Baumes/Gehölzes im Winter. Aus diesem Grund wird, ausgelöst durch die kürzer und kälter werdenden Tage und der damit verbundenen Aussendung bestimmter Hormone, an den Übergängen von Zweig und Blattstiel ein Trenngewebe gebildet, welches verkorkt und so den Laubfall bewirkt (Abcission). Bekannt dafür, daß das Laub länger als bei anderen Arten haften bleibt (laubhaftende Gehölze) sind wie gesagt, die Eichen, die Hain-Buche und die Rot-Buche (allerdings auch bei älteren Bäumen, vielleicht nicht den ganzen Winter über, aber im Vergleich zu anderen Bäumen schon länger...wobei es auch vollbelaubte alte Hain-Buchen gibt), man sagt allgemein bei den Buchen- (Eichen und Rot-Buche) und Birkengewächsen (z.B. Hain-Buche). Soweit ich gelesen hab ist der Grund hierfür, daß bestimmte Gewebezellen in die Nährstoffbahnen wachsen und diese verstopfen, so daß die Hormone nicht mehr zu den Blattstielen gelangen können und damit die Bildung des Trenngewebes verhindert wird. Allerdings wird auch dadurch das Abtrocknen der Blätter bewirkt, und ein Erfrieren des Gehölzes vermieden.

Viele Grüße

myosotis arvensis
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Beitrag von myosotis arvensis »

danke vielmals für eure antworten, jetzt kann ich mir wenigsten ein bild machen und seh auch den grund für das behalten der blätter.

liebe grüsse jacqueline

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